The National Times - Microsoft kauft Spielentwickler Activision Blizzard für 69 Milliarden Dollar

Microsoft kauft Spielentwickler Activision Blizzard für 69 Milliarden Dollar


Microsoft kauft Spielentwickler Activision Blizzard für 69 Milliarden Dollar
Microsoft kauft Spielentwickler Activision Blizzard für 69 Milliarden Dollar

Der US-Softwareriese Microsoft steht vor der größten Übernahme seiner Geschichte: Für knapp 69 Milliarden Dollar (rund 60 Milliarden Euro) will der Konzern den für die Videospiele "Call of Duty" und "World of Warcraft" bekannten Entwickler Activision Blizzard kaufen. "Dieser Kauf wird das Wachstum von Microsofts Spiele-Geschäft in den Bereichen mobil, PC, Konsole und Cloud beschleunigen und Bausteine für das Metaversum bereitstellen", erklärte Microsoft am Dienstag.

Textgröße ändern:

Bei einem Vollzug wäre es die größte Übernahme der Geschichte in der Videospiel-Branche und die größte Übernahme in Microsofts Konzerngeschichte. Videospiele seien "die größte und am schnellsten wachsende Form der Unterhaltung", erklärte Microsoft. Konzernchef Satya Nadella sprach von der "dynamischsten und aufregendsten Kategorie der Unterhaltung über alle Plattformen hinweg".

Die Videospielbranche werde außerdem "eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Metaversum-Plattformen spielen", erklärte Nadella weiter. Mit dem Begriff Metaversum wird ein kollektiv nutzbarer virtueller Raum bezeichnet.

Mit der Übernahme von Activision Blizzard wird Microsoft nach eigenen Angaben gemessen am Umsatz der drittgrößte Anbieter im Videospielsektor nach Tencent aus China und Sony aus Japan. Der Technologiekonzern will den Angaben zufolge 95 Dollar pro Aktie von Activision Blizzard zahlen. Der Kaufpreis liegt damit bei 68,7 Milliarden Dollar. Das Geschäft soll 2023 abgeschlossen werden. Microsoft bietet bereits die Spielekonsole Xbox an und ist Besitzer mehrerer Entwicklungsstudios.

Activision Blizzard ist neben "Call of Duty" und "World of Warcraft" auch für Spiele wie "Candy Crush" und "Diablo" bekannt. Im vergangenen Sommer wurde der Spielentwickler allerdings von Vorwürfen der Diskriminierung und Belästigung weiblicher Angestellter erschüttert. Im Juli verklagte der Bundesstaat Kalifornien das Unternehmen. Beschäftigte forderten im Herbst den Rücktritt von Chef Bobby Kotick. Microsoft erklärte am Dienstag, Kotick werde Chef von Activision Blizzard bleiben.

Anleger reagierten hoch erfreut auf die Übernahmeankündigung. Der Aktienkurs von Activision Blizzard stieg im elektronischen Handel vor Börseneröffnung um mehr als 37 Prozent an.

Erst vergangene Woche hatte der US-Videospielriese Take-Two ("Grand Theft Auto") den Kauf des für das Spiel "Farmville" bekannten Entwickler Zynga angekündigt. Der Kaufpreis beträgt 12,7 Milliarden Dollar.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Motto "Haltung ist hot": Hunderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin

Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin an der diesjährigen Großkundgebung zum Christopher Street Day (CSD) teilgenommen. Unter dem Motto "Haltung ist hot" zogen die Teilnehmenden bei hochsommerlichem Wetter durch das Zentrum der Bundeshauptstadt. Eine Polizeisprecherin berichtete am Nachmittag von einem friedlichen Verlauf. Später erklärte die Polizei allerdings, Teilnehmende und zwei Einsatzkräfte seien aus einer Wohnung heraus mit einer Softairwaffe beschossen worden.

Tödlicher Unfall: Kleinflugzeug stürzt auf Wohnhaus in Niedersachsen

Der Flug eines Kleinflugzeugs in Niedersachsen hat am Samstag ein tödliches Ende genommen: Die Maschine stürzte am Vormittag auf das Dach eines Wohnhauses in der Ortschaft Ganderkesee im Landkreis Oldenburg, wie die Polizei bekannt gab. Eine erste Erkundung habe ergeben, dass ein Mensch gestorben und ein weiterer vermisst sei. Das Kleinflugzeug habe "aus bislang ungeklärter Ursache" an Höhe verloren und sei auf die Wohnsiedlung gestürzt.

Motto "Haltung ist hot": CSD-Kundgebung startet in Berlin

In Berlin hat die diesjährige Großkundgebung zum Christopher Street Day (CSD) begonnen. Der Umzug setzte sich am Samstagmittag zum Marsch durch das Zentrum der Bundeshauptstadt in Bewegung. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 2200 Einsatzkräften im Einsatz, um für ein "sicheres, buntes und friedliches Fest" zu sorgen. Die Organisatoren rechneten mit mehreren hunderttausend Teilnehmenden. Ihren Angaben zufolge handelt es sich um eine der größten Versammlungen für Vielfalt und Menschenrechte in Europa.

Südkoreanische Chipkonzerne planen US-Lieferungen für 950 Milliarden Dollar

Die südkoreanischen Chipkonzerne Samsung Electronics und SK Hynix wollen US-Technologieunternehmen Halbleiter und Dienstleistungen im Wert von insgesamt 950 Milliarden Dollar (rund 835 Milliarden Euro) liefern. Entsprechende Vereinbarungen seien mit Unternehmen wie Nvidia und Broadcom geplant, sagte der südkoreanische Präsidentenberater Kim Yong Beom am Samstag in San Francisco.

Textgröße ändern: