The National Times - Spiegel würdigt Engagement des scheidenden Missbrauchsbeauftragten

Spiegel würdigt Engagement des scheidenden Missbrauchsbeauftragten


Spiegel würdigt Engagement des scheidenden Missbrauchsbeauftragten
Spiegel würdigt Engagement des scheidenden Missbrauchsbeauftragten

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hat das Engagement des scheidenden Missbrauchsbeauftragten Johannes-Wilhelm Rörig gewürdigt. "Er war nicht nur Mahner, sondern packte mit an und hat in über zehn Jahren Amtszeit wichtige Impulse gesetzt", erklärte Spiegel am Montag in Berlin. Mit den Initiativen "Kein Raum für Missbrauch" und "Schule gegen sexuelle Gewalt" habe er die Verbesserung des Schutzes in Einrichtungen entscheidend vorangetrieben.

Textgröße ändern:

"Seit Ende 2011 hat er dafür gekämpft, Schutz und Hilfen zu verbessern und sich dafür stark gemacht, dass Aufarbeitung mehr Wichtigkeit erhält", erklärte Spiegel. Mit seinem öffentlichen Engagement gegen sexuellen Kindesmissbrauch habe Rörig zur gesellschaftlichen und politischen Sensibilisierung beigetragen und sich kontinuierlich für mehr öffentliche Aufmerksamkeit eingesetzt.

Die Ampel-Koalition habe sich vorgenommen, das Amt des Unabhängigen Beauftragten für sexuellen Kindesmissbrauch auf eine gesetzliche Grundlage zu stellen, fügte Spiegel hinzu.

Rörig hatte seine Tätigkeit auf der Grundlage eines Regierungsbeschlusses ausgeübt und selbst eine gesetzliche Grundlage dafür angemahnt. Er zeigte sich anlässlich seines Ausscheidens aus dem Amt zuversichtlich, dass es dazu kommen werde. "Der aktuelle Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung stimmt mich sehr optimistisch", erklärte er am Montag. Die Ampel-Parteien hätten vereinbart, das Amt gesetzlich zu verankern und eine regelmäßige Berichtspflicht an den Bundestag einzuführen.

"In den vergangenen zehn Jahren habe ich mich bemüht, den Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch und seine Folgen sowie eine betroffenensensible Aufarbeitung in Deutschland größtmöglich voranzubringen", erklärte Rörig weiter. Er verwies auf die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und den Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt. "Die Arbeit dieser Gremien ist im Kampf gegen sexuellen Missbrauch und seine Folgen von größter Bedeutung."

Rörig schied am Montag aus dem Amt als Unabhängiger Beauftragter für den sexuellen Kindesmissbrauch (UBSKM). Über die Nachfolge wurde noch nicht entschieden. Zunächst wird die langjährige Leiterin des UBSKM-Arbeitsstabs, Manuela Stötzel, das Amt kommissarisch leiten.

A.Parker--TNT

Empfohlen

Warnstreiks in öffentlichem Dienst: Bundesweite Auswirkungen auf Straßenverkehr

Warnstreiks im Zusammenhang mit Tarifkonflikten im öffentlichen Dienst haben am Dienstag bundesweit zu Einschränkungen im Verkehr geführt. Nach Angaben von Gewerkschaften und der bundeseigenen Autobahn GmbH waren im Hamburger Elbtunnel im Zuge der A7 nur zwei von drei Fahrspuren je Richtung geöffnet. In Nordrhein-Westfalen sollten ab Dienstagnachmittag alle 28 Landestunnel bestreikt werden, wodurch laut Verdi ebenfalls Einschränkungen zu erwarten waren.

Bürgermeister: Tausende Wohngebäude in Kiew nach russischem Angriff ohne Heizung

Nach einem russischen Luftangriff sind tausende Wohngebäude laut offiziellen Angaben in Kiew bei zweistelligen Minusgraden ohne Heizung. Nach dem nächtlichen Angriff seien "5635 Wohngebäude ohne Heizung", erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Mindestens eine Frau wurde demnach verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Trumps Zollpolitik: Deutschlands Exportüberschuss im Handel mit USA geschrumpft

Deutschlands Exporte in die USA sind wegen der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr eingebrochen, die Importe aus den Vereinigten Staaten gleichzeitig gestiegen: Der Exportüberschuss Deutschlands im Handel mit den USA sank in den ersten elf Monaten auf den niedrigsten Stand seit dem Pandemiejahr 2021, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Gemessen am Gesamtwert aller Exporte und Importe löste China die USA wieder als wichtigster Handelspartner ab.

Neuer Rekord: Fast 43 Millionen Touristen besuchten 2025 Japan

Der schwache Yen machte das Traumziel erschwinglich: Im vergangenen Jahr besuchten 42,7 Millionen Touristen Japan und damit so viele wie nie, wie das Verkehrsministerium am Dienstag mitteilte. Es waren noch einmal deutlich mehr als die 37 Millionen Ankünfte aus dem Ausland im Jahr 2024 - damals ebenfalls Rekord.

Textgröße ändern: