The National Times - Kartellamt schafft mehr Wettbewerb auf Markt für Infotainment in Autos

Kartellamt schafft mehr Wettbewerb auf Markt für Infotainment in Autos


Kartellamt schafft mehr Wettbewerb auf Markt für Infotainment in Autos
Kartellamt schafft mehr Wettbewerb auf Markt für Infotainment in Autos / Foto: © AFP/Archiv

Das Bundeskartellamt und der Online-Riese Google haben sich im Streit um Wettbewerbsbeschränkungen auf dem Markt für Infotainment-Systemen in Autos geeinigt. Wie die Behörde in Bonn am Mittwoch mitteilte, verpflichtete sich Google unter anderem dazu, seine Dienste für Fahrzeuge in Zukunft auch einzeln und nicht mehr nur gebündelt anzubieten. Das eröffne "neue Chancen für alternative Anbieter", erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt.

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Bisher hatte Google seinen Kartendienst Maps, Google Play und den Sprachassistenten Google Assistant Fahrzeugherstellern nur als Produktpaket zum Kauf angeboten. In Zukunft jedoch sollen die Dienste auch einzeln lizenzierbar sein, wie das Bundeskartellamt mitteilte.

Google habe zudem in der Vergangenheit Verträge so gestaltet, dass Hersteller an Werbeeinnahmen beteiligt wurden oder Google-Dienste durch standardmäßige Einstellungen bevorzugt wurden. Auch diese vertraglichen Gestaltungen werde Google aufheben.

"Fahrzeughersteller können künftig zwischen Diensten verschiedener Anbieter frei wählen und diese entsprechend dem Kundenbedarf kombinieren", erklärte Mundt. Anbieter könnten so gemeinsam mit Autobauern "neue Lösungen für das Infotainment in Fahrzeugen entwickeln". Die Zusagen Googles hätten das Potenzial, den Markt "weitreichend" zu verändern.

Die Auswirkungen dürften sich laut Bundeskartellamt nicht auf Deutschland beschränken. Zwar gelte die Einigung für in Deutschland zugelassene Pkw, "wegen der EU-weit einheitlichen Zulassungsbedingungen gelten die Zusagen" damit jedoch für den gesamten europäischen Markt.

T.Bennett--TNT

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