The National Times - Uniper beantragt beim Bund Stabilisierungsmaßnahmen

Uniper beantragt beim Bund Stabilisierungsmaßnahmen


Uniper beantragt beim Bund Stabilisierungsmaßnahmen
Uniper beantragt beim Bund Stabilisierungsmaßnahmen / Foto: © AFP

Der in Finanzschwierigkeiten steckende Energiekonzern Uniper hat am Freitag bei der Bundesregierung einen Antrag auf Stabilisierungsmaßnahmen gestellt. Wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte, zielen diese Maßnahmen unter anderem darauf ab, "das derzeitige Auflaufen erheblicher Verluste zu beenden" sowie den "Liquiditätsbedarf von Uniper zu decken". Uniper war bereits mit dem Bund in entsprechenden Gesprächen über Hilfsmaßnahmen.

Textgröße ändern:

Der Vorschlag sieht laut Uniper auch Eigenkapitalkomponenten vor, die zu einer "relevanten Beteiligung des Bundes" an dem Unternehmen führen würden. "Wir hoffen, auf Basis unseres Antrages kurzfristig die nötigen Hilfestellungen zu erhalten", sagte Firmenchef Klaus-Dieter Maubach bei einer Pressekonferenz.

Auch Unipers Großaktionär Fortum führt laut Unternehmensmitteilung Gespräche mit der deutschen Regierung - dieser Vorschlag sieht demnach "eine Restrukturierung von Uniper mit dem Ziel der Gründung einer Versorgungssicherheitsgesellschaft im Eigentum des Bundes vor".

Kurz zuvor hatte nach dem Bundestag auch der Bundesrat grünes Licht für eine Reihe von Gesetzen gegeben, die unter anderem Staatshilfen für angeschlagene Energiefirmen erleichtern.

G.Morris--TNT

Empfohlen

Pflege-Löhne steigen bundesweit um 3,4 Prozent - Kassen mahnen rasche Reform an

Die Durchschnittslöhne in der Pflege sind in diesem Jahr abermals angestiegen - und setzen die unterfinanzierten Pflegekassen weiter unter Druck. Bundesweit stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne in der Pflege gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 24,50 Euro: Dies geht aus Berechnungen des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Der Verband mahnte eine rasche Umsetzung von Reformen an, um einen weiteren Anstieg der von den Versicherten zu zahlenden Eigenanteilen zu bremsen.

Ökonomen kritisieren Tankrabatt weiterhin scharf

Zum Start des Tankrabatts haben Ökonomen die Steuersenkung erneut scharf kritisiert. "Wie auch beim letzten Mal ist unklar, wie viel davon überhaupt an die Endverbraucher weitergegeben wird", sagte die Wirtschaftsweise Veronika Grimm der "Augsburger Allgemeinen" vom Donnerstag. Außerdem seien Kosten für das Entlastungspaket höher, als es auf den ersten Blick erscheine.

Produktion von Benzin und Diesel in Deutschland gestiegen - Einfuhr gesunken

Die Raffinerien in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2026 deutlich mehr Diesel und Benzin aus Rohöl hergestellt - die Einfuhren beider Kraftstoffe dagegen gingen zurück. Produziert wurden 15,8 Millionen Tonnen Diesel, das waren 9,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Produktionsmenge von Motorenbenzin stieg um 1,8 Prozent auf elf Millionen Tonnen.

Statistisches Bundesamt: Ländliche Gemeinden altern deutlich zügiger als Städte

Die Bevölkerung in den ländlichen Gemeinden in Deutschland altert stärker als jene in den Städten. Zwischen 2011 und 2025 erhöhte sich das Durchschnittsalter auf dem Land um zweieinhalb Jahre von 44,3 auf 46,8 Jahre, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. In den Großstädten nahm das Durchschnittsalter dagegen nur leicht um einen Wert von 0,3 Jahre auf 43,5 Jahre zu.

Textgröße ändern: