The National Times - Hitze als neue Normalität: Vergangener Monat zweitwärmster Mai seit Beginn der Aufzeichnungen

Hitze als neue Normalität: Vergangener Monat zweitwärmster Mai seit Beginn der Aufzeichnungen


Hitze als neue Normalität: Vergangener Monat zweitwärmster Mai seit Beginn der Aufzeichnungen
Hitze als neue Normalität: Vergangener Monat zweitwärmster Mai seit Beginn der Aufzeichnungen / Foto: © AFP/Archiv

Der vergangene Monat war global der zweitwärmste Mai seit Beginn der Aufzeichnungen. Nur der Mai 2024 sei wärmer gewesen, teilte das EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus am Mittwoch nach Auswertung der entsprechenden Daten mit. Vor allem Europa habe im Mai eine ungewöhnlich frühe Hitzewelle erlebt. Für den Kontinent würden Klima-Extreme zum neuen Normalzustand, konstatierten die Experten.

Textgröße ändern:

Im vergangenen Monat wurden in Großbritannien, Frankreich, Irland und Portugal Mai-Temperaturrekorde gebrochen, als heiße Luft aus Nordafrika die Temperaturen in ganz Westeuropa weit über das übliche Maß steigen ließ. "Der Monat war geprägt von einem raschen Übergang von deutlich kühleren Bedingungen als im Durchschnitt hin zu einer der heftigsten Hitzewellen, die jemals so früh im Jahr in Westeuropa beobachtet wurden", erklärte Copernicus. Die gefühlten Temperaturen hätten zwischen 35 und 40 Grad gelegen.

Dies sei geschehen "im Rahmen der schnellen Erwärmung in Europa und der Langzeit-Tendenz zu häufigeren, intensiveren und früheren Hitzewellen", hieß es in dem Monatsbericht von Copernicus weiter. Die "ungewöhnlich frühe und intensive Hitzewelle" im Mai zeige, "wie schnell Klimaextreme zur neuen Normalität werden", fügte Copernicus-Klimaexpertin Samantha Burgess hinzu.

In den kommenden Monaten ist außerdem durch das Wetterphänomen El Niño global eine zusätzliche Erwärmung zu erwarten. Wie die Weltmeteorologieorganisation (WMO) vergangene Woche mitteilte, besteht eine 80-prozentige Chance, dass dieses Wetterphänomen dieses Jahr zwischen Juni und August auftritt und das Risiko für Extremwetterereignisse in verschiedenen Weltregionen erhöht. Der bisher letzte El Niño trug dazu bei, dass 2023 global das zweitheißeste Jahr und 2024 das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen waren.

Lewis--TNT

Empfohlen

Taifun "Noul" trifft in China auf Land

Der Taifun "Noul" ist am frühen Sonntagmorgen an der südlichen Küste Chinas auf Land getroffen. Der bislang heftigste Sturm, der das Land in diesem Jahr getroffen hat, erreichte das Festland nahe der Stadt Pinghai in der Provinz Guangdong, etwa 80 Kilometer nordöstlich der Finanzmetropole Hongkong, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete. Die Windgeschwindigkeiten betrugen bis zu 162 Stundenkilometer.

Warnstufe Rot: 340.000 Menschen in China wegen Taifun "Noul" in Sicherheit gebracht

Wegen des sich nähernden Taifuns "Noul" haben die chinesischen Behörden im Süden der Volksrepublik mehr als 340.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Behörden riefen am Samstagabend die höchste Taifunwarnstufe Rot aus. "Noul" sollte am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 173 Stundenkilometern in der Provinz Guangdong zwischen den Städten Shenzhen und Haifeng an Land treffen.

Über 40 Grad: Japan verzeichnet fünften "grausam heißen Tag" in Folge

Japan hat am Samstag den fünften "grausam heißen Tag" in Folge verzeichnet. Sechs Städte im Zentrum des Landes hätten die Schwelle von 40 Grad überschritten, ab der es sich um einen "Kokushobi" - einen "grausam heißen Tag" - handelt, teilte der japanische Wetterdienst (JMA) mit. Der Begriff wurde angesichts der steigenden Temperaturen vom Wetterdienst offiziell geprägt, um die Bevölkerung vor extremer Hitze zu warnen.

Brände in Frankreich und Spanien: Rund 270.000 Menschen von Evakuierungen betroffen

Die beispiellosen Waldbrände in Frankreich und Spanien haben nach offiziellen Angaben bis Samstag rund 270.000 Menschen in die Flucht getrieben. In Südwestfrankreich brannte im Département Gironde bislang eine Fläche von der vierfachen Größe der Hauptstadt Paris ab, wie Innenminister Laurent Nuñez sagte. in Spanien gab es bei dem Brand nahe Madrid trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung. In beiden Ländern waren weiter hunderte Feuerwehrleute im Einsatz.

Textgröße ändern: