The National Times - Chinesische Wirtschaft trotz Nahost-Krieg im ersten Quartal stabil

Chinesische Wirtschaft trotz Nahost-Krieg im ersten Quartal stabil


Chinesische Wirtschaft trotz Nahost-Krieg im ersten Quartal stabil
Chinesische Wirtschaft trotz Nahost-Krieg im ersten Quartal stabil / Foto: © CN-STR/AFP

Die chinesische Wirtschaft hat sich im ersten Quartal trotz der Störungen im internationalen Handel im März wegen des Krieges im Nahen Osten gut entwickelt. Die Wirtschaftsleistung stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,0 Prozent, wie das Statistikamt in Peking am Donnerstag mitteilte. "Die chinesische Wirtschaft hat einen soliden Jahresauftakt hingelegt und damit einmal mehr ihre Widerstandsfähigkeit und Dynamik unter Beweis gestellt", erklärten die Statistiker.

Textgröße ändern:

China hat seine Energieimporte breit aufgestellt und verfügt über große Ölreserven und kann daher Analysten zufolge die ausbleibenden Lieferungen aus den Golfstaaten bislang verhältnismäßig gut abfedern. Insbesondere im Fall eines längeren Konflikts würde ein globaler wirtschaftlicher Abschwung das Land wegen dessen starker Exportabhängigkeit jedoch hart treffen.

Der chinesische Handelsüberschuss war im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 1,2 Billionen Dollar angestiegen. Daten dieser Woche zeigten, dass sich das Exportwachstum im März aber deutlich verlangsamte, was darauf hindeutet, dass der Krieg im Nahen Osten bereits seine Spuren hinterlässt.

Zugleich entwickelten sich die Einzelhandelsumsätze im Land den Daten des Statistikamts vom Donnerstag zufolge weniger gut als erwartet. Die Industrieproduktion legte ordentlich zu, blieb mit einem Plus von 5,7 Prozent aber hinter den Wachstumsraten von Januar und Februar zurück.

"Die Wachstumsbeschleunigung im ersten Quartal wurde von den Exporten getragen", erklärte die Analystin Zichun Huang von Capital Economics. "Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum im weiteren Jahresverlauf etwas abschwächen wird." Die chinesische Wirtschaft halte sich bislang insgesamt recht gut.

I.Paterson--TNT

Empfohlen

KI-Nachfrage treibt Gewinn von Chip-Hersteller TSMC weiter nach oben

Der Chiphersteller TSMC aus Taiwan hat einen weiteren Rekordgewinn erzielt. Im ersten Quartal übertraf der Nettogewinn die Erwartungen von Analysten und legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 58 Prozent auf 572,5 Milliarden Neue Taiwan-Dollar (rund 15,4 Milliarden Euro) zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. TSMC profitierte dabei von der starken Nachfrage nach Halbleitern im Zuge des Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI).

Auslaufendes bayerisches Familiengeld: Europäischer Gerichtshof rügt Deutschland

Die Ausgestaltung des auslaufenden bayerischen Familiengelds ist nicht mit europäischem Recht vereinbar. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag und gab damit einer Klage der EU-Kommission gegen Deutschland statt. Das Familiengeld ist inzwischen abgeschafft. Es wird nur noch für Kinder gezahlt, die vor 2025 geboren wurden und höchstens 36 Monate alt sind. (Az. C-642/24)

Chilenischer Präsident kündigt tiefgreifende Wirtschaftsreformen an

Chiles neuer ultrarechter Präsident José Antonio Kast hat seine Pläne für eine groß angelegte Wirtschaftsreform vorgelegt. Das am Mittwoch (Ortszeit) vorgestellte erste Reformpaket des Präsidenten umfasst mehr als 40 Maßnahmen, darunter die Senkung der Körperschaftssteuer. Kast, der im März ins Amt eingeführt worden war, nannte die Reformen in einer Fernsehansprache ein "Projekt des nationalen Wiederaufbaus".

Statistik: Weniger Elterngeldbezieher - konstanter Väteranteil

Die Zahl der Elterngeldbezieher ist im vergangenen Jahr erneut gesunken. 2025 nahmen 1,61 Millionen Frauen und Männer Elterngeld in Anspruch, das waren 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Grund dafür ist der Geburtenrückgang in Deutschland. Im Vergleich zum Jahr 2021 bezogen sogar 13,9 Prozent weniger Eltern die Leistungen.

Textgröße ändern: