Empfohlen
Letzte Nachrichten
Streit um "Schattendatenbank" der Schufa geht wohl vor Gericht
Der Streit um die massenhafte Speicherung alter Verbraucherdaten bei der Auskunftei Schufa dürfte vor Gericht gehen: Die Schufa erklärte am Donnerstag, sie weise die Vorwürfe der europäischen Datenschutzorganisation Noyb "entschieden" zurück und weigere sich, bis zum 9. September geforderte Unterlassungserklärungen abzugeben. Noyb teilte daraufhin in Wien mit, eine Unterlassungsklage sei nun "sicher".
Hohe Ölpreise treiben Inflation in die Höhe - Anstieg im August bei 2,9 Prozent
Die hohen Ölpreise auf dem Weltmarkt treiben die Inflation in Deutschland in die Höhe: Im August stiegen die Verbraucherpreise im Vorjahresvergleich um 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte und damit seine erste Schätzung bestätigte. Die Auswirkungen auf die Preise für Dienstleistungen und Lebensmittel - die sogenannten Zweitrundeneffekte - blieben aber vorerst aus. Nahrungsmittel blieben im August insgesamt in etwa so teuer wie im August 2025.
Zahl der Beziehenden von Asylbewerberleistungen 2025 um 15 Prozent gesunken
Im vergangenen Jahr haben in Deutschland weniger Menschen Asylbewerberleistungen bezogen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, erhielten Ende 2025 rund 390.000 Menschen Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz, das waren 15 Prozent oder 71.400 Bezieher und Bezieherinnen weniger als im Jahr zuvor. Mit einem Anteil von 17 Prozent war Syrien das am häufigsten vertretene Herkunftsland.
Weinbaubetriebe in Rheinland-Pfalz können Prämie für dauerhafte Rodung bekommen
Die Prämie soll Weinbaubetrieben helfen und den Weinmarkt entlasten: Das Land Rheinland-Pfalz zahlt 5000 Euro pro Hektar, den ein Betrieb dauerhaft rodet. Das Geld stammt aus EU-Mitteln, wie das rheinland-pfälzische Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten am Mittwoch mitteilte. Auch Bayern will demnach für das kommende Jahr ein Rodungsprogramm anbieten.
EZB gibt Leitzinsentscheidung bekannt - Weitere Erhöhung erwartet
Die Europäische Zentralbank (EZB) gibt am Donnerstag bei ihrer auswärtigen Ratssitzung in Berlin ihre neue Leitzinsentscheidung bekannt (14.15 Uhr). Erwartet wird, dass die EZB ihre Zinssätze erneut anheben dürfte, um die durch steigende Energiepreise angefachte Inflation abzuschwächen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde erläutert die Entscheidung im Anschluss auf einer Pressekonferenz (14.45 Uhr).
Falscher Alarm: Autobahn in die Schweiz nach mehrstündiger Sperrung wieder freigegeben
Weil Sprengstoffspürhunde Alarm geschlagen hatten, ist die von Baden-Württemberg in die Schweiz führende Autobahn A861 am Mittwoch nach einem Polizei-Einsatz mehrere Stunden lang vollständig gesperrt gewesen. Gegen Mittag habe sich bei der Kontrolle eines Fahrzeugs am Grenzübergang Rheinfelden-Autobahn "der Verdacht einer Gefahrenlage" ergeben, teilte das Polizeipräsidium Freiburg mit. Zwei Männer wurden vorläufig festgenommen. Nachdem keine gefährlichen Stoffe gefunden wurden, konnte die Sperrung gegen 20.00 Uhr wieder aufgehoben werden.
Porsche vollzieht Ausstieg aus Bugatti-Joint-Venture - Erlös von einer Milliarde Euro
Der Sportwagenhersteller Porsche hat den Ausstieg aus einem Joint-Venture für die Luxusmarke Bugatti mit dem kroatischen Hersteller Rimac vollzogen. Durch den Verkauf seiner Anteile an Bugatti Rimac und an der Rimac Group selbst habe Porsche rund eine Milliarde Euro erlöst, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend in Stuttgart mit. 250 Millionen Euro davon würden für die weitere Finanzierung der Pensionsverpflichtungen verwendet.
Autobahn in die Schweiz gesperrt - "Bild": Sprengstoff-Alarm bei Autokontrolle
In Baden-Württemberg ist die Autobahn A861 in die Schweiz am Mittwoch vollständig gesperrt worden. Die Autobahn sei in beiden Fahrtrichtungen "aufgrund eines polizeilichen Einsatzes" nicht befahrbar, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Weil am Rhein der Nachrichtenagentur AFP am Nachmittag. Weitere Details wollte sie nicht nennen. Die "Bild"-Zeitung berichtete von Sprengstoff-Alarm nach einer Fahrzeugkontrolle am Grenzübergang Rheinfelden.
Minister Klingbeil legt Strategie für bessere Finanzbildung von Bürgern vor
Botschafter für Finanzbildung und Schulbesuche bei der Bundesbank: Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat nach Informationen der "Rheinischen Post" eine Strategie vorgelegt, mit der das Finanzwissen der Bürgerinnen und Bürger verbessert werden soll. Dabei geht es um Themen wie Geldanlage, Altersvorsorge und die Funktionsweise des Finanzsystems, wie die Zeitung am Mittwoch berichtete. Demnach richtet sich die Finanzbildungsstrategie vor allem an Jüngere, Frauen und Menschen mit geringen Einkommen.
Iran verschärft Angriffe auf Ziele in Golfregion - Feuer auf mehreren Schiffen
Der Iran hat seine Attacken in der Golfregion verschärft und nach eigenen Angaben 20 Schiffe bei dem Versuch angegriffen, die Straße von Hormus zu durchqueren. Mehrere von ihnen gerieten dabei in Brand, wie die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO am Mittwoch mitteilte. Der Iran kündigte zudem an, seine Verbotszone für Schiffe nahe der strategisch und ökonomisch wichtigen Meerenge auszuweiten.
Ölpreis wieder über 100 Dollar - Spritpreise binnen einer Woche stark gestiegen
Der Iran-Krieg sorgt wieder für steigende Ölpreise: Am Mittwoch sprang der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent erstmals seit Juli wieder über 100 Dollar. Die US-Sorte WTI lag bei über 95 Barrel pro Barrel. An den Tankstellen in Deutschland kletterten die Preise für Benzin und Diesel bereits in den vergangenen Tagen deutlich.
Pistorius: Steigende Wehr-Ausgaben sind "Ausdruck der ernsten Lage"
Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Russland hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die steigenden Wehr-Ausgaben verteidigt. "Unser Haushaltsentwurf ist Ausdruck dieser ernsten Lage und einer großen Verantwortung für unsere Sicherheit, für die Menschen in unserem Land", sagte Pistorius am Mittwoch im Bundestag. Er verwies auf technologische Fortschritte bei Waffensystemen und Investitionen in Zukunftstechnologien. Zudem sei die Bundeswehr "für viele attraktiver geworden".
Digitale Brieftasche d-you: Ausweis, Führerschein und Uni-Zeugnis in einer App
Führerschein, Personalausweis und Krankenkassenkarte in einer App - am 2. Januar will das Digitalministerium dafür das staatliche Angebot "d-you" freischalten. Minister Karsten Wildberger (CDU) stellte am Mittwoch Namen, Logo und erste Partner für die Umsetzung der digitalen Brieftasche vor. Perspektivisch sollen auf der Plattform viele weitere Dokumente gespeichert werden können, etwa Uni-Zeugnis, Gehaltsabrechnung oder Kundenkarte. Der Digitalverband Bitkom hofft auf einen "kräftigen Schub" für die Digitalisierung.
Trotz Vollkasko: Versicherung muss zu hohe Werkstattrechnung nicht ganz bezahlen
Die Kaskoversicherung muss nicht für übertrieben hohe Reparaturkosten am Auto aufkommen. Unberechtigte Teile der Rechnung muss sie nicht erstatten, wie der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Mittwoch entschied. Geklagt hatte eine Frau, deren Wagen vollkaskoversichert ist. (Az. IV ZR 235/25)
Extremsommer hat höherprozentigen Champagner zur Folge
Wegen der extremen Klimabedingungen darf Champagner in diesem Jahr bis zu 15 Prozent Alkohol enthalten. Eine Ausnahmegenehmigung erlaube Winzern die Produktion von höherprozentigem Chapagner, da die Trauben bereits bei der Ernte einen hohen Alkoholgehalt aufwiesen, teilte der Branchenverband am Mittwoch mit. Üblicherweise hat Champagner zwölf Prozent Alkohol.
Digitalministerium: Digitale Brieftasche "d-you" startet am 2. Januar
Führerschein, Personalausweis und Krankenkassenkarte in einer App - am 2. Januar will das Digitalministerium dafür das staatliche Angebot "d-you" freischalten. Minister Karsten Wildberger (CDU) stellte am Mittwoch den Namen, das Logo und die ersten Partner für die Umsetzung der digitalen Brieftasche vor. Perspektivisch sollen auf dieser Plattform auch viele weitere Dokumente gespeichert werden können, von Uni-Zeugnisse und Gehaltsabrechnungen bis hin zum Mitarbeiterausweis oder der Kundenkarte.
RKI: Knapp vier von fünf Menschen ab 65 Jahren bewegen sich zu wenig
Knapp vier von fünf Menschen ab 65 Jahren in Deutschland bewegen sich laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) zu wenig. 78 Prozent sind davon betroffen, wie das RKI am Mittwoch in Berlin mitteilte. Demnach kommen chronische Erkrankungen bei Menschen über 65 Jahren häufig vor. Sie hängen mit verhaltensbedingten Risikofaktoren zusammen - wie zum Beispiel Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Rauchen, starkes Übergewicht oder Alkoholkonsum.
Klage scheitert vor EU-Gericht: Booking darf eTraveli nicht übernehmen
Rückschlag für Booking.com: Der Reiseanbieter darf das Flugportal eTraveli einem neuen Urteil zufolge nicht übernehmen. Eine Klage gegen das Verbot scheiterte am Mittwoch vor dem Gericht der Europäischen Union in Luxemburg. Booking prüft nun, gegen das Urteil vorzugehen. (Az. T-1139/23)
Leichte Transporter bis schwere Lkw: Jedes fünfte Fahrzeug mit schweren Mängeln
Besonders häufig sind Defekte an der Beleuchtung, Ölverlust an Motor und Antrieb oder Mängel an den Achsaufhängungen: Gut jedes fünfte Nutzfahrzeug in Deutschland ist in den vergangenen Jahren mit "erheblichen" oder "gefährlichen" Mängeln durch die Hauptuntersuchung (HU) gefallen, wie der TÜV am Mittwoch mitteilte. Die höchste Mängelquote (21,8 Prozent) haben demnach schwere Lkw. Ein Grund dafür ist die schwache Konjunktur.
Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung
Die Umstellung der Wärmeversorgung von fossilen auf erneuerbare Energien erfordert hohe Investitionen - laut einer Untersuchung ist sie mit einem Gesamtbedarf von 86 Milliarden Euro pro Jahr aber "volkswirtschaftlich leistbar". Rund die Hälfte davon falle für Instandhaltung ohnehin an, erklärte am Mittwoch das Öko-Institut, das die Studie im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität erstellte. Haushalte mit weniger als 2000 Euro Nettoeinkommen können ihren Anteil demnach allerdings "nicht aus eigener Kraft finanzieren".
Spritpreise im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen
Die Preise an den deutschen Tankstellen sind in den vergangenen Tagen weiter deutlich gestiegen. Aktuell koste ein Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,259 Euro und damit 7,6 Cent mehr als in der Vorwoche, teilte der ADAC am Mittwoch mit. Diesel verteuerte sich demnach um fast neun Cent auf 2,321 Euro pro Liter.
E-Lkw von Mercedes-Benz sollen Amazons Transportnetzwerk nachhaltiger machen
Elektro-Lkw sind auf Deutschlands Straßen bislang die Ausnahme - der Online-Versandhändler Amazon will mit batterieelektrischen Lastwagen von Daimler Truck sein Transportnetzwerk nun stärker auf Nachhaltigkeit trimmen. Wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten, sollen bis Ende des Jahres mehr als 50 dieser E-Lkw für Amazon in Deutschland unterwegs sein. Am Mittwoch wurden die ersten 27 Mercedes-Benz eActros 600 offiziell an Amazon übergeben.
Google will 13 Milliarden Euro in digitale Infrastruktur in Finnland investieren
Der US-Technologieriese Google hat eine massive Ausweitung seiner Investitionen in Rechenzentren und digitale Infrastruktur in Finnland angekündigt. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, sollen in den kommenden beiden Jahren 13 Milliarden Euro in dem skandinavischen Land investiert werden. Der Schritt sei "Googles größte Einzelinvestition in Europa" - und ein Beleg für Finnlands "Vorreiterrolle beim verantwortungsvollen Aufbau" von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI).
EU-Gericht bestätigt: Booking darf eTraveli nicht übernehmen
Der Reiseanbieter Booking.com darf das Flugportal eTraveli nicht übernehmen. Das Gericht der Europäischen Union in Luxemburg bestätigte am Mittwoch die entsprechende Entscheidung der EU-Kommission von 2023. Eine Fusion der beiden Firmen würde den Wettbewerb deutlich behindern, entschied es. (Az. T-1139/23)
Zahl der Eingliederungshilfen für junge Menschen mit seelischer Behinderung verdoppelt
Die Zahl der Eingliederungshilfen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit seelischer Behinderung hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Im Jahr 2024 wurden gut 174.000 Eingliederungshilfen gewährt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren 115 Prozent mehr als 2014 mit knapp 80.800.
Trump verschärft mit neuen Einfuhrsperren und Zöllen Handelsstreit mit Kanada
US-Präsident Donald Trump hat den Handelsstreit mit Kanada durch weitere Schritte verschärft. Als Reaktion auf kanadische Gegenzölle verhängte Trump am Dienstag per Dekret eine Einfuhrsperre für bestimmte kanadische Produkte. Zudem erhöhte er auf weitere Waren aus Kanada die Zölle um 50 Prozent. Zuvor waren von Kanada verhängte Gegenzölle in Kraft getreten. Der Handelsstreit zwischen den Nachbarländern war nach dem Scheitern von Verhandlungen eskaliert.
Neuer Apple-Chef Ternus stellt erstmals Produkte vor
Der neue Apple-Chef John Ternus stellt am Mittwoch am Konzernsitz in Cupertino in Kalifornien erstmals Produktneuerungen vor (ab 19.00 Uhr MESZ). Erwartet wird unter anderem ein faltbares iPhone. Ternus hatte den Chefposten bei Apple vor rund einer Woche von dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden Tim Cook übernommen.
EU-Kommission stellt Rechtsrahmen für Vorgehen gegen Kurzzeitvermietungen vor
Die EU-Kommission stellt am Mittwoch einen Rechtsrahmen vor, der Städten beim Vorgehen gegen Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb helfen soll. Kommunen sollen solche Kurzzeitvermietungen an Touristen verbieten oder einschränken dürfen, wenn der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist. Dafür soll es einheitliche Kriterien geben.
Digitalminister stellt Namen der digitalen Brieftasche vor
Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) will am Mittwoch den künftigen Namen der digitalen Brieftasche, die bisher sogenannte EUDI-Wallet, vorstellen (14.30 Uhr). Außerdem will er in Berlin das dafür geplante Logo und das Partnerunternehmen für die technische Umsetzung der Wallet präsentieren.
Steelcase ernennt die bewährte Wachstumsmanagerin Irene Tasi zum President
Die erfahrene, unternehmerisch denkende und innovative Führungskraft wird das Unternehmen Steelcase leiten, während dieses auf seiner Führungsrolle im Designbereich, seinem Händlernetzwerk und seiner kundenorientierten Strategie aufbaut.
Experten fordern Änderungen an Social Media statt Verbot
Zahlreiche Experten und Kinderrechtsorganisation haben anstelle eines Social-Media-Verbots Änderungen an Plattformen wie Instagram, Tiktok und Youtube gefordert. "Kinder brauchen und verdienen sichere, altersgerechte digitale Dienste", schreiben 132 Organisationen und Forscher in einem offenen Brief vom Dienstag. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will in der kommenden Woche ihre Pläne für Altersbeschränkungen im Internet vorstellen.
Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen
Knapp fünf Jahre nach einem Bootsunglück auf dem Ärmelkanal mit 31 Toten hat in Paris der Prozess gegen 14 mutmaßliche Schleuser begonnen. Sie sind unter anderem der fahrlässigen Tötung angeklagt. Es handelte sich um den schlimmsten Unfall, seitdem Migranten versuchen, in Schlauchbooten den Ärmelkanal zu überqueren. Zudem gab es Vorwürfe wegen unterlassener Hilfeleistung gegen die französischen Behörden. Diese sind Gegenstand eines weiteren Verfahrens.