The National Times - Deutsche Bahn erhöht Preis für Sitzplatzreservierung

Deutsche Bahn erhöht Preis für Sitzplatzreservierung


Deutsche Bahn erhöht Preis für Sitzplatzreservierung
Deutsche Bahn erhöht Preis für Sitzplatzreservierung / Foto: © AFP

Die Deutsche Bahn erhöht die Preise für Sitzplatzreservierungen. Ein fester Sitzplatz in der zweiten Klasse in Fernverkehrszügen kostet ab dem 15. Juni 5,50 Euro statt wie bisher 5,20 Euro, wie die Bahn am Dienstag mitteilte. Zudem wird demnach die sogenannte Familienreservierung, mit der Familien zum Fixpreis von 10,40 Euro Sitzplätze für alle Familienmitglieder reservieren konnten, abgeschafft.

Textgröße ändern:

Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren fahren im DB-Fernverkehr in Begleitung eines Erwachsenen weiterhin kostenlos, wie der Konzern betonte. Die Sitzplatzreservierung kostet künftig jedoch für jedes Kind extra. Die Bahn hob hervor, dass die bisherige Familienreservierung dem Preis für zwei Sitzplatzreservierungen entsprach und sich daher für einzelne Reisende mit einem Kind preislich nichts ändere.

Der ökologische Verkehrsclub (VCD) kritisierte den Schritt scharf. "Gerade Familien mit Kindern sind auf reservierte Sitzplätze angewiesen", erklärte VCD-Chefin Kerstin Haarmann. "Auf sie kommt jetzt de facto eine erneute Preiserhöhung zu." Die Bahn sollte weniger auf kurzfristige Rabattaktionen setzen "und stattdessen das allgemeine Angebot erschwinglich" halten.

Der Grünen-Politiker Matthias Gastel sprach von einem "massiven Anstieg versteckter Kosten". Das sei "eine Frechheit angesichts der gebotenen Leistungen von DB-Fernverkehr". "Die DB-Fernverkehr liefert schlechte Pünktlichkeitswerte, erhöht Ticketpreise und verschlechtert Angebote. Das ist zu viel auf einmal", sagte Gastel der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

In der ersten Klasse steigt der Preis für eine Sitzplatzreservierung den Angaben nach von bisher 6,50 auf 6,90. Bei Flexpreis-Tickets in der ersten Klasse ist die Sitzplatzreservierung weiterhin inklusive.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Preise nicht gesunken: ADAC fordert Abschaffung der Zwölf-Uhr-Regel an Tankstellen

Seit April gilt die Zwölf-Uhr-Regel an Tankstellen - doch die Preise seien damit nicht gesunken, kritisiert der ADAC. Er forderte daher die "zeitnahe" Abschaffung der Maßnahme. Den neuen Tankrabatt ab Oktober dagegen bewertete der Autofahrerclub am Mittwoch als "richtigen Schritt" zur schnellen Entlastung der Autofahrenden. Den ab Januar geplanten Spritpreisdeckel sieht er eher skeptisch.

"Merkel unplugged": Ex-Kanzlerin startet Talkreihe mit Schulklassen

Seit ihrem Ausscheiden aus dem Amt tritt Angela Merkel (CDU) nur noch selten in der Öffentlichkeit auf, jetzt startet die Ex-Bundeskanzlerin eine Talkreihe mit Schülerinnen und Schülern. Für die neue vierteilige Reihe "Merkel unplugged" von Deutschlandfunk Kultur trifft die ehemalige Bundeskanzlerin Schulklassen aus ganz Deutschland im Berliner Funkhaus, wie das Deutschlandradio am Mittwoch in Berlin mitteilte. Im Mittelpunkt stünden "die Fragen, Perspektiven und Anliegen junger Menschen".

ADAC fordert Abschaffung der Zwölf-Uhr-Regel an Tankstellen

Der ADAC fordert die Abschaffung der Zwölf-Uhr-Regel an den Tankstellen. Zwar sei die Zahl der täglichen Preisänderungen durch die Regel erheblich reduziert worden, teilte der Automobilclub am Mittwoch mit. Allerdings habe die Maßnahme die Preise "keinesfalls gesenkt", kritisierte der ADAC. Die Regel solle daher "zeitnah beendet werden".

Behörden: Zwei Tote bei russischen Angriffen auf zivile Infrastruktur in der Ukraine

Bei russischen Angriffen auf zivile Infrastruktureinrichtungen in der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein 42-Jähriger sei nach einem Drohnenangriff auf eine Tankstelle in Kiew im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, teilten die Behörden der Hauptstadt am Mittwoch mit. Im Süden der Ukraine wurde laut Behörden bei einem Angriff auf ein Frachtschiff der ukrainische Kapitän getötet.

Textgröße ändern: