The National Times - Euro-Gegner greifen EU-Vertretung in Bulgariens Haupstadt Sofia an

Euro-Gegner greifen EU-Vertretung in Bulgariens Haupstadt Sofia an


Euro-Gegner greifen EU-Vertretung in Bulgariens Haupstadt Sofia an
Euro-Gegner greifen EU-Vertretung in Bulgariens Haupstadt Sofia an / Foto: © AFP

Rechtsgerichtete Demonstranten haben aus Protest gegen eine mögliche Einführung des Euro in Bulgarien das Gebäude der EU-Vertretung in Sofia angegriffen. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP am Samstag berichtete, versuchten Protestierende in das Gebäude einzudringen und warfen einen Molotow-Cocktail gegen die Eingangstür, die kurzzeitig Feuer fing. Fensterscheiben wurden eingeschlagen, das Gebäude wurde mit roter Farbe beschmiert.

Textgröße ändern:

Mindestens 2000 Menschen waren dem Aufruf der rechtskonservativen Partei Wasraschdanje gefolgt, gegen die von der Regierung angestrebte Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung zu protestieren. Die Polizei nahm sechs Menschen fest. Zehn Polizisten wurden leicht verletzt.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kritisierte die Ausschreitungen. "In Europa üben wir das Demonstrationsrecht auf friedliche Art und Weise aus. Gewalt und Vandalismus sind niemals eine Lösung", schrieb sie im Onlinedienst X.

Auch die bulgarische Regierung verurteilte den Angriff. "Angriffe auf Institutionen können nicht akzeptiert werden", erklärte sie im Onlinedienst Facebook - vor allem, wenn diese von Anhängern einer Partei ausgingen, "die Abgeordnete im Europaparlament hat".

Die bulgarische Regierung versucht seit Jahren, die Kriterien für die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung zu erfüllen. Sie hofft auf die Einführung des Euro im kommenden Jahr. Die Rechtsaußenparteien in dem ärmsten EU-Land hatten ein Referendum zum Währungswechsel gefordert. Parlament und Verfassungsgericht lehnten dies ab.

S.Ross--TNT

Empfohlen

VW und Audi müssen knapp eine Million Autos in Deutschland zurückrufen

Die Autobauer VW und Audi müssen nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) fast einen Million Autos in die Werkstätten zurückrufen. Grund dafür sei, dass ein Schraubenabriss zu einem Lenkungsausfall führen könne und deshalb die Lenkungsverschraubung durch eine "korrosionsresistentere Schraube" ersetzt werden müsse, erklärte das KBA.

Bundestag berät erstmals über Frühstartrente - Klingbeil: Signal für Gerechtigkeit

Mit einer neuen staatlichen Förderung will die Bundesregierung die private Altersvorsorge künftig schon im Kindesalter beginnen lassen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) brachte am Freitag sein Gesetz zur sogenannten Frühstartrente in den Bundestag ein, die vom Bund mit monatlich zehn Euro für Kinder und Jugendliche von sechs bis 18 Jahren bezuschusst wird. Dieses neue Vorsorgemodell sei ein "Zeichen für eine bessere Gerechtigkeit in unserem Land", sagte der SPD-Politiker.

Bundesgerichtshof: Einzelner Eigentümer kann Kunst an Hochhausfassade nicht verbieten

Eine Eigentümergemeinschaft darf per Mehrheitsbeschluss entscheiden, ein großes Gemälde auf die Fassade malen zu lassen. Das geht auch, wenn nicht alle einzelnen Eigentümer einverstanden sind, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Freitag entschied. Es ging um ein Hochhaus in Wuppertal. (Az. V ZR 165/25)

Rhein kritisiert im Bundesrat Stopfen von Haushaltslöchern

Bei den Beratungen über den Bundeshaushalt für das kommende Jahr hat Hessens Regierungschef Boris Rhein (CDU) das Stopfen von Haushaltslöchern kritisiert und vor Steuererhöhungen gewarnt. Es wäre "ein schwerer Fehler, die Steuern für Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen", sagte er am Freitag in der Länderkammer. Das werde den Alltag weiter verteuern und das Vertrauen der Menschen beschädigen.

Textgröße ändern: