The National Times - Werbung für nicht überall vorhandene Produkte: Lidl in Frankreich verurteilt

Werbung für nicht überall vorhandene Produkte: Lidl in Frankreich verurteilt


Werbung für nicht überall vorhandene Produkte: Lidl in Frankreich verurteilt
Werbung für nicht überall vorhandene Produkte: Lidl in Frankreich verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Weil sie für Produkte geworben hat, die nicht überall verfügbar waren, ist die deutsche Supermarktkette Lidl in Frankreich zu einer Zahlung in Höhe von 43 Millionen Euro an den Konkurrenten Intermarché verurteilt worden. Lidl habe sich irreführender Geschäftspraktiken schuldig gemacht, urteilten die Richter des Berufungsgericht in einer Entscheidung, die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag.

Textgröße ändern:

Im Zentrum der Anklage standen etwa 370 TV-Werbespots aus der Zeit zwischen 2017 und 2023, die Produkte zu einem attraktiven Preis bewarben. Dabei habe Lidl aber nicht dafür gesorgt, dass diese Produkte in allen Filialen über einen Zeitraum von 15 Wochen verfügbar waren, argumentierten die Richter. Deswegen handle es sich um "unlauteren Wettbewerb".

Zwar habe es einen Hinweis in den Werbespots gegeben, dass sich die Liste der Filialen, in denen das Angebot zu haben gewesen wäre, im Internet finde. Dieser Hinweis sei aber zu diskret gewesen. Zudem sei sich Lidl darüber bewusst gewesen, dass die beworbenen Produkte nicht in allen Filialen und über einen ausreichenden Zeitraum vorhanden waren.

Intermarché hatte Lidl bereits 2019 verklagt, war aber in der ersten Instanz 2022 abgewiesen worden und dann in Berufung gegangen.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"

Die Heizkosten sind 2025 nach einer Entspannung in den beiden Vorjahren wieder gestiegen - und auch für 2026 rechnet die Beratungsgesellschaft co2online mit weiteren Kostensteigerungen. Langfristig werden fossile Heizungen "immer teurer", erklärte co2online am Dienstag. Laut dem jährlich zusammen mit dem Deutschen Mieterbund erhobenen Heizspiegel können 90 Prozent aller Haushalte ihre Heizkosten heute senken.

Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen

US-Präsident Donald Trump bereitet nach eigenen Angaben ein "umfassendes" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz vor. "Der Preis wäre deutlich niedriger als das, was wir heute an Kanada zahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei eine "sehr gute Nachricht für unsere Bauern und Viehzüchter".

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie

Rund 175.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall am Montag an bundesweiten Aktionen gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Sie beteiligten sich an insgesamt rund 280 Aktionen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

Textgröße ändern: