The National Times - Grüne von groß angelegtem Cyber-Angriff betroffen

Grüne von groß angelegtem Cyber-Angriff betroffen


Grüne von groß angelegtem Cyber-Angriff betroffen
Grüne von groß angelegtem Cyber-Angriff betroffen / Foto: © POOL/AFP

Die Grünen sind Opfer eines größeren Cyberangriffs geworden. Die Partei wurde in den vergangenen Wochen mehrfach attackiert, wie der "Spiegel" am Donnerstag berichtete. Der Zugang sei seit dem 13. Juni eingeschränkt, sagte eine Parteisprecherin dem Magazin. Dabei handele es sich um eine Sicherheitsmaßnahme, "nachdem unser IT-Dienstleister festgestellt hatte, dass sich Unbekannte Zugang zum Grünen Netz verschafft haben". Der Abfluss einer "größeren Datenmenge" sei bisher aber nicht festgestellt worden.

Textgröße ändern:

Das "Grüne Netz" ist eine interne Plattform der Partei, auf der sich die Grünen etwa über Verhandlungspositionen innerhalb der Ampel-Koalition austauschen. Die Bundesgeschäftsstelle der Partei informierte dem Bericht zufolge die Nutzerinnen und Nutzer am Donnerstagmittag per Mail über den Zwischenfall.

Dem Vorfall vorausgegangen war nach "Spiegel"-Informationen ein Angriff bereits am 30. Mai, bei dem E-Mailkonten ins Visier geraten seien. Von dieser Attacke sollen auch führende Grünen-Politiker betroffen gewesen sein. Demnach wurden auch die Partei-Mailkonten der Parteivorsitzenden Omid Nouripour und Ricarda Lang gehackt und Mails teilweise an externe Server weitergeleitet. Nach dem Vorfall informierte die Partei die Behörden und erstattete Strafanzeige, wie das Magazin weiter berichtete.

Das Berliner Landeskriminalamt und das Bundeskriminalamt nahmen laut "Spiegel" Ermittlungen in dem Fall auf. Bei der Attacke sollen demnach mehrere E-Mails an einen externen Server weitergeleitet worden und somit abgeflossen sein. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein staatlicher Akteur hinter der Attacke stecke, berichtete das Magazin unter Berufung auf Sicherheitskreise.

R.Campbell--TNT

Empfohlen

Meta führt bei Instagram und Co. kostenpflichtige Plus-Modelle ein

Der US-Konzern Meta führt für seine wichtigsten Apps ein Bezahl-Angebot ein, das Nutzern mehr Funktionen und Inhalte bieten soll. Facebook Plus, Instagram Plus und WhatsApp Plus würden weltweit eingeführt, kündigte Meta-Produktchefin Naomi Gleit am Mittwoch in einem auf Instagram veröffentlichten Video an. Mit dem Angebot will sich der Konzern offensichtlich finanziell von der Abhängigkeit von Werbeeinnahmen befreien und zusätzliche Finanzmöglichkeiten auftun.

Untergang von Autofrachter: Landgericht weist Schadenersatzklage gegen Porsche ab

In einem Prozess zum Untergang des Frachters "Felicity Ace" vor den Azoren hat das Landgericht Stuttgart Schadenersatzansprüche gegen den Autobauer Porsche abgewiesen. Das Gericht sei "nach Durchführung der Beweisaufnahme" nicht davon überzeugt, dass ein Elektroauto von Porsche Ursache des Brandes auf dem Schiff war, teilte es am Mittwoch mit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az. 26 O 30/23)

Fußball-WM: Brauereien rechnen nicht mit Bier-Boom - Adidas erwartet Absatzrekord

Gut zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanda, Mexiko und den USA rückt das Großereignis auch für die Wirtschaft näher: Der Sportartikelhersteller Adidas rechnet rund um die WM mit Absatzrekorden bei allen Produkten. Die deutschen Brauereien sehen sich "gut vorbereitet", erwarten aber keinen Bier-Boom.

Studie: 5000 Superreiche besitzen mehr als ein Viertel des deutschen Finanzvermögens

Rund 5000 Superreiche besitzen in Deutschland mehr als ein Viertel des gesamten Finanzvermögens. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Boston Consulting Group (BCG) stieg die Zahl der Superreichen mit einem Finanzvermögen von je mehr als 100 Millionen Dollar im vergangenen Jahr um 1100. Gemeinsam verfügen die 5000 Superreichen demnach über 27,3 Prozent des deutschen Finanzvermögens.

Textgröße ändern: