The National Times - Ministerien für Umwelt und Wirtschaft gegen längere Akw-Laufzeiten

Ministerien für Umwelt und Wirtschaft gegen längere Akw-Laufzeiten


Ministerien für Umwelt und Wirtschaft gegen längere Akw-Laufzeiten
Ministerien für Umwelt und Wirtschaft gegen längere Akw-Laufzeiten

Die Bundesministerien für Wirtschaft und für Umwelt halten eine Verlängerung der Laufzeiten der noch verbliebenen deutschen Atomkraftwerke auch vor dem Hintergrund möglicher Engpässe bei der Energieversorgung nicht für sinnvoll. In einem am Dienstag veröffentlichen gemeinsamen Prüfvermerk heißt es, dass dies "nur einen sehr begrenzten Beitrag zur Lösung des Problems leisten könnte, und dies zu sehr hohen wirtschaftlichen Kosten, verfassungsrechtlichen und sicherheitstechnischen Risiken".

Textgröße ändern:

"Im Ergebnis einer Abwägung von Nutzen und Risiken ist eine Laufzeitverlängerung der drei noch bestehenden Atomkraftwerke auch angesichts der aktuellen Gaskrise nicht zu empfehlen", erklärten die von Wirtschaftsminister Robert Habeck und Umweltministerin Steffi Lemke (beide Grüne) geführten Ministerien. Vielmehr müsse es jetzt in der Energiepolitik darum gehen, "die Importabhängigkeit von Russland konsequent zu reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben".

Kurzfristig bemühe sich die Bundesregierung bereits seit Wochen intensiv darum, dass die Gasspeicher wieder gefüllt und Reserven an Kohle angelegt würden, hieß es weiter. Auch die Energieversorgungsunternehmen arbeiteten daran, ihre Importe zu diversifizieren. Verwiesen wurde zudem auf das vom Bundeswirtschaftsministerium bis Ostern angekündigte Maßnahmenpaket für mehr Ökostrom. Zudem werde das Ministerium in Kürze eine Strategie zur Energiesicherheit vorlegen.

In den vergangenen Wochen hatte es Diskussionen über einen Weiterbetrieb der drei noch verbliebenen deutschen Atomkraftwerke gegeben, die nach geltender Rechtslage bis Ende 2022 abgeschaltet werden müssen. Hintergrund sind befürchtete Versorgungsengpässe durch einen Ausfall russischer Gaslieferungen in Verbindung mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine.

P.Barry--TNT

Empfohlen

EU-Kommission vergibt mehr als 40.000 Zugtickets an junge Erwachsene

Die EU-Kommission hat Zugtickets für Reisen durch Europa an 40.912 junge Erwachsene vergeben. Die Gewinnerinnen und Gewinner können mit den Tickets von Juli dieses Jahres bis September des kommenden Jahres durch die EU reisen, wie die Kommission am Montag mitteilte. Die Tickets gehen an Achtzehnjährige, die zwischen Juli 2007 und Juni 2008 geboren wurden.

Iran-Krieg: Aufträge für die Industrie im April zurückgegangen

Der Iran-Krieg belastet zusehends das Neugeschäft der deutschen Industrie: Die Aufträge für das Verarbeitende Gewerbe fielen im April um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Auch die Aussichten auf die kommenden Monate sind wegen des Konflikts trübe.

Krebstherapie zum Injizieren: Sanofi erhält Zulassung

Chemotherapie gegen Krebs könnte für manche Patienten künftig auch zuhause möglich sein: Das Krebsmedikament Sarclisa des französischen Pharmakonzerns Sanofi wurde in der EU als Injektor zugelassen. "Sarclisa ist das erste Krebsmedikament in der EU, das über einen tragbaren Injektor und durch manuelle, subkutane Injektion verabreicht wird", teilte Sanofi am Montag mit. Dies ermögliche eine flexible Anwendung, etwa im häuslichen Umfeld des Patienten.

Millionenkosten durch Drohnenvorfälle an deutschen Flughäfen

Drohnensichtungen in der Nähe von Flughäfen haben in Deutschland im vergangenen Jahr zu massiven Kosten geführt. Der Flugverkehrsbranche entstand durch betriebliche Störungen infolge von Drohnensichtungen ein Schaden von schätzungsweise 60 Millionen Euro, erklärte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Montag. Demnach kam es zu 116 Störfällen an insgesamt 25 Flughäfen.

Textgröße ändern: