The National Times - Prozess um verdursteten Zweijährigen aus Grevebroich neu aufgerollt

Prozess um verdursteten Zweijährigen aus Grevebroich neu aufgerollt


Prozess um verdursteten Zweijährigen aus Grevebroich neu aufgerollt
Prozess um verdursteten Zweijährigen aus Grevebroich neu aufgerollt

Vor dem Landgericht Mönchengladbach ist am Mittwoch ein Prozess um einen verdursteten Jungen aus Grevenbroich gegen dessen Mutter neu aufgerollt worden. Die Anklageschrift wurde zu Beginn erneut verlesen, zu den Vorwürfen schwieg die Angeklagte Jessica S. jedoch, wie ein Sprecher sagte. Die 30-jährige muss sich unter anderem wegen Totschlags durch Unterlassen verantworten. Außerdem legt ihr die Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge und Misshandlung von Schutzbefohlenen zur Last.

Textgröße ändern:

Sie soll ihren zweijährigen Sohn zwischen dem 14. und dem 16. April 2020 in dessen Kinderbett verdursten haben lassen. Laut Anklagevorwurf versorgte sie Leon am Abend des 14. April und gab ihm noch zu essen und zu trinken. Dann habe sie ihn gewickelt und in einem Schlafsack im Kinderbett abgelegt. Ein im Kinderzimmer aufgestellter Heizlüfter sei auf hoher Stufe eingeschaltet und auf das Bett des Jungen gerichtet gewesen.

Erst zwei Tage später, mittags am 16. April, habe die Angeklagte wieder nach ihrem Sohn gesehen und ihn leblos vorgefunden. Der Rettungsdienst habe zu diesem Zeitpunkt nur noch den Tod des Kinds feststellen können. Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab nach Gerichtsangaben, dass das Kind wegen Flüssigkeitsmangels in Verbindung mit erheblicher Hitze starb.

Im August 2020 wurde S. zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt. Auf die Revision der Angeklagten hob der Bundesgerichtshof im Februar 2021 das Urteil auf und verwies den Fall an eine andere Kammer des Landgerichts. Für das Verfahren sind zunächst neun weitere Verhandlungstage bis Ende März angesetzt.

S.Lee--TNT

Empfohlen

Nordrhein-Westfalen: Früherer Ladendetektiv wegen Raubmords vor 32 Jahren unter Verdacht

Im Fall eines Raubmords in einem Supermarkt im nordrhein-westfälischen Tönisvorst vor mehr als 30 Jahren steht ein früherer Ladendetektiv unter Verdacht. Der heute 59-Jährige wurde in der vergangenen Woche widerstandslos in seiner Wohnung in Krefeld festgenommen, wie eine Polizeisprecherin in Gelsenkirchen am Dienstag sagte. Am 25. Januar 1995 war die 24-jährige Leiterin einer Filiale des Discounters Lidl in Tönisvorst im Kreis Viersen erdrosselt worden, dann raubten der oder die Täter den Tresor aus.

Festnahmen bei Razzia gegen Anbieter manipulierter Rufnummern für Betrugsanrufe

Ermittler sind in mehreren Bundesländern sowie in Serbien gegen mutmaßliche Betreiber eines illegalen Diensts vorgegangen, der Betrügern Anrufe mit gefälschten Rufnummern ermöglicht haben soll. Die Polizei durchsuchte am Dienstag Wohnungen von zwei Beschuldigten im Alter von 23 und 41 Jahren in Berlin-Charlottenburg und Hessen, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt mitteilte. Die Ermittlungen richten sich gegen fünf mutmaßliche Betreiber des Diensts.

Waldbrände in Indonesien: Mindestens 300 Häuser auf Sumatra zerstört

Ein Waldbrand auf der indonesischen Insel Sumatra hat knapp 300 Häuser zerstört und tausend Dorfbewohner zur Evakuierung gezwungen. Bewohner hatten das Feuer, das sich ihrem Dorf in der Provinz Bangka Belitung im Südosten Sumatras näherte, erstmals am Samstag bemerkt, erklärte Bürgermeister Riza Herdavid am Dienstag. Daraufhin hätten sie versucht, es selbst mit tragbaren Pumpen zu löschen.

Mann in Bayern stirbt durch umstürzenden Traktor

Ein 54-Jähriger ist in Bayern durch einen umstürzenden Kleintraktor getötet worden. Der Mann war am Montag mit dem Gerät allein auf einem Freizeitgrundstück in Hohenpolding beschäftigt, wie die Polizei am Dienstag in Ingolstadt mitteilte. Eine Angehörige, die den Mann nicht erreichte und nach ihm sehen wollte, fand ihn leblos unter dem umgestürzten Traktor.

Textgröße ändern: