The National Times - Hitzewelle in Europa: Zwei Tote bei Waldbränden

Hitzewelle in Europa: Zwei Tote bei Waldbränden


Hitzewelle in Europa: Zwei Tote bei Waldbränden
Hitzewelle in Europa: Zwei Tote bei Waldbränden / Foto: © UME/AFP

Durch die Hitzewelle in weiten Teilen Europas und verheerende Waldbrände sind erneut zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei einem Brand nahe der spanischen Hauptstadt Madrid starb ein Mensch, bei der Bekämpfung eines Brandes in Montenegro kam zudem am Dienstag ein Soldat ums Leben. Auch in Deutschland, Frankreich, Portugal und weiteren Balkanländern gab es Hitzewarnungen, teilweise wurden Temperaturen von mehr als 40 Grad erreicht. Griechenland bat die Europäische Union (EU) um Hilfe bei der Bekämpfung der mehr als hundert Waldbrände im Land.

Textgröße ändern:

In Spanien ließ die Hitzewelle die Waldbrandgefahr in mehreren Teilen des Landes massiv in die Höhe schnellen. Bei einem Brand nahe Madrid erlitt ein Mann nach Behördenangaben schwere Verbrennungen, als sich die Flammen im Madrider Vorort Tres Cantos infolge heftiger Winde von bis zu 70 Kilometer pro Stunde schnell ausbreiteten. Er erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte im Onlinedienst X, dass die Einsatzkräfte "unermüdlich daran arbeiten, die Brände zu löschen". Spanien sei "einem extremen Risiko von Waldbränden ausgesetzt", fuhr er fort und rief zur Vorsicht auf.

Im benachbarten Portugal kämpften die Feuerwehrleute gegen drei große Waldbrände. In Frankreich wurden am Dienstag laut dem französischen Wetterdienst Météo-France in mindestens fünf Gemeinden neue Hitzerekorde verzeichnet, teilweise stieg das Thermometer über 42 Grad.

Auch Italien blieb von der Hitzewelle nicht verschont: In elf Städten, darunter Rom und Mailand, wurde aufgrund der Hitze die Alarmstufe rot ausgerufen.

In Deutschland galten am Dienstag großflächige Hitzewarnungen. Nur Teile Nord- und Ostdeutschlands waren ausgenommen. In den kommenden Tagen sollen bei teilweise schwülwarmer Witterung regional bis zu 38 Grad erreicht werden, nur direkt an den Küsten soll es laut Deutschem Wetterdienst kühler bleiben.

Das von Dürre und starken Winden geplagte Griechenland bat die EU am Dienstag um Unterstützung bei der Bekämpfung von mehr als hundert Waldbränden. Angesichts der sich verschärfenden Situation habe das Land vier Löschflugzeuge aus dem Katastrophenschutzmechanismus der EU angefordert, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die gefährlichsten neuen Brände befinden sich ihm zufolge auf der beliebten Insel Zakynthos und in Teilen Westgriechenlands.

Auch auf dem Balkan kämpften hunderte Einsatzkräfte gegen Waldbrände: Am Montag waren in Albanien knapp 40 Feuer ausgebrochen. Im benachbarten Montenegro verteidigten Einsatzkräfte Dutzende Häuser am Rande der Hauptstadt Podgorica gegen die Flammen.

Nördlich von Podgorica kam ein Soldat ums Leben, als sich ein zur Bekämpfung eines Brandes eingesetzter Panzer in den Bergen überschlug. Ein weiterer Soldat wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums verletzt.

In Serbien, Bosnien und Kroatien werden in dieser Woche teils mehr als 40 Grad Celsius erwartet. Der Kosovo verzeichnete Extremtemperaturen: In der Stadt Klina wurde mit 42,4 Grad die höchste gemessene Temperatur des Landes seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1987 bestätigt. Der vergangene Monat gilt nach Angaben des Meteorologischen Instituts als heißester Juli seit Messbeginn. Die Temperaturen seien "in der Klimageschichte des Landes beispiellos", erklärte das Institut.

Nach Ansicht des Meteorologen Akshays Deoras von der britischen Universität Reading ist die gegenwärtige Hitzewelle "nicht verwunderlich": Sie werde durch eine Hitzeglocke verursacht, die über Europa liege, sagte der Meteorologe der Nachrichtenagentur AFP. "Aufgrund des Klimawandels leben wir heute in einer deutlich wärmeren Welt, und diese Tatsache erhöht sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität von Hitzewellen."

Wissenschaftler warnen, dass durch den menschengemachten Klimawandel die Häufigkeit und die Intensität von Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen weiter zunehmen werden.

S.Cooper--TNT

Empfohlen

Spahn und Miersch: Gespräche über Heizungsgesetz werden fortgesetzt

Union und SPD sehen sich beim neuen Heizungsgesetz auf der Zielgeraden: Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) und SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sagten am Dienstag, die Gespräche über das Gesetz würden am Dienstag fortgesetzt. "Es kann schnell gehen, es kann auch noch ein, zwei, drei Tage länger dauern", sagte Spahn vor Beginn einer Unions-Fraktionssitzung. Miersch bestätigte, heute werde "noch eine Runde" folgen.

Schneesturm trifft US-Ostküste - New Yorks Bürgermeister lässt Verkehr sperren

Ein heftiger Schneesturm hat die US-Ostküste erreicht und die Metropole New York zum Stillstand gebracht. Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani erließ am Sonntag einen vorübergehenden Verkehrsstopp bis Montagmittag. Der Nationale Wetterdienst (NWS) warnte vor "extrem gefährlichen" Fahrbedingungen. Im benachbarten Bundesstaat New Jersey waren nahezu 23.000 Haushalte und Unternehmen von Stromausfällen betroffen.

Spahn und Miersch zuversichtlich: Eckpunkte für neues Heizungsgesetz in kommender Woche

Nach monatelangem Ringen könnten Union und SPD in der kommenden Woche nach Angaben ihrer Fraktionsvorsitzenden die Eckpunkte für eine Reform des Heizungsgesetzes vorlegen. Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) sagte am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", "wir sind zuversichtlich, das wir auch nächste Woche was vorlegen können". SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fügte hinzu, er sei "guten Mutes, dass wir die Eckpunkte diese Woche präsentieren können".

Wetterdienst erwartet "sonnigen Frühling" ab Mitte der Woche

Nach drei regnerischen Tagen bis einschließlich Dienstag erwartet der Deutsche Wetterdienst ab Mittwoch einen "sonnigen Frühling". Dann sollen die Temperaturen einen "Satz nach oben machen", wie der Wetterdienst am Sonntag in Offenbach ankündigte. Höchstwerte von 13 bis 20 Grad werden erwartet, am wärmsten wird es im Westen und Südwesten.

Textgröße ändern: