The National Times - Kellnerinnen und Kellner zog es wegen Lockdowns von Gastronomie in Supermärkte

Kellnerinnen und Kellner zog es wegen Lockdowns von Gastronomie in Supermärkte


Kellnerinnen und Kellner zog es wegen Lockdowns von Gastronomie in Supermärkte
Kellnerinnen und Kellner zog es wegen Lockdowns von Gastronomie in Supermärkte / Foto: © AFP/Archiv

Die Corona-Lockdowns haben etliche Kellnerinen und Kellner aus der Gastronomie zu Jobwechsel in Supermärkte oder als Paketzusteller veranlasst: Wie eine am Montag vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln veröffentlichte Studie zeigt, gaben im ersten Pandemiejahr 2020 insgesamt 216.000 Menschen ihren Beruf in Gastronomie, Hotellerie und Tourismus auf. Dies entspricht mehr als einem Viertel der im Jahresschnitt 788.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche.

Textgröße ändern:

Die meisten Jobwechsler zog es der IW-Studie zufolge in Verkaufsberufe. Rund 34.800 zuvor in Gastronomie und Co. beschäftigte Mitarbeiter wechselten etwa zu Jobs als Kassierer in Supermärkten. Rund 27.200 Menschen suchten sich eine neue Anstellung im Verkehr- und Logistikbereich und arbeiten nun etwa als Paketbote oder Lagerlogistiker. Ähnlich viele fingen im Bereich der Unternehmensführung und -organisation an, etwa als Sekretär oder Sekretärin. Beliebte Ziele der Jobwechsler seien zudem die Lebensmittelherstellung, Reinigungsberufe und Erziehungsbranche.

Das IW wertete für die Studie Daten der Bundesagentur für Arbeit aus. Restaurants und Hotels sind seit der Corona-Pandemie besonders stark vom Fachkräftemangel betroffen.

F.Lim--TNT

Empfohlen

Regierungskreise: Bund steigt mit 40 Prozent bei Rüstungskonzern KNDS ein

Der Bund steigt mit 40 Prozent bei dem Rüstungskonzern KNDS ein, der unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 herstellt. Laut der Verständigung über die Beteiligung des Bundes soll der Anteil zunächst 40 Prozent betragen, hieß es am Mittwochabend aus Regierungskreisen in Berlin. Der Bund erhalte "im Unternehmen die gleichen Rechte wie der französische Staat".

Zahlreiche Vereinbarungen: Putin beendet Besuch bei Xi in China

Wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking haben Chinas Staatschef Xi Jinping und Russlands Präsident Wladimir Putin in der chinesischen Hauptstadt zahlreiche Vereinbarungen zu Handel und Energie geschlossen. Bei einer geplanten Gaspipeline gab es aber noch keine konkrete Einigung. Xi sprach am Mittwoch von "unerschütterlichen Beziehungen" zwischen beiden Staaten. Bei Trumps Besuch in Peking waren zahlreiche Handelskonflikte und geopolitische Spannungen ungelöst geblieben.

Deutscher "Maskenmann" bekennt in Prozess in Frankreich sexuelle Neigung zu Kindern

Der wegen eines Kindesmordes in Frankreich angeklagte Deutsche Martin N. hat vor Gericht ausgesagt, dass er sich schon als Jugendlicher von jüngeren Kindern angezogen gefühlt habe. Er erinnere sich auch gut an die Taten, für die er in Deutschland 2012 zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden war, sagte Martin N. am Mittwoch in Nantes. Er hatte damals gestanden, drei Jungen im Alter zwischen acht und 13 Jahren getötet zu haben. Den Mord des zehn Jahre alten Jonathans 2004 in Frankreich, der ihm zur Last gelegt wird, bestreitet er jedoch.

Vorläufige Tarifeinigung: Langer Streik bei Samsung vorerst abgesagt

Beim Technologieriesen Samsung in Südkorea ist ein langer Streik vorerst abgewendet: Geschäftsleitung und Gewerkschaft einigten sich am Mittwoch in letzter Minute und unter Vermittlung von Arbeitsminister Kim Young Hoon auf einen neuen Tarifvertrag, wie die Gewerkschaft mitteilte. Dieser Vertrag ist demnach aber noch vorläufig, die Gewerkschaftsmitglieder sollen darüber abstimmen. Streiks seien aber "bis auf Weiteres" verschoben.

Textgröße ändern: