The National Times - Feuerwehrmann in Spanien bei Einsatz gegen Waldbrand gestorben

Feuerwehrmann in Spanien bei Einsatz gegen Waldbrand gestorben


Feuerwehrmann in Spanien bei Einsatz gegen Waldbrand gestorben
Feuerwehrmann in Spanien bei Einsatz gegen Waldbrand gestorben / Foto: © AFP/Archiv

Inmitten der extremen Hitzewelle mit zahlreichen Waldbränden in Südeuropa ist ein spanischer Feuerwehrmann bei einem Einsatz gestorben. Er habe einen Waldbrand bei Losacio im Nordwesten des Landes bekämpft, teilten die Behörden in der Nacht zu Montag mit. Spanien leidet seit einer Woche unter einer massiven Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 44 Grad. Auch in Frankreich und Großbritannien sind für Montag Rekordtemperaturen vorausgesagt.

Textgröße ändern:

In Frankreich gilt am Montag für 15 von 101 Départements die rote Warnstufe für Hitzewelle. Betroffen ist vor allem die Atlantikküste, erstmals auch die Bretagne. Es könnte einer der heißesten Tage in der Geschichte des Landes werden. In der Hälfte Frankreichs werden Höchsttemperaturen zwischen 38 und 40 Grad erwartet.

Die seit Tagen wütenden Waldbrände sind noch immer nicht gelöscht. Südlich von Bordeaux am Bassin d'Arcachon sind bereits 15.000 Hektar abgebrannt, vor allem Pininenwälder. Im Ort Teste-de-Buch gelangte das Feuer bis zum Atlantikstrand. Südlich der Dune du Pilat, einem beliebten Reiseziel, waren immense Rauchwolken zu sehen. Etwa 16.200 Urlauber mussten seit Dienstag Campingplätze und Unterkünfte verlassen.

In der Region sind mittlerweile 1700 Feuerwehrleute im Einsatz. Das Innenministerium kündigte am Sonntagabend an, die Zahl der Löschflugzeuge von sechs auf neun aufzustocken.

In Großbritannien könnte Anfang dieser Woche erstmals überhaupt die 40-Grad-Marke übersprungen werden. Die Behörden riefen zum ersten Mal in der Geschichte die Hitze-Alarmstufe Rot aus. Die bisherige Höchsttemperatur des Landes war 2019 mit 38,7 Grad erreicht worden.

Führende britische Regierungsmitglieder sahen darin kein Anlass zur Sorge. Premierminister Boris Johnson schwänzte eine Krisensitzung zu dem Thema, sein Stellvertreter Dominic Raab rief dazu auf, den Sonnenschein zu "genießen".

In der Nähe von Madrid war am Sonntag ein 50 Jahre alter Mann auf offener Straße an einem Hitzschlag gestorben. Seine Körpertemperatur war auf 40 Grad gestiegen. Am Vortag war bereits ein Angestellter der Straßenmeisterei an einem Hitzschlag gestorben.

Wissenschaftlern zufolge nehmen Extremwetterereignisse wie Hitzewellen wegen des Klimawandels an Intensität und Häufigkeit zu.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Mindestens drei Tote durch Hurrikan "Isaias" in Florida und Alabama

Durch Hurrikan "Isaias" sind in den USA mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Zwei von ihnen wurden in der Nähe von Pensacola im US-Bundesstaat Florida und in Birmingham in Alabama von umstürzenden Bäumen erschlagen, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Der heftige Wind deckte auch Dächer ab und riss Strommasten um. Laut der Webseite Poweroutage waren am Samstag noch mehr als 600.000 Haushalte ohne Strom.

Tödliche Überflutungen: Brasiliens Staatsanwaltschaft verklagt Shell auf Schadenersatz

Im Zusammenhang mit tödlichen Überflutungen im Jahr 2024 fordert Brasiliens Staatsanwaltschaft von einer Tochterfirma des Ölriesen Shell knapp 100 Millionen Euro Schadenersatz. Die Forderung gegenüber Shell Brasil errechne sich aus der Mitverantwortung des Mutterkonzerns an der Erderwärmung, legte die Staatsanwaltschaft in einem Gerichtsdokument dar, das die Nachrichtenagentur AFP am Freitag einsehen konnte. Demnach gehen zwei Prozent der historischen Treibhausgasemissionen weltweit auf Kosten von Shell.

Wichtige Delegierte der COP31-Vorverhandlungen zu Besuch in Pazifikstaat Tuvalu eingetroffen

Hochrangige Teilnehmer der Vorverhandlungen zum bevorstehenden UN-Klimagipfel in der Türkei sind zu einem Besuch im besonders vom Klimawandel betroffenen Pazifikstaat Tuvalu eingetroffen. Die Visite am Dienstag fand am Rande eines von den Fidschi-Inseln ausgerichteten Treffens einen Monat vor der COP31 statt. Unter den 14 Delegierten, die am Dienstagmorgen in Tuvalus Hauptstadt Funafuti eintrafen, waren Australiens Premierminister Anthony Albanese und mehrere Staats- und Regierungschefs aus dem Pazifikraum.

Wadephul hält Rede bei Klima- und Sicherheitskonferenz in Berlin

Im Auswärtigen Amt findet am Dienstag eine Konferenz zu den Auswirkungen des Klimawandels auf den Frieden und die Sicherheit statt. Zu der Berlin Climate and Security Conference werden rund 250 internationale Akteure erwartet, unter ihnen Wissenschaftler sowie Vertreter besonders betroffener Länder und internationaler Organisationen wie der UNO und der EU. Für 10.15 Uhr ist eine Rede von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) geplant.

Textgröße ändern: