The National Times - Über 40 Grad: Japan verzeichnet fünften "grausam heißen Tag" in Folge

Über 40 Grad: Japan verzeichnet fünften "grausam heißen Tag" in Folge


Über 40 Grad: Japan verzeichnet fünften "grausam heißen Tag" in Folge
Über 40 Grad: Japan verzeichnet fünften "grausam heißen Tag" in Folge / Foto: © AFP

Japan hat am Samstag den fünften "grausam heißen Tag" in Folge verzeichnet. Sechs Städte im Zentrum des Landes hätten die Schwelle von 40 Grad überschritten, ab der es sich um einen "Kokushobi" - einen "grausam heißen Tag" - handelt, teilte der japanische Wetterdienst (JMA) mit. Der Begriff wurde angesichts der steigenden Temperaturen vom Wetterdienst offiziell geprägt, um die Bevölkerung vor extremer Hitze zu warnen.

Textgröße ändern:

Die aktuelle Hitzewelle sei die höchste Anzahl an aufeinanderfolgenden Tagen mit extrem hohen Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2010, berichteten der öffentlich-rechtliche Sender NHK und andere japanische Medien.

Auch wenn die Kategorisierung "grausam heißer Tag" keine automatischen Maßnahmen zur Folge hat, könne durch die Verwendung des Begriffs "wirksamer zur Vorsicht vor extrem hohen Temperaturen" aufgerufen werden, hatte der JMA im April erklärt.

In der vergangenen Woche hätten fast 11.000 Menschen eine medizinische Notfallversorgung in Anspruch genommen, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Bei 14 von ihnen konnte bei der Einlieferung nur noch der Tod festgestellt werden.

Die Bevölkerung müsse extreme Hitze als "Katastrophe" betrachten, forderte die Behörde. In Japan gibt es jedes Jahr etwa 1300 Todesfälle, die auf die Hitze zurückzuführen sind - Tokio will die Zahl bis 2030 halbieren.

Japan hatte im vergangenen Jahr den heißesten Sommer aller Zeiten verzeichnet. Die Höchsttemperatur betrug 41,8 Grad und wurden am 5. August 2025 in Isesaki nördlich von Tokio gemessen.

Experten zufolge führt der menschengemachte Klimawandel zu immer häufigeren und extremeren Hitzewellen in Japan und anderen Ländern.

A.Wood--TNT

Empfohlen

SPD-Ministerien legen Aktionsplan gegen Hitze vor - Union verlangt Präzisierung

Die massiven Hitzewellen dieses Sommers beschäftigen die Bundespolitik: Die SPD-geführten Ministerien legten am Sonntag einen gemeinsamen Aktionsplan zum Hitzeschutz vor - und forderten eine Grundgesetzänderung noch vor der nächsten Bundestagswahl, um eine "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" in der Verfassung zu verankern. Der Koalitionspartner Union reagierte skeptisch und forderte die SPD auf, ihre Vorstellungen für eine Grundgesetzänderung zu präzisieren. Die Grünen zeigten sich bereit, eine solche Änderung zu unterstützen.

Hitzeschutz im Grundgesetz: CDU fordert von SPD Klärung offener Fragen

Nach dem Vorstoß der SPD-Kabinettsmitglieder für eine Verankerung des Hitzeschutzes im Grundgesetz sieht die Unionsfraktion im Bundestag noch erheblichen Klärungsbedarf. "Ob eine Grundgesetzänderung dafür sinnvoll ist, kann erst ein konkreter Vorschlag zeigen", erklärte der für Umwelt und Klimaschutz zuständige Unionsfraktionsvize Klaus Mack (CDU) am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Mack forderte die SPD auf, offene Fragen zu klären und ihren Vorschlag zu präzisieren: Eine Verfassungsänderung müsse einen "Mehrwert" bringen, sonst sei sie nicht sinnvoll.

SPD-Minister legen Aktionsplan gegen Hitze vor - Beharren auf Verfassungsänderung

Die Bundesministerinnen und -minister der SPD haben einen gemeinsamen Aktionsplan zum Hitzeschutz vorgelegt - und setzen damit den Koalitionspartner Union unter Druck. Das Programm, das der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag, sieht unter anderem einen nationalen Hitzeaktionsplan, Änderungen im Bauplanungsrecht und den Schutz von Beschäftigten gegen extreme Temperaturen vor. Zudem stellen sich die fünf SPD-Kabinettsmitglieder hinter die Forderung, noch in dieser Legislaturperiode die "Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz" im Grundgesetz zu verankern - die Union sieht dies bislang skeptisch.

Menschen in Waldbrandgebiet in der Eifel können nach Evakuierung in ihre Häuser zurückkehren

Nach der Evakuierung einer Ortschaft im Waldbrandgebiet in der Eifel können die rund 1800 betroffenen Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Lage rund um den Ortsteil Gey in Hürtgenwald habe sich "so weit entspannt, dass die Menschen heimkehren können", hieß es am Samstagabend auf der Website des Kreises Düren. Eine Gefahr durch den Waldbrand bestehe für den Ortsteil derzeit nicht mehr.

Textgröße ändern: