The National Times - Linke und Sozialverband Deutschland für 365-Euro-Ticket für Nahverkehr

Linke und Sozialverband Deutschland für 365-Euro-Ticket für Nahverkehr


Linke und Sozialverband Deutschland für 365-Euro-Ticket für Nahverkehr
Linke und Sozialverband Deutschland für 365-Euro-Ticket für Nahverkehr / Foto: © AFP

Die Linke und der Sozialverband Deutschland haben eine preisgünstige Nachfolgeregelung für das bis Ende August befristete Neun-Euro-Ticket gefordert und als künftigen Ticket-Preis einen Euro pro Tag vorgeschlagen. Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch, ein "Auslaufen ohne Anschlussmodell wäre fatal". Der Präsident des Sozialverbands Deutschland, Adolf Bauer, schlug ebenso wie Bartsch ein "365-Euro-Jahresticket" vor.

Textgröße ändern:

Das Neun-Euro-Ticket sei "bei allen Problemen eine erfolgreiche Maßnahme", sagte Bartsch den Funke Zeitungen. "Sie entlastet effektiv einen Großteil der Bürgerinnen und Bürger." Er schlug vor, das Neun-Euro-Ticket dauerhaft durch ein Ein-Euro-Ticket zu ersetzen. "Ein Euro pro Tag oder 365 Euro im Jahr - mehr sollte der Nahverkehr für Bürgerinnen und Bürger nicht kosten." Eine solche Nachfolgeregelung wäre ein Instrument gegen die Auswirkungen der Inflation sowie für sozialen Zusammenhalt und Klimaschutz.

Bauer sagte den Funke Zeitungen, solch ein Angebot gebe es seit vielen Jahren in Österreichs Hauptstadt Wien. "Die Politik muss jetzt die Chance nutzen und langfristige Weichen für nachhaltige und bezahlbare Mobilität stellen, indem ÖPNV und Nahverkehr verbessert und für jeden bezahlbar werden." Die Nachfrage nach dem Neun-Euro-Ticket habe gezeigt, wie groß das Nutzungspotenzial sei.

Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn, Karl-Peter Naumann, mahnte aber zunächst Investitionen in den Schienenverkehr an. Wer günstigen Nahverkehr anbieten wolle, "sollte vorher erst das Schienennetz und den Bahnverkehr durch eine Qualitäts- und Kapazitätsoffensive auf eine stärkere Nachfrage ausbauen und vorbereiten", sagte er den Funke Zeitungen. Zudem müsse der Autoverkehr etwa über höhere Parkgebühren deutlich verteuert werden.

Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz (VMK), Maike Schaefer (Grüne), äußerte sich zu Berichten, der Bund prüfe die Einführung eines Klima-Tickets als Anschlussangebot zum Neun-Euro-Ticket. "Das ist im Prinzip vergleichbar mit der lange erhobenen Forderung der Länder nach einer massiven Erhöhung der Regionalisierungsmittel, um ein Ansteigen der Fahrpreise nach dem August zu verhindern", sagte die Verkehrssenatorin von Bremen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Neben einem solchen Ticket aus dem Klimaschutz-Sofortprogramm benötigten die Länder dennoch höhere Regionalisierungsmittel für bessere Fahrttakte, mehr Fahrzeuge und mehr Infrastruktur, forderte Schaefer. "Das alles sollte zu einem großen Paket für die Verkehrswende geschnürt werden, um im Verkehrssektor nachhaltig CO2 einzusparen."

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Amazon investiert weitere Milliarden in KI-Unternehmen Anthropic

Der US-Konzern Amazon hat am Montag weitere Investitionen in Höhe von fünf Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) in das US-Unternehmen für künstliche Intelligenz (KI), Anthropic, bekanntgegeben. Amazon kündigte beim Erreichen bestimmter Leistungsziele weitere Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Dollar in Anthropic an. Anthropic verpflichtete sich derweil, in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Technologie von Amazon Web Services (AWS) auszugeben.

GA-ASI schließt „Flight Into Known Icing“-Flugtests der MQ-9B ab

Weltweit führender RPA-Anbieter lässt MQ-9B für FIKI zertifizieren

Auf Schafsfarm in Patagonien: Forscherteam entdeckt neuen Langhalssaurier

Ein deutsch-argentinisches Forscherteam hat in Patagonien einen neuen Langhalssaurier entdeckt. Der Dinosaurier namens Bicharracosaurus dionidei aus der oberen Jurazeit lebte vor rund 155 Millionen Jahren, wie die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns am Donnerstag in München mitteilte. Geborgen wurden Teile der Wirbelsäule mit mehr als 30 Hals-, Rücken- und Schwanzwirbeln, mehrere Rippen sowie ein Bruchstück des Beckenknochens.

Blattabdruck aus der Urzeit: Womöglich älteste Cannabispflanze der Welt

Die älteste Cannabispflanze der Welt stammt womöglich nicht aus China, sondern aus Sachsen-Anhalt. Zumindest wirft ein Sammlungsfund aus der Urzeit nach Angaben des Museums für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin vom Freitag diese Frage auf. Forschende stießen in der Sammlung des Museums demnach auf ein "spektakuläres Pflanzenfossil".

Textgröße ändern: