The National Times - Importpreise 2021 so stark gestiegen wie seit 40 Jahren nicht mehr

Importpreise 2021 so stark gestiegen wie seit 40 Jahren nicht mehr


Importpreise 2021 so stark gestiegen wie seit 40 Jahren nicht mehr
Importpreise 2021 so stark gestiegen wie seit 40 Jahren nicht mehr

Die Importpreise sind im vergangenen Jahr angesichts hoher Energiekosten so stark gestiegen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, waren die Importpreise im Jahresdurchschnitt 2021 um 13,5 Prozent höher als im Vorjahr. Dies war demnach der stärkste Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr seit 1981, als das Plus verglichen mit 1980 bei 13,7 Prozent gelegen hatte. 2020 waren sie noch um 4,3 Prozent gegenüber 2019 gefallen.

Textgröße ändern:

Im Dezember 2021 waren die Importpreise um 24,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Bereits in den Vormonaten November und Oktober hatte es mit 24,7 Prozent und 21,7 Prozent einen starken Anstieg gegeben. Gegenüber dem Vormonat November war das Plus bei den Importpreisen im Dezember 2021 mit 0,1 Prozent indes nur "geringfügig", wie das Bundesamt in Wiesbaden weiter ausführte.

Der starke Anstieg im Vorjahresvergleich ist demnach vor allem auf die Entwicklung der Energiepreise zurückzuführen. Energieeinfuhren waren im letzten Monat des Jahres um 135,0 Prozent teurer als im Dezember 2020, verbilligten sich aber um 3,0 Prozent gegenüber November 2021. Deutlich höhere Preise gab es nach Angaben der Statistiker auch bei Vorleistungsgütern, vor allem bei Düngemitteln und Stickstoffverbindungen, Holz, Erzen, Metallen und Kunststoffen.

Die Exportpreise lagen im Dezember 2021 um 10,9 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Hier hatte es eine noch größere Vorjahresveränderung zuletzt im Dezember 1974 gegeben. Im Gesamtjahr 2021 stiegen die Exportpreise um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Angetrieben worden sei diese Entwicklung vor allem durch die Preisanstiege bei Vorleistungsgütern, erklärte das Bundesamt.

C.Blake--TNT

Empfohlen

EU-Haushalt: Irland sieht Sparpotenzial von acht Prozent - Kritik von Merz

Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe: Diesen Haushaltsvorschlag hat die irische EU-Ratspräsidentschaft am Samstag vorgelegt. Im Vergleich zum Haushaltsentwurf der EU-Kommission mit einem Gesamtvolumen von knapp zwei Billionen Euro für die Jahre 2028 bis 2034 sieht die Regierung in Dublin Sparpotenzial in Höhe von rund 140 Milliarden Euro oder acht Prozent. Während Deutschland und Schweden die Einsparungen als zu niedrig kritisierten, sehen andere Länder sie als zu weitgehend an.

Journalistenverband verurteilt AfD-Drohung gegen ZDF-Reporter Köster

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die Drohungen des AfD-Politikers Ulrich Siegmund gegen den ZDF-Reporter Fabian Köster im Landtag von Sachsen-Anhalt verurteilt. "Erst kritische Journalisten unter Druck setzen, dann Sender abwickeln wollen: Das ist kein Medienkonzept, das ist pure Einschüchterung", erklärte der DJV- Bundesvorsitzende Mika Beuster. Wer kritische Berichterstattung mit der beruflichen Existenz verknüpfe, überschreite eine rote Linie.

Trump verkündet Diesel-Liefervereinbarung mit Putin - Scharfe Kritik aus Kiew

Dreieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA und trotz bestehender Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump eine Vereinbarung mit Moskau über russische Diesel-Lieferungen verkündet. Russland werde "sofort mehr als 300.000 Tonnen Dieselkraftstoff" für die USA und den Weltmarkt liefern und weitere 500.000 Tonnen im November, erklärte Trump am Freitag. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte den Schritt als "unwürdig" und Zeichen der "Schwäche".

CDU streitet vor Präsidiumssitzung über die "Brandmauer" zur AfD

Vor der Sitzung des CDU-Parteipräsidiums am Sonntag gibt es in der Partei neuen Streit über die sogenannte Brandmauer. "Die starren Unvereinbarkeitsbeschlüsse bringen uns nicht voran", sagte der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Oest der "Welt am Sonntag". Nach seinen Worten sind "das christliche Menschenbild, die soziale Marktwirtschaft, Freiheit und Verantwortung auch für Schwächere zu übernehmen" die "Leitplanken" der CDU. "Wer diesen inneren Kompass hat, orientiert sich nicht an anderen."

Textgröße ändern: