The National Times - Amber Heard bekräftigt vor Gericht Gewaltvorwürfe gegen Johnny Depp

Amber Heard bekräftigt vor Gericht Gewaltvorwürfe gegen Johnny Depp


Amber Heard bekräftigt vor Gericht Gewaltvorwürfe gegen Johnny Depp
Amber Heard bekräftigt vor Gericht Gewaltvorwürfe gegen Johnny Depp / Foto: © POOL/AFP

Im von ihrem Ex-Mann Johnny Depp gegen sie angestrengten Verleumdungsprozess hat die US-Schauspielerin Amber Heard ihre Vorwürfe gegen den Schauspieler bekräftigt. Depp "war die Liebe meines Lebens, aber er war auch dieses andere schreckliche Ding", sagte die 36-Jährige zu Beginn ihrer Aussage am Mittwoch. Sie bezeichnete das Gerichtsverfahren als "schmerzhafteste und schwierigste" Erfahrung ihres Lebens.

Textgröße ändern:

"Ich ringe nach Worten um zu beschreiben, wie schmerzhaft das ist", sagte die aus dem Film "Aquaman" bekannte Darstellerin. "Es ist für mich furchtbar, hier wochenlang zu sitzen und alles nochmal zu durchleben."

Sie berichtete von der "Chemie", als sie 2009 einen "einschüchternden" Schauspieler kennenlernte, der doppelt so alt war wie sie. Sie erzählte von den gemeinsamen literarischen Vorlieben und dem Beginn einer heimlichen Affäre, da Johnny Depp zu der Zeit noch mit der französischen Schauspielerin Vanessa Paradis liiert war.

Doch ihrer Aussage nach folgten bald Beleidigungen und Eifersuchtsanfälle und ab 2012 wechselten sich laut der Schauspielerin heftige Streitereien unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol mit nüchternen Episoden ab. "Er packte mich an den Haaren, am Arm, im Gesicht, er schrie mich an", schilderte sie. "Er zerbrach Dinge in meiner Nähe, dann schlug er mich."

Depp habe ihr auch versichert, "dass er mit den Drogen und dem Alkohol endgültig fertig sei". Er fiel jedoch schnell wieder in seine Sucht zurück. Sie betonte, dass "Johnny auf Amphetamin ganz anders war als Johnny auf Opiaten" und dass "Trinken mit Gewalt korrelierte". Sie erzählte auch, dass sie 2013 von Depp sexuell angegriffen worden sei, als dieser sie beschuldigte, sein Kokain gestohlen zu haben.

Dennoch habe sie sich entschieden, bei ihm zu bleiben. "Ich wollte ihn nicht verlassen, ich wollte, dass es ihm besser geht", sagte sie vor Gericht. Sie will ihre Aussage am Donnerstag fortsetzen.

Depp hat Heard, mit der er zwischen 2015 und 2017 verheiratet war, auf 50 Millionen Dollar (knapp 48 Millionen Euro) Schadenersatz verklagt. Der "Fluch der Karibik"-Star wirft der 36-Jährigen vor, seiner Karriere mit falschen Anschuldigungen der häuslichen Gewalt schwer geschadet zu haben. Hintergrund ist ein Beitrag für die "Washington Post" aus dem Jahr 2018, in dem sich Heard als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnete, ohne Depp dabei namentlich zu nennen.

Heard hat mit einer Gegenklage gegen den 58-Jährigen reagiert und verlangt hundert Millionen Dollar Schadenersatz. Sie wirft dem Schauspielstar "ungezügelte physische Gewalt" vor.

In dem Prozess in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia hatte zuvor bereits Depp mehrere Tag lang ausgesagt. Er bestritt dabei, Heard jemals geschlagen zu haben. Vielmehr sei die Schauspielerin selbst mehrfach gewalttätig gegen ihn geworden.

B.Cooper--TNT

Empfohlen

US-Geistlicher verteidigt nach Kritik Segnung goldener Trump-Statue

Ein Geistlicher in den USA hat seine Einweihungszeremonie für eine fast fünf Meter große goldene Statue von US-Präsident Donald Trump verteidigt, für die er heftig kritisiert worden war. Er sei "verblüfft" darüber, wie schnell einige Menschen das Standbild Trumps, das auf dessen Golfplatz in Florida aufgestellt wurde, mit einem "Goldenen Kalb" oder "Götzendienst" in Zusammenhang gebracht hätten, erklärte der evangelikale Pastor Mark Burns am Freitag im Onlinedienst X.

Schatten am Himmel: USA veröffentlichen bisher geheime UFO-Akten

"Ist da draußen jemand?" Die USA haben auf Wunsch von Präsident Donald Trump Akten zu unbekannten Flugobjekten (UFOs) freigegeben. Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte am Freitag mehr als 160 Fotos und weitere Dokumente. "Diese Akten, die der Geheimhaltung unterlagen, haben lange Zeit berechtigte Spekulationen angeheizt - es ist Zeit, dass das amerikanische Volk sie selbst zu sehen bekommt", erklärte Verteidigungsminister Pete Hegseth.

Umweltministerkonferenz erarbeitet Vorschläge für Umgang mit Walstrandungen

Nach dem Drama um den an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Wal lässt die Umweltministerkonferenz nach Angaben aus Mecklenburg-Vorpommern Vorschläge für den Umgang mit künftigen ähnlichen Vorfällen erstellen. Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern solle bis zum Herbst entsprechende Ideen vorlegen, teilte Mecklenburg-Vorpommerns Ressortchef Till Backhaus (SPD) am Freitag in Schwerin mit. "Wir brauchen klare Verantwortlichkeiten, abgestimmte Prozesse und eine gemeinsame Linie."

Schauspieler Ulmen unterliegt in Streit mit "Spiegel" größtenteils vor Gericht

Im Rechtsstreit zwischen dem Schauspieler Christian Ulmen und dem "Spiegel" hat das Landgericht Hamburg vorläufig einen großen Teil der von Ulmen angegriffenen Berichterstattung erlaubt. Das Nachrichtenmagazin durfte über bestimmte Vorwürfe von Ulmens Ex-Frau Collien Fernandes schreiben, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Ulmen kann noch Beschwerde einlegen.

Textgröße ändern: