The National Times - Kein Schadensersatz für zu kurzfristige Zusage zum Weihnachtsmarkt bei Pandemie

Kein Schadensersatz für zu kurzfristige Zusage zum Weihnachtsmarkt bei Pandemie


Kein Schadensersatz für zu kurzfristige Zusage zum Weihnachtsmarkt bei Pandemie
Kein Schadensersatz für zu kurzfristige Zusage zum Weihnachtsmarkt bei Pandemie / Foto: © AFP/Archiv

Sagt eine Stadt als Veranstalterin eines Weihnachtsmarkts einem Standbetreiber zu kurzfristig zu, schuldet sie ihm nicht den Ersatz vom entgangenem Gewinn, wenn ihm eine Teilnahme wegen der Kurzfristigkeit nicht mehr möglich ist. Eine kurzfristige Entscheidung sei keine Pflichtverletzung, wenn offen kommuniziert werde, teilte das Oberlandesgericht im niedersächsischen Oldenburg am Mittwoch mit.

Textgröße ändern:

Geklagt hatte ein Marktstandbetreiber aus dem Landkreis Osnabrück, der sich für einen Standplatz auf dem Weihnachtsmarkt 2021 in Osnabrück beworben hatte. Wegen der ungewissen Pandemielage zu der Zeit wies die Stadt alle Betreiber Ende September 2021 darauf hin, dass unklar sei, ob der Weihnachtsmarkt überhaupt stattfinden könne. Die ausstehenden Vertragsabschlüsse stünden unter dem Vorbehalt einer kurzfristigen pandemiebedingten Absage.

Am 8. November 2021, eine Woche vor Beginn des Weihnachtsmarkts, bot die Stadt dem Standbetreiber eine verbindliche Teilnahme an. Dieser lehnte ab, weil er für den Wareneinkauf und die Beschaffung von Personal mehrere Wochen Vorlauf brauche. Weil er der Auffassung war, dass die Stadt ihre Pflicht verletzt habe, klagte er auf die Zahlung seiner voraussichtlichen Einbußen.

Das Landgericht Oldenburg wies die Klage in erster Instanz ab. Diese Entscheidung bestätigte das Oberlandesgericht nun. Wegen der Pandemie war die Stadt nicht gehalten, dem Kläger einen früheren Vertragsabschluss anzubieten. Eine frühzeitige verbindliche Zusage war ihr nicht zuzumuten, weil sich die Behörde bei einer späteren Absage des Weihnachtsmarkts schadensersatzpflichtig hätte machen können.

Nach der Ankündigung im September 2021 konnte der Kläger frei entscheiden, ob er sich vorsorglich auf die Teilnahme vorbereitet oder die finale Entscheidung der Behörde abwartet. Die damit verbundenen Unsicherheiten sind nach Ansicht des Gerichts Teil des unternehmerischen Risikos, das der Kläger zu tragen hat.

A.Parker--TNT

Empfohlen

Minister Backhaus: Noch keine gesicherten Informationen zu totem Wal in Dänemark

Nach Meldungen über einen toten Wal vor der dänischen Insel Anholt ist laut Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) unklar, ob es sich um den in einer spektakulären Hilfsaktion aus der Ostsee geholten Meeressäuger handelt. "Sobald es gesicherte Neuigkeiten in der Sache gibt, werden wir die Öffentlichkeit umgehend informieren", erklärte Backhaus am Freitag in Schwerin. Er sei in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und der dänischen Umweltbehörde.

Prinz Harry und Meghan wollen Verfilmung von Afghanistan-Bestseller produzieren

Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle wollen laut dem Streamingdienst Netflix die Verfilmung eines Bestsellers über den britischen Militäreinsatz im Afghanistan-Krieg produzieren. Das Paar werde dabei von Tracy Ryerson unterstützt, der Leiterin für fiktionale Inhalte bei der Produktionsfirma des Paares, Archewell Productions, teilte Netflix am Donnerstag mit.

ESC-Finale komplett: Mitfavoriten Australien und Dänemark weiter

Das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) ist komplett: Am Donnerstagabend qualifizierten sich im zweiten Halbfinale in Wien zehn weitere Länder für das große Finale mit 25 Teilnehmern am Samstag. Unter den erfolgreichen Halbfinalisten sind Australien und Dänemark, die beide zum erweiterten Favoritenkreis gezählt werden.

Dänische Königin Margrethe II. mit Brustschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert

Die dänische Königin Margrethe II., die vor zwei Jahren abgedankt hatte, ist wegen Schmerzen in der Brust in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Königin sei "heute Nachmittag wegen einer Angina Pectoris" ins Rigshospitalet, das größte Krankenhaus Kopenhagens, gebracht worden, teilte der dänische Königspalast am Donnerstag in einer Erklärung mit.

Textgröße ändern: