The National Times - Erneut Wisente aus Berlin in Aserbaidschan ausgewildert

Erneut Wisente aus Berlin in Aserbaidschan ausgewildert


Erneut Wisente aus Berlin in Aserbaidschan ausgewildert
Erneut Wisente aus Berlin in Aserbaidschan ausgewildert / Foto: © AFP/Archiv

Erneut sind Wisente von Berlin nach Aserbaidschan gebracht und dort ausgewildert worden. Mit 18 Tieren handelt es sich um die größte Gruppe an Wisenten, die bislang in den Kaukasus umgesiedelt wurden, teilten der Zoo Berlin und die Umweltschutzorganisation WWF am Donnerstag in Berlin mit. Seit Beginn des Wiederansiedlungsprojekts wurden bereits 64 Wisente in den Shadagh Nationalpark im Norden Aserbaidschans gebracht.

Textgröße ändern:

Das Wisent ist seit den 1920er Jahren aus der Wildnis verschwunden und hat nur in zoologischen Einrichtungen überlebt, unter anderem in Berlin. Bei den seit 2019 laufenden Umsiedlungsmaßnahmen in den Kaukasus handelt es sich laut Zoo und WWF um eines der größten und ambitioniertesten Projekte dieser Art weltweit. Ziel ist es, die Tiere wieder dauerhaft in ihrem natürlichen Lebensraum zu etablieren.

Bei den Tieren, die nun nach Aserbaidschan gebracht wurden, handelt es sich um neun Wisentkühe und drei Bullen aus zoologischen Gärten in ganz Europa. Sie wurden bereits im Tierpark Berlin zu einer Herde zusammengeführt. Zudem waren sechs Tiere aus einem Wisentprojekt in Nordrhein-Westfalen dabei. Die Auswahl erfolgt durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP). Grundlage sind ein optimaler Gesundheitszustand sowie passende genetische Voraussetzungen.

Ein Expertenteam begleitete die Tiere auf ihrer Reise. Dabei wurden sie unter anderem mit einem Frachtflugzeug vom Flughafen in Frankfurt/Hahn nach Baku gebracht. Im Shadagh Nationalpark übernahmen dann Ranger und lokale WWF-Fachkräfte sowie die zuständigen Behörden die Betreuung und das langfristige Monitoring der Tiere. Der Park bietet mit seinen weitläufigen Berg-, Wald- und Offenlandstrukturen ideale Voraussetzungen für eine langfristig stabile Wisentpopulation.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

Fund von 35 menschlichen Zähnen auf Gehweg in Hessen gibt Polizei Rätsel auf

Ein Fund von 35 menschlichen Zähnen auf einem Gehweg in Hessen gibt der Polizei Rätsel auf. Wem sie gehörten, sei unklar, teilten die Beamten am Freitag in Gießen mit. Demnach meldete ein Zeuge seinen Fund am Sonntag in Heuchelheim. Insgesamt handelte es sich um 35 überwiegend vollständige menschliche Zähne. Von einigen wurden nur Fragmente gefunden.

KZ Buchenwald: Hape Kerkeling spricht bei Gedenkfeier zu Jahrestag von Befreiung

Der Komiker und Schauspieler Hape Kerkeling wird bei der Gedenkfeier zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers (KZ) Buchenwald in Thüringen sprechen. Als Enkel eines ehemaligen Häftlings werde Kerkeling am 12. April auf dem ehemaligen Appellplatz des KZ eine Ansprache halten, teilte die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora am Freitag mit.

K-Pop-Gruppe BTS feiert Comeback mit Veröffentlichung von neuem Album "Arirang"

Nach vier Jahren Pause hat die südkoreanische K-Pop-Band BTS mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums "Arirang" ihr Comeback gefeiert. Das am Freitag erschienene Album besteht aus 14 Songs, darunter "Body to Body" und "Into the Sun" und greift mit seinem Namen ein Volkslied über Sehnsucht und Trennung auf, das oft als inoffizielle Nationalhymne Südkoreas bezeichnet wird. Am Samstag werden etwa 260.000 Fans zu einem riesigen Open-Air-Konzert auf einem Platz in der Hauptstadt Seoul erwartet.

Vergewaltigungsvorwürfe: Anwalt von Mette-Marits Sohn fordert Freispruch

Im Prozess gegen den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit hat der Anwalt des 29-Jährigen einen Freispruch wegen der Vergewaltigungsvorwürfe gefordert. Petar Sekulic sagte am Donnerstag vor Gericht in Oslo, sein Mandant Marius Borg Hoiby habe sich möglicherweise "unsympathisch" verhalten, sein Handeln sei aber nicht zwangsläufig strafbar gewesen. Hoiby ist in 40 Punkten angeklagt, unter anderem soll er vier Frauen vergewaltigt haben, während diese schliefen oder bewusstlos waren.

Textgröße ändern: