The National Times - Nicht-binärer Mensch scheitert mit Klage gegen Bewerbungsabsage

Nicht-binärer Mensch scheitert mit Klage gegen Bewerbungsabsage


Nicht-binärer Mensch scheitert mit Klage gegen Bewerbungsabsage
Nicht-binärer Mensch scheitert mit Klage gegen Bewerbungsabsage / Foto: © AFP/Archiv

Ein nicht-binärer Mensch ist mit einer Klage gegen eine Bewerbungsabsage gescheitert. Das Arbeitsgericht Berlin warf der Person Rechtsmissbrauch vor, wie eine Sprecherin in der Hauptstadt mitteilte.

Textgröße ändern:

Der klagende Mensch, der den Geschlechtseintrag "divers" trägt, hatte sich auf eine ausgeschriebene Stelle als "Referent/in Vergaberecht und öffentliche Beschaffung" beworben und um eine geschlechtsneutrale Anrede gebeten. Die Bewerbung wurde im Februar 2026 per Mail abgelehnt, wobei die klagende Person mit "Herr T." angesprochen wurde.

Der nicht-binäre Mensch klagte daraufhin auf eine Zahlung einer Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz wegen Benachteiligung aus geschlechtsspezifischen Gründen. Als Indizien für die Benachteiligung führte er an, dass die Stellenausschreibung auf binärgeschlechtliche Personen beschränkt war und in der Absage die falsche Anrede verwendet wurde.

Das Arbeitsgericht wies die Klage ab und bezeichnete das Handeln der klagenden Person als rechtsmissbräuchlich. Es sei überzeugt, dass sie sich ausschließlich deshalb beworben habe, um Ansprüche auf Entschädigung geltend zu machen. Gegen die Ernsthaftigkeit der Bewerbung spreche unter anderem, dass die Person an zwei Universitäten für ein Studium eingeschrieben sei und über keine fundierten Kenntnisse im Vergaberecht verfüge.

Das Urteil fiel am Donnerstag. Es kann Berufung zum Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Fratzscher: Mehr Frauen in Vollzeit könnten Rentensystem stabilisieren

Der Ökonom Marcel Fratzscher sieht in einer höheren Vollzeitquote berufstätiger Frauen einen Schlüssel zur Stabilisierung des Rentensystems. Eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen wäre "das effektivste und beste Instrument, um das gesetzliche Rentensystem in Deutschland über die nächsten 15 bis 20 Jahre zu stabilisieren", sagte Fratzscher den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vom Montag. Hierzulande sei der Anteil von teilzeitarbeitenden Frauen bisher "außergewöhnlich groß".

Spahn pocht auf Reform von Arbeitszeitregeln - SPD will Arbeitnehmer stärken

Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn (CDU), hat vom Koalitionspartner SPD eine Umsetzung der verabredeten Arbeitszeit-Reform gefordert. "Ich gehe davon aus, dazu steht die SPD", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". Der SPD-Abgeordnete Jan Dieren entgegnete dem, dass im Koalitionsvertrag allerdings nicht die Abschaffung des Acht-Stunden-Tags vereinbart worden sei.

Schweizer lehnen Begrenzung der Zuwanderung bei Referendum offenbar ab

Die Schweiz wird die Zuwanderung und die Zahl ihrer Einwohner nicht begrenzen: Bei einem Referendum stimmten am Sonntag laut vorläufigen Teil-Ergebnissen 54 Prozent gegen eine entsprechende Initiative der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP). Wirtschaftsvertreter reagierten erleichtert. Die Regierung und die meisten anderen Parteien hatten im Falle eines Jas bei der Abstimmung vor gravierenden Folgen für das Verhältnis zur EU gewarnt.

Grüne befürchten Unterfinanzierung wichtiger Bahnprojekte

Die Grünen befürchten eine milliardenschwere Unterfinanzierung zahlreicher wichtiger Bahnprojekte. Das habe eine Anfrage der Bundestagsfraktion an das Bundesverkehrsministerium ergeben, erklärte die Bundestagsfraktion der Partei am Sonntag. Demnach sind mehr als 90 Projekte in verschiedenen Planungsphasen sowie einige bereits im Bau befindliche Projekte betroffen. Es drohe der Stillstand, weil der Bund nicht ausreichend Geld bereitstellte.

Textgröße ändern: