The National Times - Politiker fordern wegen anhaltender Trockenheit effizienteren Umgang mit Wasser

Politiker fordern wegen anhaltender Trockenheit effizienteren Umgang mit Wasser


Politiker fordern wegen anhaltender Trockenheit effizienteren Umgang mit Wasser
Politiker fordern wegen anhaltender Trockenheit effizienteren Umgang mit Wasser / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der anhaltenden Trockenheit haben Politiker einen effizienteren Umgang mit Wasser angemahnt. Aus Sicht des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) braucht es deutschlandweit mehr Anstrengungen, Wasser besser im Kreislauf zu halten, um damit den Verbrauch zu senken. "Heute leiten wir einen Großteil unseres geklärten Abwassers in Flüsse ab, das dann in Richtung Nord- und Ostsee abfließt", sagte Woidke dem "Handelsblatt". "Dabei müssten wir es eigentlich in der Region halten."

Textgröße ändern:

Auch der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) mahnte zu einem grundsätzlichen "Umdenken bei der Frage, wie wir künftig mit der kostbaren Ressource Wasser umgehen". Er forderte eine Abkehr von Entwässerung und Ableitung hin zu Speicherung, Mehrfachnutzung und einer besseren Verteilung des Wassers.

Dies erfordere umfassende Investitionen. "Die Folgen des Klimawandels werden uns als Volkswirtschaft viele Milliarden kosten", sagte Lies. Dass in einigen Regionen Deutschlands seit Wochen die Niederschläge fehlten, gehöre zu den kurzfristigen Folgen der Klimaveränderungen. In Zukunft werde aber der Wasserbedarf etwa der Landwirtschaft "essentiell steigen".

T.Allen--TNT

Empfohlen

Petersberger Klimadialog berät über Energiewende und Klimafinanzierung

Zum Petersberger Klimadialog werden ab Dienstagmorgen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 30 Staaten in Berlin erwartet. Die Beratungen dienen der Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die von der Türkei in Zusammenarbeit mit Australien ausgerichtet wird. Am Mittwoch wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rahmen des High-Level-Segments des Klimadialogs sprechen.

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Studie: In vielen Weltregionen droht zunehmende Kombination aus Hitze und Dürren

Vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen treiben das gemeinsame Auftreten von Hitzewellen und Dürren an. "Wenn sich an der derzeitigen Klimapolitik nichts ändert, könnte fast ein Drittel der Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts häufigeren und schwereren Hitze-Dürre-Bedingungen ausgesetzt sein", erklärte die Expertin Di Cai vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven am Dienstag. Das wären fast 2,6 Milliarden Menschen.

Klimaerwärmung in Deutschland: Steigende Temperaturen vor allem in Süden und Osten

Die Klimaerwärmung wird nach Experteneinschätzung zum Ende des Jahrhunderts mutmaßlich insbesondere in Süd- und Ostdeutschland zu steigenden Temperaturen führen. Konkret könne dies dort "eine Zunahme von Hitzewellen, Tropennächten und generell der Hitzebelastung" während der Sommermonate bedeuten, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Offenbach anlässlich seiner jährlichen Klimapressekonferenz mit.

Textgröße ändern: