The National Times - Schneller und präziser Wetter vorhersagen: KI verbessert DWD-Prognosen

Schneller und präziser Wetter vorhersagen: KI verbessert DWD-Prognosen


Schneller und präziser Wetter vorhersagen: KI verbessert DWD-Prognosen
Schneller und präziser Wetter vorhersagen: KI verbessert DWD-Prognosen / Foto: © AFP/Archiv

Die Wettervorhersagen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) werden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) künftig schneller und präziser. Ein neues Vorhersagemodell namens Aicon verbessert vor allem die Prognosen von Temperatur, Wind und Niederschlag, wie der DWD am Montag in Offenbach mitteilte.

Textgröße ändern:

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erklärte, das neue KI-basierte Vorhersagemodell sei ein "echter Meilenstein". "Aicon liefert Prognosen im Dreistundentakt – das ist doppelt so häufig im Vergleich zu anderen globalen Wettervorhersagemodellen", betonte Schnieder zum Start des Systems in Offenbach. Das schaffe zum Beispiel bei Unwettern oder Starkregen wertvolle Zeit für Schutzmaßnahmen.

Künftig sollen unter anderem auch KI-gestützte Vorhersagen zur Temperatur von Straßenbelag möglich sein. Dies soll im Winter zu mehr Sicherheit auf den Autobahnen beitragen.

Das Vorhersagemodell basiert demnach auf einem DWD-eigenen Datensatz, für den 15 Jahre Wetter auf der ganzen Erde in 13 Kilometern räumlicher Auflösung und dreistündigem zeitlichen Raster mit dem bereits etablierten Vorhersagesystem analysiert wurden. Da die KI mehr Rechenkapazitäten benötigt, stellte das Bundesverkehrsministerium Investitionsmittel für einen neuen Hochleistungsrechner bereit.

Der DWD ist einer von 15 globalen Knotenpunkten im internationalen Datenaustausch der Wetterdienste. Insgesamt gehen täglich große Datenmengen zum Zustand der Atmosphäre in Offenbach ein.

O.Nicholson--TNT

Empfohlen

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Studie: In vielen Weltregionen droht zunehmende Kombination aus Hitze und Dürren

Vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen treiben das gemeinsame Auftreten von Hitzewellen und Dürren an. "Wenn sich an der derzeitigen Klimapolitik nichts ändert, könnte fast ein Drittel der Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts häufigeren und schwereren Hitze-Dürre-Bedingungen ausgesetzt sein", erklärte die Expertin Di Cai vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven am Dienstag. Das wären fast 2,6 Milliarden Menschen.

Klimaerwärmung in Deutschland: Steigende Temperaturen vor allem in Süden und Osten

Die Klimaerwärmung wird nach Experteneinschätzung zum Ende des Jahrhunderts mutmaßlich insbesondere in Süd- und Ostdeutschland zu steigenden Temperaturen führen. Konkret könne dies dort "eine Zunahme von Hitzewellen, Tropennächten und generell der Hitzebelastung" während der Sommermonate bedeuten, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Offenbach anlässlich seiner jährlichen Klimapressekonferenz mit.

März war außergewöhnlich sonnig und sehr mild

Der März war in Deutschland außergewöhnlich sonnig, sehr mild und niederschlagsarm. Insbesondere in der ersten Monatshälfte war es so mild wie typischerweise Mitte April, das Monatsende fiel hingegen spätwinterlich aus, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag mitteilte.

Textgröße ändern: