The National Times - Söder fordert von Berlin schnelles Handeln wegen drohender Gas-Krise im Winter

Söder fordert von Berlin schnelles Handeln wegen drohender Gas-Krise im Winter


Söder fordert von Berlin schnelles Handeln wegen drohender Gas-Krise im Winter
Söder fordert von Berlin schnelles Handeln wegen drohender Gas-Krise im Winter / Foto: © AFP/Archiv

CSU-Chef Markus Söder hat die Bundesregierung zu dringendem Handeln wegen einer drohenden Gas-Krise im Winter aufgefordert. Er mache sich Sorgen, dass die Wirtschaft einen "echten Schlaganfall" erleide, "Millionen von Menschen am Ende verarmen" und wegen fehlendem Gas zum Heizen "tausende von Menschen, vielleicht sogar Millionen von Menschen im Winter in irgendwelchen Hallen untergebracht werden müssen", sagte Söder im ARD-"Sommerinterview" am Sonntag. Es drohe "ein wirkliches Chaos, das da im Winter vor uns steht".

Textgröße ändern:

Mit Blick auf eine mögliche Gasliefersperre durch Russland über die Pipeline Nord Stream 1 sagte der bayerische Ministerpräsident, diese Gefahr sei von der Bundesregierung offenbar unterschätzt worden. Er verwies darauf, dass Italien jüngst gemeldet habe, dass seine Gasversorgung im Winter bereits sicher sei durch Verträge mit Katar, das auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bereist habe. "Wo bleibt Ersatzgas in Deutschland?".

"Im Moment ist nichts sicher", sagte Söder in dem Interview in der Sendung "Bericht aus Berlin". "Meine Sorge ist einfach, dass der Ernst der Lage noch nicht bei allen angekommen ist", Deutschland drohe "in eine ziemliche Zwickmühle" zu kommen. Er sei "sehr gespannt", wie die Bundesregierung nun auf den drohenden Ausfall von Nord Stream 1 antworte.

Die Hilfe für die Ukraine sei wichtig, er sei auch für mehr Waffenlieferungen, betonte der CSU-Chef. Die Politik könne aber nicht zulassen, dass "Deutschland in die Abstiegsspirale kommt und Millionen von Menschen am Ende verarmen".

Söder plädierte erneut dafür, die Laufzeit der drei letzten verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland über das Jahresende hinaus zu verlängern. Dies scheitere aber bisher an der "Sturheit" der Grünen. Während jetzt Kohlekraftwerke wieder aktiviert würden, bleibe mit der Atomkraft "einer der größten Bereiche" in der Energieversorgung außen vor. Es sei im unverständlich, warum die FDP dies in der Ampel-Koalition angesichts der Lage mitmache.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Gewerkschaft ruft zu Streiks bei Lufthansa und Cityline am Donnerstag und Freitag auf

Passagiere der Lufthansa und ihrer Tochter Cityline müssen sich am Donnerstag und Freitag auf Flugstreichungen und -verspätungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung (VC) rief am Dienstag zu zweitägigen Streiks bei der Kernmarke Lufthansa, ihrer Frachttochter Cargo sowie bei Cityline auf. Die Pilotinnen und Piloten sollen von Donnerstag um 00.01 Uhr bis Freitag um 23.59 Uhr die Arbeit niederlegen.

Serienhit "Heated Rivalry": Hauptdarsteller Williams verurteilt Hasskommentare

Hauptdarsteller Hudson Williams aus der Erfolgsserie "Heated Rivalry" hat sich in aller Schärfe unter anderem gegen "homophobe, biphobe" und andere Hasskommentare gestellt. Wer solche Kommentare verbreite, solle sich nicht "Fan" nennen, schrieb Williams am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst Instagram. Der Serienstar kritisierte unter anderem auch altersdiskriminierende und frauenfeindliche Kommentare. "Keiner von uns braucht eure hasserfüllte 'Liebe'", fügte er hinzu.

Verdi: Keine Fortschritte bei Tarifverhandlungen für hessische Landesbeschäftigte

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 58.000 angestellten Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes Hessen hat es aus Sicht der Gewerkschaft Verdi keine Fortschritte gegeben. Ein Angebot der Arbeitgeberseite habe es in der seit Montag andauernden zweiten Runde nicht gegeben, teilte Verdi am Dienstag mit.

"Fantastisches" Jahr: Lego verzeichnet Rekordgewinn

Der dänische Spielwarenproduzent Lego hat ungeachtet wachsender geopolitischer Spannungen ein Rekordjahr verzeichnet. 2025 verbuchte Lego ein Gewinnplus von 21 Prozent auf 16,7 Milliarden Kronen (rund 2,2 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dies war der höchste Gewinn, den der Hersteller jemals erzielte. Der Umsatz stieg um zwölf Prozent auf umgerechnet knapp 11,2 Milliarden Euro.

Textgröße ändern: