The National Times - Schatten am Himmel: USA veröffentlichen bisher geheime UFO-Akten

Schatten am Himmel: USA veröffentlichen bisher geheime UFO-Akten


Schatten am Himmel: USA veröffentlichen bisher geheime UFO-Akten
Schatten am Himmel: USA veröffentlichen bisher geheime UFO-Akten / Foto: © DoD/AFP/Archiv

"Ist da draußen jemand?" Die USA haben auf Wunsch von Präsident Donald Trump Akten zu unbekannten Flugobjekten (UFOs) freigegeben. Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte am Freitag mehr als 160 Fotos und weitere Dokumente. "Diese Akten, die der Geheimhaltung unterlagen, haben lange Zeit berechtigte Spekulationen angeheizt - es ist Zeit, dass das amerikanische Volk sie selbst zu sehen bekommt", erklärte Verteidigungsminister Pete Hegseth.

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Trump schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social: "Während frühere Regierungen es versäumt haben, in dieser Angelegenheit Transparenz zu schaffen, können sich die Menschen anhand dieser neuen Dokumente und Videos selbst ein Bild davon machen: 'Was zum Teufel ist hier los?'". Er wünschte Interessierten "viel Spaß dabei".

Auf einer Reihe von Fotos und Videos des US-Militärs sind verschwommen Objekte am Himmel zu sehen. So dokumentierte die US-Armee in diesem Jahr über Nordamerika ein "unbekanntes Luftphänomenen (UAP)" - ein länglicher Fleck vor schwarzem Hintergrund. Das Indopazifik-Kommando der USA filmte 2024 ein "Fußball-ähnliches Objekt" über Japan. Eine Erscheinung "in Form eines Diamanten" war über Griechenland zu sehen.

Die Bundespolizei FBI und die Raumfahrtbehörde Nasa steuerten ebenfalls Material bei. Eine Akte dokumentiert einen Vorfall aus dem Jahr 2023. Dabei beschrieben drei Teams von Spezialagenten der Bundespolizei unabhängig voneinander "orangefarbene 'Kugeln' am Himmel, aus denen kleinere rote 'Kugeln' austraten oder abgeschossen wurden". Astronauten der Mondmissionen Apollo 12 und Apollo 17 berichteten in den Jahren 1969 und 1972 zudem von "Lichtblitzen" oder "gezackten" Lichtpunkten.

Die Dokumente reichen bis in die 1940er-Jahre zurück. Eine Akte vom Dezember 1947 enthält eine Reihe von Berichten zu "fliegenden Untertassen", die damals für Unruhe sorgten. Das Pentagon, das sich inzwischen "Kriegsministerium" nennt, kündigte an, auf seiner Webseite https://www.war.gov/UFO/ laufend weitere Dokumente zu veröffentlichen.

Wer auf Spuren von Außerirdischen oder andere Sensationen gehofft hatte, wird enttäuscht, in den Akten findet sich dazu nichts. Auch eine Einordnung der Bilder fehlt. Viele Internet-Nutzer machten sich über die Akten lustig und veröffentlichten eigene, mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugte Bilder mit tanzenden Außerirdischen oder mit Trump, der auf eine fliegende Untertasse zeigt.

Trump hatte die Veröffentlichung im Februar angekündigt und mit dem "enormen Interesse" der Öffentlichkeit begründet. Kritiker werfen dem Präsidenten vor, damit von heiklen Themen wie dem Iran-Krieg oder dem Skandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ablenken zu wollen, dessen Akten die Regierung nur unter Druck des Kongresses teilweise freigegeben hatte.

Trump hatte dem früheren Präsidenten Barack Obama noch im Februar vorgeworfen, "geheime Informationen" über Außerirdische preisgegeben und damit "einen Fehler gemacht" zu haben. Obama hatte in einem Podcast auf die Frage nach der Existenz von Außerirdischen im Scherz geantwortet: "Es gibt sie, aber ich habe sie nicht gesehen."

Nach einigem Wirbel in Online-Netzwerken relativierte er seine Aussage. Vor einigen Tagen sagte Obama dann dem Late-Show-Moderator Stephen Colbert, wenn es irgendwo "kleine grüne Männchen" gäbe, hätte dies jemand aus der Regierung längst ausgeplaudert.

Das Pentagon hatte die UFO-Begeisterung bereits im März 2024 getrübt. Unter dem damaligen Präsidenten Joe Biden hieß es in einem Bericht des Verteidigungsministeriums, viele verdächtige Sichtungen hätten sich lediglich als Wetterballons, Spionageflugzeuge, Satelliten und andere normale Aktivitäten herausgestellt.

N.Taylor--TNT

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