The National Times - Trump einig mit Philippinen: Zölle von 19 statt wie angedroht 20 Prozent

Trump einig mit Philippinen: Zölle von 19 statt wie angedroht 20 Prozent


Trump einig mit Philippinen: Zölle von 19 statt wie angedroht 20 Prozent
Trump einig mit Philippinen: Zölle von 19 statt wie angedroht 20 Prozent / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben eine Handelsvereinbarung mit den Philippinen erzielt. Für Produkte aus dem südostasiatischen Land würden US-Importzölle von 19 Prozent fällig, kündigte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social an. Das ist etwas weniger als die zuletzt von dem US-Präsidenten angedrohten 20 Prozent, aber mehr als die 17 Prozent, die dieser ursprünglich Anfang April verkündet hatte.

Textgröße ändern:

Trump schrieb weiter, die Philippinen öffneten ihren Markt vollständig und zollfrei für Waren aus den USA. Im Gegenzug würden beide Länder weiter "militärisch zusammenarbeiten". Der US-Präsident äußerte sich nach einem Treffen mit dem philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos. Dieser sei ein "sehr guter und harter Verhandler", lobte er.

Die Philippinen waren bis zu ihrer Unabhängigkeit 1946 fast ein halbes Jahrhundert lang eine Kolonie der USA. Unter dem früheren Präsidenten Rodrigo Duterte näherte sich der Inselstaat China an. Marcos setzt angesichts der Machtansprüche Pekings im Südchinesischen Meer aber wieder auf Washington. "Die Vereinigten Staaten waren schon immer unser stärkster, engster und verlässlichster Verbündeter", sagte Marcos dazu im Oval Office.

Zur militärischen Zusammenarbeit sagte Marcos, die Vereinigten Staaten unterstützten das "Selbstverteidigungsprogramm" der Philippinen. Dieses solle dem Land ermöglichen, "auf eigenen Beinen zu stehen".

Unter Trump erwägen die USA die Produktion von Munition auf den Philippinen. Trumps Vorgänger Joe Biden hatte Raketenwerfer vom Typ Typhon in dem Land stationiert, um China abzuschrecken. Auch die Bundeswehr soll Typhon-Raketenwerfer erhalten. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte Mitte Juli bei einem Besuch in Washington eine offizielle Anfrage zum Kauf dieses Waffensystems mit hoher Reichweite gestellt.

S.Lee--TNT

Empfohlen

ADAC: Neue Preisregel für Tankstellen hat Preisniveau nicht reduziert

Der ADAC hat nach knapp drei Tagen ein vorläufiges negatives Fazit zu der von der Bundesregierung eingeführten Preisregel für Tankstellen gezogen. "Aus Sicht des ADAC hat die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell das hohe Preisniveau nicht reduziert", erklärte der Club am Freitag. "Stattessen hat es die Entwicklung nach oben eher befördert."

DIHK: Jeder sechste Industriebetrieb verdient durch Verteidigungsindustrie

Jeder sechste Industriebetrieb in Deutschland ist nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bereits in die Wertschöpfungskette der Verteidigungsindustrie eingebunden. Besonders hoch sei der Anteil mit 36 Prozent im Fahrzeugbau, zitierte die "Wirtschaftswoche" am Freitag aus einer Sonderauswertung der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage. Demnach sehen fast ein Drittel der befragten Industrieunternehmen Chancen für das eigene Geschäftsmodell in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.

Gesundheitsministerin Warken gegen starke Abstriche bei Partnerversicherung

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will die Sparempfehlungen der Finanzkommission Gesundheit nicht gänzlich übernehmen und ist etwa gegen starke Abstriche bei der Partnerversicherung. Die beitragsfreie Mitversicherung von Ehegatten und Lebenspartnern in den Krankenkassen dürfe nicht so stark eingeschränkt werden, sagte Warken der "Frankfurter Allgemeinen" (Freitag). "Zum Beispiel leisten pflegende Angehörige einen so wichtigen Beitrag, dass ich es schwer begründbar finde, sie an dieser Stelle finanziell zu belasten."

Historische Mondumrundung: Artemis-Crew verlässt Erdumlaufbahn

Einen Tag nach ihrem Start haben die vier Astronauten der Mondmission Artemis 2 die Erdumlaufbahn verlassen und fliegen nun Richtung Mond. Das Triebwerk der Orion-Kapsel katapultierte die Astronauten mit einem fast sechsminütigen Schub auf ihre Flugbahn zum Mond, wie der Nasa-Livestream am Donnerstagabend (Ortszeit) zeigte. "Sieht nach einem guten Schub aus", erklärte das Nasa-Kontrollzentrum in Houston. Später berichteten die Astronauten von ersten Aktivitäten an Bord.

Textgröße ändern: