The National Times - Höchste Juni-Temperatur aller Zeiten in der Antarktis gemessen

Höchste Juni-Temperatur aller Zeiten in der Antarktis gemessen


Höchste Juni-Temperatur aller Zeiten in der Antarktis gemessen
Höchste Juni-Temperatur aller Zeiten in der Antarktis gemessen / Foto: © AFP/Archiv

In der Antarktis ist die höchste Juni-Temperatur aller Zeiten gemessen worden. Wie der nationale Wetterdienst von Argentinien am Donnerstag mitteilte, wurde an der Forschungsstation Esperanza Base am 6. Juni eine Temperatur von 15,4 Grad Celsius gemessen. So hoch sei das Thermometer in der Antarktis zuvor noch nie geklettert. Die Juni-Durchschnittstemperatur an der Esperanza-Station liegt den Angaben zufolge eigentlich bei minus 6,2 Grad.

Textgröße ändern:

Auch an anderen Forschungsstationen wurden den Angaben zufolge seit Beginn des Monats ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen. Der bisherige Juni-Rekordwert für die Antarktis stammt aus dem Jahr 1998. Damals wurden 13,3 Grad gemessen.

Angesichts der für die Jahreszeit vergleichsweise hohen Temperaturen schmilzt das Eis in der Antarktis derzeit laut Experten schneller als üblich.

F.Hughes--TNT

Empfohlen

US-Behörde: Folgenschweres Klimaphänomen El Niño bereits im Gange

Das seit Wochen prognostizierte Klimaphänomen El Niño ist nach Angaben der Nationalen Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) der USA bereits im Gange. Im Verlauf des vergangenen Monats hätten sich "El-Niño-Bedingungen entwickelt", wie unter anderem überdurchschnittliche Temperaturen an der Meeresoberfläche des Pazifik zeigten, heißt es in einer NOAA-Analyse von Donnerstag. Es bestehe nun "eine 63-prozentige Chance für einen sehr starken El Niño von November bis Januar" und damit für eine deutliche Zunahme von Extremwetterereignissen.

Linke prüft Klage gegen Heizungsgesetz

Die Fraktion der Linken im Bundestag prüft eine Klage gegen das neue Heizungsgesetz, über das am Donnerstag im Bundestag in erster Lesung beraten wird. Der Gesetzesentwurf der Regierung stelle einen "klimapolitischen Rückschritt" dar, erklärte die Fraktion in Berlin. Ihre Sprecherin für Klimagerechtigkeit, Violetta Bock, sagte AFP: "Wir werden nichts unversucht lassen, diesen verfassungswidrigen Fossilturbo zu verhindern. Dafür werden wir alle parlamentarischen und rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen."

Copernicus: Vorhersagen deuten zunehmend auf sehr starken El Niño in diesem Jahr hin

Wettervorhersagen weltweit deuten nach Angaben des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zunehmend darauf hin, dass das Wetterphänomen El Niño in diesem Jahr sehr stark ausfallen könnte. "Vom 1. Mai bis zum 1. Juni haben im Grunde alle Modelle ihre Prognosen nach oben korrigiert", sagte der Copernicus-Leiter Carlos Buontempo am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Dies spreche für ein "moderates bis starkes beziehungsweise wahrscheinlich starkes bis rekordverdächtiges Ereignis".

Hitze als neue Normalität: Vergangener Monat zweitwärmster Mai seit Beginn der Aufzeichnungen

Der vergangene Monat war global der zweitwärmste Mai seit Beginn der Aufzeichnungen. Nur der Mai 2024 sei wärmer gewesen, teilte das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus am Mittwoch nach Auswertung der entsprechenden Daten mit. Vor allem Europa habe im Mai eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle erlebt. Für den Kontinent würden Klima-Extreme zum neuen Normalzustand, konstatierten die Experten.

Textgröße ändern: