The National Times - Am Mittwoch voraussichtlich bis zu 40 Grad: Hitzewelle erreicht Deutschland

Am Mittwoch voraussichtlich bis zu 40 Grad: Hitzewelle erreicht Deutschland


Am Mittwoch voraussichtlich bis zu 40 Grad: Hitzewelle erreicht Deutschland
Am Mittwoch voraussichtlich bis zu 40 Grad: Hitzewelle erreicht Deutschland / Foto: © AFP/Archiv

Eine Hitzewelle wird die Temperaturen in Deutschland zur Wochenmitte bis auf 40 Grad Celsius steigen lassen. Der Mittwoch werde "der bisher heißeste Tag des Sommers", erklärte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach. Dann würden voraussichtlich verbreitet 34 bis 38 Grad erreicht, örtlich bis 40 Grad. Höchsttemperaturen unter 30 Grad werde es nur am Meer und im höheren Bergland geben.

Textgröße ändern:

Bereits seit Montag sorgt der Zustrom heißer Luftmassen nach Deutschland für hohe Temperaturen. Nach Angaben des DWD steigt die Wärmebelastung zunächst im Westen und Südwesten und dehnt sich in den folgenden Tagen weiter in Richtung Nordosten aus, wobei sie sich weiter erhöht. In vielen Regionen galten schon am Montag Hitzewarnungen des Wetterdiensts. Auch die Waldbrandgefahr steigt.

Schon am Dienstag werden demnach bei anhaltendem Sonnenschein von 31 bis 38 Grad erreicht, wobei die Höchsttemperaturen wiederum in der Mitte und im Südwesten zu erwarten sind. Dort sei mit einer "extremen Wärmebelastung" zu rechnen, mahnte der Wetterdienst. Begleitet wird die Hitze ab Montagabend teils von Hitzegewittern mit Unwetterpotenzial. Örtlich sind Starkregenfälle möglich.

Der Juli knüpft damit nahtlos an den Juni an. Dieser war der ebenfalls am Montag vorlegten vorläufigen Monatsbilanz des DWD zufolge außergewöhnlich warm und viel zu trocken. Die Durchschnittstemperatur lag mit 18,5 Grad um 3,1 Grad über dem langjährigen Vergleichsmittelwert. Außerdem fielen nur 61 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - annähernd ein Drittel weniger als üblich.

Nach Angaben des Wetterdiensts reiht sich der diesjährige Juni damit in eine seit 15 Jahren andauernde Reihe ein: Bereits seit 2010 ist demnach jeder Juni hierzulande zu warm. Als Vergleichsmaßstab dient der Mittelwert der weltweit von Experten genutzten Referenzperiode 1961 bis 1990, der bei 15,4 Grad liegt.

Insbesondere der Südwesten der Bundesrepublik sei "ein Wärmehotspot" gewesen, berichtete der DWD. Dort habe die Durchschnittstemperatur im Juni um mehr als vier Grad über dem Referenzwert des Vergleichszeitraums 1961-1990 gelegen. Am Oberrhein gab es demnach mehr als zehn Tage mit Temperaturen von über 30 Grad.

Zugleich hielt die seit Februar anhaltende massive Trockenheit im Juni weiter an. Es sei schon der fünfte Monat in Folge mit zu wenig Niederschlag gewesen, hieß es. Im ersten Halbjahr 2025 fielen bundesweit im Schnitt nur 260 Liter Niederschlag je Quadratmeter. Laut Referenzperiode sind etwa 380 Liter normal.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Petersberger Klimadialog berät über Energiewende und Klimafinanzierung

Zum Petersberger Klimadialog werden ab Dienstagmorgen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 30 Staaten in Berlin erwartet. Die Beratungen dienen der Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die von der Türkei in Zusammenarbeit mit Australien ausgerichtet wird. Am Mittwoch wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rahmen des High-Level-Segments des Klimadialogs sprechen.

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Studie: In vielen Weltregionen droht zunehmende Kombination aus Hitze und Dürren

Vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen treiben das gemeinsame Auftreten von Hitzewellen und Dürren an. "Wenn sich an der derzeitigen Klimapolitik nichts ändert, könnte fast ein Drittel der Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts häufigeren und schwereren Hitze-Dürre-Bedingungen ausgesetzt sein", erklärte die Expertin Di Cai vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven am Dienstag. Das wären fast 2,6 Milliarden Menschen.

Klimaerwärmung in Deutschland: Steigende Temperaturen vor allem in Süden und Osten

Die Klimaerwärmung wird nach Experteneinschätzung zum Ende des Jahrhunderts mutmaßlich insbesondere in Süd- und Ostdeutschland zu steigenden Temperaturen führen. Konkret könne dies dort "eine Zunahme von Hitzewellen, Tropennächten und generell der Hitzebelastung" während der Sommermonate bedeuten, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Offenbach anlässlich seiner jährlichen Klimapressekonferenz mit.

Textgröße ändern: