The National Times - "Ernste Sicherheitsprobleme": Chinas Internetbehörde zitiert Nvidia zum Gespräch

"Ernste Sicherheitsprobleme": Chinas Internetbehörde zitiert Nvidia zum Gespräch


"Ernste Sicherheitsprobleme": Chinas Internetbehörde zitiert Nvidia zum Gespräch
"Ernste Sicherheitsprobleme": Chinas Internetbehörde zitiert Nvidia zum Gespräch / Foto: © AFP/Archiv

Der US-Chiphersteller Nvidia ist in China unter Verweis auf "ernste Sicherheitsprobleme" behördlich zum Gespräch zitiert worden. Die Probleme seien kürzlich festgestellt worden und beträfen Nvidias hochmoderne Chips für den Einsatz bei KI-Anwendungen, erklärte die Internet-Regulierungsbehörde am Donnerstag. Nvidia und seine Halbleiter stehen im Zentrum des Konflikts zwischen China und den USA um die technologische Vorherrschaft beim Thema KI.

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Die USA hatten bereits unter Präsident Joe Biden strenge Exportbeschränkungen für Nvidias leistungsstärkste Produkte nach China verhängt, was die Spannungen zwischen den beiden Ländern verschärfte. Nvidia entwickelte daraufhin speziell den KI-Chip "H20", dessen Vertrieb in China jedoch ebenfalls beschränkt wurde. Anfang Juli kündigte Nvidia dann an, die Verkäufe dieses Chips in China wieder aufzunehmen, nachdem die US-Behörden einige Exportbeschränkungen gelockert hatten.

Im Mai hatten US-Parlamentarier vorgeschlagen, Nvidia und anderen Herstellern fortschrittlicher KI-Chips vorzuschreiben, ihre Produkte mit Geolokalisierungsfunktionen auszustatten. Die chinesische Behörde forderte Nvidia nun auf, sich zu Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit derartigen eingebauten Hintertüren zu äußern.

China ist für Nvidia ein entscheidender Markt. Anfang Juli betonte Nvidias CEO Jensen Huang bei einem Besuch in Peking, dass sein Unternehmen weiterhin chinesische Kunden bedienen wolle.

Die Entscheidung Pekings, Nvidia vorzuladen, ist laut Analysten grundsätzlich nicht überraschend. US-Firmen ins Visier zu nehmen, sei im Kontext der handelspolitischen Spannungen zwischen Peking und Washington mittlerweile gängige Praxis, sagte Jost Wübbeke von der Beratungsfirma Sinolytics. Der Zeitpunkt sei angesichts der laufenden Verhandlungen jedoch interessant. Der Schritt "könnte ein Zeichen für eine härtere Haltung Chinas sein".

C.Blake--TNT

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