The National Times - 2100 Euro Geldstrafe für Klimaaktivist wegen Farbattacke auf Hamburger Rathaus

2100 Euro Geldstrafe für Klimaaktivist wegen Farbattacke auf Hamburger Rathaus


2100 Euro Geldstrafe für Klimaaktivist wegen Farbattacke auf Hamburger Rathaus
2100 Euro Geldstrafe für Klimaaktivist wegen Farbattacke auf Hamburger Rathaus / Foto: © AFP/Archiv

Wegen einer Farbattacke auf das Hamburger Rathaus ist ein Klimaaktivist am Montag zu einer Geldstrafe von 2100 Euro verurteilt worden. Ein Amtsgericht sprach den Mann nach Angaben einer Gerichtssprecherin der gemeinschädlichen Sachbeschädigung schuldig. Dieser gestand die Tat vom März 2023 demnach. Gemeinsam mit einem weiteren Aktivisten hatte der Angeklagte mit einem Feuerlöscher orangene Farbe auf den Eingang und die Fassade des Hamburger Rathauses gesprüht.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Gerichtssprecherin übernahm der wegen Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit Klimaprotesten bereits vorbestrafte Beschuldigte vor Gericht die Verantwortung. Er sei sich im Nachhinein aber nicht sicher, ob die Aktion der richtige Weg für Protest gewesen sei, sagte er demnach.

Der Vorsitzende Richter äußerte laut Gerichtsangaben Verständnis für die Motivation des Angeklagten. Gleichwohl sei dieser zu verurteilen, betonte er. Die Attacke sei ein falsches Mittel und nicht geeignet, dem Klimawandel zu begegnen.

Zu der Hauptverhandlung kam es, weil der Mann Einspruch gegen einen Strafbefehl mit einer etwas niedrigeren Geldstrafe eingelegt hatte. Dieser war in Abwesenheit verhängt worden, nachdem er nicht vor Gericht erschienen war.

A.M.Murray--TNT

Empfohlen

Petersberger Klimadialog berät über Energiewende und Klimafinanzierung

Zum Petersberger Klimadialog werden ab Dienstagmorgen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 30 Staaten in Berlin erwartet. Die Beratungen dienen der Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die von der Türkei in Zusammenarbeit mit Australien ausgerichtet wird. Am Mittwoch wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rahmen des High-Level-Segments des Klimadialogs sprechen.

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Studie: In vielen Weltregionen droht zunehmende Kombination aus Hitze und Dürren

Vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen treiben das gemeinsame Auftreten von Hitzewellen und Dürren an. "Wenn sich an der derzeitigen Klimapolitik nichts ändert, könnte fast ein Drittel der Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts häufigeren und schwereren Hitze-Dürre-Bedingungen ausgesetzt sein", erklärte die Expertin Di Cai vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven am Dienstag. Das wären fast 2,6 Milliarden Menschen.

Klimaerwärmung in Deutschland: Steigende Temperaturen vor allem in Süden und Osten

Die Klimaerwärmung wird nach Experteneinschätzung zum Ende des Jahrhunderts mutmaßlich insbesondere in Süd- und Ostdeutschland zu steigenden Temperaturen führen. Konkret könne dies dort "eine Zunahme von Hitzewellen, Tropennächten und generell der Hitzebelastung" während der Sommermonate bedeuten, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Offenbach anlässlich seiner jährlichen Klimapressekonferenz mit.

Textgröße ändern: