The National Times - "Wildwest-Methoden": AfD-Spitze geht auf Distanz zu Trumps Außenpolitik

"Wildwest-Methoden": AfD-Spitze geht auf Distanz zu Trumps Außenpolitik


"Wildwest-Methoden": AfD-Spitze geht auf Distanz zu Trumps Außenpolitik
"Wildwest-Methoden": AfD-Spitze geht auf Distanz zu Trumps Außenpolitik / Foto: © AFP/Archiv

Die Spitze der AfD geht auf Distanz zur Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump. Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla kritisierten am Dienstag die aggressive Politik der USA gegenüber Venezuela und Grönland. "Donald Trump hat gegen ein elementares Wahlversprechen verstoßen - nämlich, sich nicht in andere Staaten einzumischen", sagte Weidel in Berlin. Chrupalla sagte: "Klar ist, dass Wildwest-Methoden abzulehnen sind."

Textgröße ändern:

Der US-Regierung gehe es in Venezuela und Grönland "primär" darum, sich Ressourcen zu sichern, betonte Weidel. Für die USA ergäben sich durch derartige Interventionen aber viele außenpolitisch Verwicklungen. "Donald Trump muss sehen, dass dadurch seine Handlungsspielräume immer weiter eingeschränkt werden", sagte Weidel. "Wir können nur hoffen, dass dadurch nicht die Friedensverhandlungen in der Ukraine gestört werden."

Zuvor hatte die AfD-Führung eindeutige Stellungnahmen zur Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die US-Armee sowie zu den von Trump geäußerten Ansprüchen auf die zum Königreich Dänemark gehörende Insel Grönland vermieden.

Die AfD hatte sich in den vergangenen Monaten um intensivere Beziehungen zu den USA bemüht, insbesondere zu Trumps Republikanern. Erst vor wenigen Wochen war eine Delegation von AfD-Abgeordneten nach Washington gereist und hatte Gespräche mit Vertretern des Trump-Lagers geführt. Republikanische Politiker in den USA äußerten sich wiederholt positiv über die deutsche Rechtsaußen-Partei.

Forderungen an die US-Regierung wollte Weidel am Dienstag auf Nachfrage von Medienvertretern nicht formulieren. "Ich kümmere mich zuvorderst als deutsche Politikerin um die Belange unseres Landes", sagte sie. Generell gelte für die außenpolitische Leitlinie der AfD: "Wir werden sowieso alle Handlungen dahingehend bewerten, ob sie dem deutschen Interesse nutzen oder nicht."

T.F.Russell--TNT

Empfohlen

Pentagon: Statt vier nur noch drei US-Brigaden in Europa

Die USA reduzieren die Zahl ihrer in Europa stationierten Brigaden. Anstatt vier seien nur noch drei Kampfbrigaden vorgesehen, teilte das Pentagon am Dienstag mit. Damit werde wieder der Stand von 2021 erreicht. Eine Kampfbrigade (Brigade Combat Team) umfasst 4000 bis 4700 Soldaten.

New Yorker Richter schränkt Festnahme von Migranten bei Gericht ein

Ein US-Bundesrichter hat die Möglichkeit zur Festnahme von Einwanderern in einem New Yorker Migrationsgericht deutlich eingeschränkt. Der Richter Kevin Castel untersagte es den Mitarbeitern der Einwanderungsbehörde ICE grundsätzlich, Einwanderer in dem Gericht in Gewahrsam zu nehmen. Dies sei nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt - etwa wenn es ein "unmittelbares Risiko von Tod, Gewalt oder körperlichen Schäden" gebe, hieß es in der Urteilsbegründung.

US-Vizepräsident Vance verteidigt Truppenreduzierung in Europa - Rubio reist zu Nato-Treffen

US-Vizepräsident JD Vance hat die angekündigte Truppenreduzierung in Deutschland und Polen verteidigt. "Es geht nicht darum, jeden einzelnen amerikanischen Soldaten aus Europa abzuziehen", sagte Vance am Dienstag vor Journalisten im Weißen Haus. Die Regierung in Washington wolle "einige Ressourcen so umschichten, dass die Sicherheit der USA bestmöglich gewährleistet" sei.

Chamenei ruft die Menschen im Iran zum Kinderkriegen auf

Der oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei hat die Menschen in seinem Land aufgefordert, mehr Kinder zu bekommen. "Wenn sie die richtige und notwendige Politik des Bevölkerungswachstums ernsthaft verfolgt, wird die große iranische Nation in der Lage sein, eine wichtige Rolle zu spielen und zukünftig strategische Sprünge erfahren", erklärte Chamenei in einem Brief, von dem am Dienstag Auszüge im Onlinedienst X veröffentlicht wurden. Die Geburtenrate im Iran ist in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen.

Textgröße ändern: