The National Times - Chinesischer Mutterkonzern von Temu meldet langsameres Umsatzwachstum

Chinesischer Mutterkonzern von Temu meldet langsameres Umsatzwachstum


Chinesischer Mutterkonzern von Temu meldet langsameres Umsatzwachstum
Chinesischer Mutterkonzern von Temu meldet langsameres Umsatzwachstum / Foto: © AFP/Archiv

Der Umsatzanstieg beim chinesischen Mutterkonzern des Online-Billig-Händlers Temu hat sich im vierten Quartal 2024 deutlich verlangsamt. Die PDD Holding mit Sitz in Shanghai verzeichnete von Oktober bis Dezember einen Umsatz von 110 Milliarden Yuan (rund 14,1 Milliarden Euro) und damit 24 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Verglichen mit den vorherigen Quartalen fiel der Anstieg aber deutlich geringer aus.

Textgröße ändern:

Im dritten Quartal hatte PDD Holdings einen Anstieg von 44 Prozent gemeldet. Davor waren es 86 Prozent und im ersten Quartal 2024 noch 131 Prozent gewesen. Die neuen US-Zölle auf chinesische Importe dürften die Geschäfte zudem weiter belasten. US-Präsident Donald Trump hatte Anfang des Monats die Strafzölle auf chinesische Produkte von zehn Prozent auf 20 Prozent verdoppelt.

Darüber hinaus wurde die Zollbefreiung für Pakete unter einem Warenwert von 800 Dollar abgeschafft. Temu und andere Unternehmen wie Shein profitierten besonders von dieser Regel. Sie verschicken jährlich Kleidung, Technik und Accessoires im Wert von mehreren Milliarden Euro aus ihren Fabriken in China. In den USA gehört Temu zu einer der beliebtesten Webseiten für Online-Shopping.

PDD Holding selbst zeigte sich trotz der Herausforderungen optimistisch. "Wir werden uns weiter auf Investitionen in das Plattform-Ökosystem konzentrieren, da sie die Grundlage unserer langfristigen Wertschöpfungsstrategie sind", erklärte Jun Liu, Vize-Chef für Finanzen bei PDD Holding.

Die Temu-Mutter machte im vierten Quartal einen Nettogewinn von 27,4 Milliarden Yuan (rund 3,5 Milliarden Euro) und lag damit 18 Prozent über dem Vorjahreswert.

Zu PDD gehört der Versandhändler Pinduoduo, der in China äußerst erfolgreich ist. Temu ist das außerhalb von China aktive Pendant. Die Plattform lockt mit extremen Schnäppchen, steht aber immer wieder auch wegen schlechter Qualität, nicht erhaltener Sendungen und nicht zuletzt der katastrophalen Klima- und Umweltbilanz seiner Produkte in der Kritik.

D.Kelly--TNT

Empfohlen

Meta führt bei Instagram und Co. kostenpflichtige Plus-Modelle ein

Der US-Konzern Meta führt für seine wichtigsten Apps ein Bezahl-Angebot ein, das Nutzern mehr Funktionen und Inhalte bieten soll. Facebook Plus, Instagram Plus und WhatsApp Plus würden weltweit eingeführt, kündigte Meta-Produktchefin Naomi Gleit am Mittwoch in einem auf Instagram veröffentlichten Video an. Mit dem Angebot will sich der Konzern offensichtlich finanziell von der Abhängigkeit von Werbeeinnahmen befreien und zusätzliche Finanzmöglichkeiten auftun.

Untergang von Autofrachter: Landgericht weist Schadenersatzklage gegen Porsche ab

In einem Prozess zum Untergang des Frachters "Felicity Ace" vor den Azoren hat das Landgericht Stuttgart Schadenersatzansprüche gegen den Autobauer Porsche abgewiesen. Das Gericht sei "nach Durchführung der Beweisaufnahme" nicht davon überzeugt, dass ein Elektroauto von Porsche Ursache des Brandes auf dem Schiff war, teilte es am Mittwoch mit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az. 26 O 30/23)

Fußball-WM: Brauereien rechnen nicht mit Bier-Boom - Adidas erwartet Absatzrekord

Gut zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanda, Mexiko und den USA rückt das Großereignis auch für die Wirtschaft näher: Der Sportartikelhersteller Adidas rechnet rund um die WM mit Absatzrekorden bei allen Produkten. Die deutschen Brauereien sehen sich "gut vorbereitet", erwarten aber keinen Bier-Boom.

Studie: 5000 Superreiche besitzen mehr als ein Viertel des deutschen Finanzvermögens

Rund 5000 Superreiche besitzen in Deutschland mehr als ein Viertel des gesamten Finanzvermögens. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Boston Consulting Group (BCG) stieg die Zahl der Superreichen mit einem Finanzvermögen von je mehr als 100 Millionen Dollar im vergangenen Jahr um 1100. Gemeinsam verfügen die 5000 Superreichen demnach über 27,3 Prozent des deutschen Finanzvermögens.

Textgröße ändern: