The National Times - Trump greift Powell wegen dessen vorübergehenden Verbleibs bei der Fed an

Trump greift Powell wegen dessen vorübergehenden Verbleibs bei der Fed an


Trump greift Powell wegen dessen vorübergehenden Verbleibs bei der Fed an
Trump greift Powell wegen dessen vorübergehenden Verbleibs bei der Fed an / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat den Chef der US-Notenbank Federal Reserve, Jerome Powell, wegen dessen vorübergehenden Verbleibs bei der Fed scharf angegriffen. "Powell will bei der Fed bleiben, weil er nirgendwo sonst einen Job bekommt, niemand will ihn", erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Powell, dessen Amtszeit regulär am 15. Mai endet, hatte zuvor angekündigt, vorerst im Gouverneursrat der Fed zu bleiben.

Textgröße ändern:

Es ist ungewöhnlich, aber nicht beispiellos, dass ein ehemaliger Fed-Chef im Gouverneursrat weitermacht. Powell, der bis 2028 bleiben könnte, kündigte an, unter Trumps designiertem neuen Fed-Chef Kevin Warsh "im Hintergrund zu bleiben". Trumps Finanzminister Scott Bessent sagte jedoch im Sender Fox Business, Powells Verbleib sei ein "Verstoß" gegen die Regeln der Fed und eine "Beleidigung" für Warsh.

Powell hatte im Rahmen der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der Notenbank unter seiner Leitung bekanntgegeben, dass die Fed den Leitzins trotz des Iran-Krieges vorerst weiter unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent lasse. Die erneute Zinspause war im Vorfeld von Analysten erwartet worden, da der Iran-Krieg einerseits Inflationssorgen schürt, andererseits aber auch der US-Arbeitsmarkt unter stärkeren Druck geraten könnte.

Powell war in der Vergangenheit wiederholt von Trump unter Druck gesetzt worden, die Zinsen zu senken. Am Mittwoch sagte Powell in einer Pressekonferenz, die US-Notenbank müsse weiterhin "frei von politischem Einfluss" sein. Die US-Notenbank sei nicht "überparteilich", sondern "unparteiisch", betonte er. "Wir arbeiten direkt für das amerikanische Volk."

Ebenfalls am Mittwoch stimmte der Bankenausschuss des US-Senats für Warshs Nominierung. Die 13 Senatorinnen und Senatoren der regierenden Republikaner im Ausschuss stimmten für den 56-Jährigen. Die elf Senatorinnen und Senatoren der oppositionellen Demokraten stimmten gegen ihn. Warsh muss nun auch noch vom Plenum des Senats grünes Licht bekommen. Er hatte bei seiner Anhörung vor dem Ausschuss vergangene Woche zugesichert, er werde "auf keinen Fall" nur eine Marionette Trumps sein.

A.Davey--TNT

Empfohlen

Einweihung von Deutschlands größtem Offshore-Windpark

64 Windräder, die rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom versorgen können: In der Nordsee ist Deutschlands bislang größter Offshore-Windpark entstanden. Zur Einweihungsfeier hat das Energieunternehmen EnBW am Donnerstag (14.30 Uhr) nach Hamburg geladen. Angemeldet hat sich unter anderen Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).

Glücksspiele im Internet: BGH verhandelt über verlorene Wetteinsätze

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe befasst sich am Donnerstag (10.00 und 12.00 Uhr) erneut mit dem Thema Glücksspiele im Internet. In zwei Verhandlungen geht es um Spieler, die von Anbietern aus Malta verlorene Einsätze zurückfordern. Zahlreiche solcher Fälle liegen bei deutschen Gerichten - der BGH will die wichtigen Fragen nun grundsätzlich klären. (Az. I ZR 216/25 und I ZR 78/25)

Von der Leyen stellt Gesetzesvorschlag für Social-Media-Verbot vor

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellt am Donnerstag (ab 10.00 Uhr) in Straßburg einen Gesetzesvorschlag für ein EU-weites Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren vor. Das Gesetz soll darüber hinaus vorsehen, dass 13- und 14-Jährige nur Profile mit eingeschränkten Funktionen erstellen können. Von der Leyen hatte ihre Pläne am Mittwoch bereits angekündigt, die Details sollen nun im Gesetzesvorschlag folgen.

Weißes Haus kritisiert Leitzinserhöhung der Fed

Das Weiße Haus hat die Leitzinserhöhung der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) kritisiert. Weiße-Haus-Sprecher Kush Desai sprach am Mittwoch im Sender Fox News von einer "eher unglücklichen Entscheidung". Die Fed habe aus Sicht der US-Regierung keine besonders überzeugende wirtschaftliche Begründung dafür geliefert.

Textgröße ändern: