The National Times - Hitze-Rekorde in Portugal und Frankreich - Höchste Warnstufe in Rom

Hitze-Rekorde in Portugal und Frankreich - Höchste Warnstufe in Rom


Hitze-Rekorde in Portugal und Frankreich - Höchste Warnstufe in Rom
Hitze-Rekorde in Portugal und Frankreich - Höchste Warnstufe in Rom / Foto: © AFP

Neue Temperaturrekorde in Portugal und Frankreich: In der ungewöhnlich frühen Hitzewelle in Westeuropa ist das Thermometer im portugiesischen Mora nach offiziellen Angaben vom Donnerstag auf 40,3 Grad Celsius gestiegen - so warm war es dort im Mai noch nie. Im französischen Angoulême wurden 37,8 Grad Celsius erreicht. Italien rief unter anderem für die Hauptstadt Rom die höchste Hitzewarnstufe aus. Spanien gab Hitzewarnungen für Freitag aus.

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In Mora in Zentralportugal wurde nach Angaben der Wetterbehörde am Mittwoch der bisherige Höchstwert für einen Tag im Mai geknackt. 2001 waren dort 40 Grad Celsius erreicht worden. Die Hitze dürfte "mit hoher Wahrscheinlichkeit" bis in den Juni anhalten, erklärte der Wetterdienst.

Im südwestfranzösischen Angoulême wurden die gerade erst am Montag und Dienstag neu aufgestellten Temperaturrekorde für Mai gebrochen, wie Météo France am Abend aufgrund vorläufiger Zahlen mitteilte.

Eine Grundschule mit einfach verglastem Glasdach im Südwesten Frankreichs stellte nach dem Anstieg der Temperatur auf 53 Grad Celsius im Gebäudeinneren den Nachmittagsunterricht ein. "Ein Kind ist ohnmächtig geworden, und mehrere haben sich erbrochen", sagte der Schulbeauftragte von Soustons, Florian Deygas.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Temperaturen in der Schule unerträgliche Werte erreicht. Auch am Freitag sollte der Unterricht ab 12.00 Uhr mittags ausfallen. Die Stadt ließ auf dem Schulhof Wassersprüher aufstellen und gab den betroffenen Familien kostenlosen Zugang zum Freibad.

In Frankreich liegen die Temperaturen derzeit um bis zu 15 Grad über den für die Jahreszeit üblichen Temperaturen. Die zweithöchste Warnstufe wurde am Donnerstag auf den Großraum Paris ausgeweitet und gilt nun für 17 Départements, vor allem im Westen. In der Hauptstadt wurden Temperaturen von bis zu 34 Grad Celsius erwartet, wie der Wetterdienst mitteilte. Die Polizei schritt ein, um Jugendliche davon abzuhalten, von einer Brücke in den Canal Saint-Martin zu springen, um sich abzukühlen. Im Süden des Landes könnte das Thermometer auf 39 Grad steigen.

Die Regierung in Paris berief eine Krisensitzung ein. Sie steht in der Kritik, die Bevölkerung nicht ausreichend auf die immer häufigeren und schlimmeren Hitzeperioden vorzubereiten.

Italien rief angesichts der für die Jahreszeit ungewöhnlichen Hitzewelle die höchste Hitzewarnung für Rom und drei Städte im Norden aus. In Turin wurden bis zu 33 Grad Celsius erwartet, in Florenz und Bologna 32 Grad Celsius, diese Temperatur wurde auch in Rom erreicht.

Die höchste Warnstufe wird in Italien ausgelöst, wenn hohe Temperaturen und besondere Wetterbedingungen drei Tage in Folge oder länger anhalten. Bei dieser Stufe - Stufe drei - wird vor möglichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit auch von gesunden und aktiven Menschen gewarnt.

In Spanien gab der nationale Wetterdienst Aemet für Freitag Hitzewarnungen für Regionen im Nordosten und Norden aus. Dort wurden Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius erwartet. Die Temperaturen in ganz Spanien seien für die Jahreszeit "außergewöhnlich hoch" und würden normalerweise erst im Sommer erreicht, erklärte der Wetterdienst.

Auch in Großbritannien waren seit Wochenbeginn neue Mai-Hitzerekorde verzeichnet worden. Dort wurden vorerst keine neuen Temperaturhöchstwerte erwartet.

Ursache für die ungewöhnlich frühe Hitzewelle in weiten Teilen Westeuropas ist nach Angaben von Experten aus Nordafrika eingeströmte warme Luft, die unter einer Hitzeglocke festgehalten wird. Häufiger auftretende und stärkere Hitzeperioden sind laut Wissenschaftlern eine Folge des menschengemachten Klimawandels.

A.Wood--TNT

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