The National Times - Bericht: Konsortium um Deutsche Bahn erhält Zuschlag für Berliner S-Bahn

Bericht: Konsortium um Deutsche Bahn erhält Zuschlag für Berliner S-Bahn


Bericht: Konsortium um Deutsche Bahn erhält Zuschlag für Berliner S-Bahn
Bericht: Konsortium um Deutsche Bahn erhält Zuschlag für Berliner S-Bahn / Foto: © AFP

Ein Konsortium um die Deutsche Bahn hat Medienberichten zufolge den Zuschlag für einen Milliarden-Auftrag zum Betrieb der Kernlinien der Berliner S-Bahn erhalten. Entsprechende Schreiben seien am Freitag an die beteiligten Unternehmen verschickt worden, darunter auch die Zughersteller Stadler und Siemens, hieß es im Berliner "Tagesspiegel" vom Sonntag. Das Konsortium setzte sich gegen den französischen Mitbewerber Alstom durch, der ein Bahn-Werk im nahen Hennigsdorf betreibt.

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Bei dem Auftrag geht es um Betrieb, Beschaffung und Wartung für die S-Bahnen über insgesamt 15 Jahre. Dafür stehen Finanzmittel von 15 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Betrieb soll dem Bericht zufolge weiterhin durch die DB-Tochter S-Bahn Berlin GmbH erfolgen, Stadler und Siemens sollen mindestens 1400 neue Wagen liefern. Betroffen sind die Nord-Süd-Strecken und die in Ost-West-Richtung verlaufende Stadtbahn, insgesamt etwa zwei Drittel des Gesamtnetzes.

Alstom kann gegen die Vergabe allerdings noch juristisch vorgehen, was als wahrscheinlich gilt. Dies würde das gesamte Verfahren, das sich schon jahrelang hinzieht, weiter verzögern. Das Unternehmen hatte sich bereits vergeblich vor Gericht gegen die Ausschreibungsbedingungen gewehrt. Alstom fehlt ein Partner für den Bahnbetrieb, daher war verlangt worden, die Ausschreibungen für Betrieb und Beschaffung zu trennen.

Die Initiative Bahn für Alle wandte sich gegen die mit der Vergabe demnach verbundene Teilprivatisierung der S-Bahn und forderte eine Aufhebung des Verfahrens. "Die Vergabe ist kein Ende mit Schrecken, sondern eine weitere Station auf einer Schreckensfahrt ohne Ende", hieß es in einer Erklärung. Stattdessen solle sich Berlin "für einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag die Mehrheit an der S-Bahn GmbH sichern".

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) begrüßte hingegen die Vergabeentscheidung. Damit werde "ein wichtiges Signal für langfristige Sicherheit gesetzt - für die Beschäftigten selbst, am Ende aber vor allem für die Fahrgäste", erklärte der EVG-Vorsitzende Martin Burkert.

J.Sharp--TNT

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