The National Times - Waldbrände in Kanada verwüsteten in diesem Jahr schon Fläche von Größe Kroatiens

Waldbrände in Kanada verwüsteten in diesem Jahr schon Fläche von Größe Kroatiens


Waldbrände in Kanada verwüsteten in diesem Jahr schon Fläche von Größe Kroatiens
Waldbrände in Kanada verwüsteten in diesem Jahr schon Fläche von Größe Kroatiens / Foto: © Manitoba Government/AFP/Archiv

In Kanada sind bei Waldbränden in diesem Jahr bereits mehr als 5,5 Millionen Hektar Land abgebrannt - das entspricht in etwa der Fläche Kroatiens. Offiziellen Angaben zufolge gab es in dem nordamerikanischen Land 2025 bereits rund 3000 Waldbrände, von denen am Freitag noch 561 aktiv waren. Es handele sich um eine der größten verbrannten Flächen um diese Jahreszeit bislang, erklärte Michael Norton vom kanadischen Ministerium für Natürliche Ressourcen vor Journalisten.

Textgröße ändern:

Ottawa forderte angesichts der schlimmen Brände internationale Hilfe an - derzeit sind 533 Feuerwehrleute aus den USA, Neuseeland, Australien, Costa Rica und Mexiko in Kanada im Einsatz.

Eine größere Fläche sei nur während der Rekord-Brandsaison im Jahr 2023 den Flammen zum Opfer gefallen, fügte Norton hinzu. Während die Brände vor zwei Jahren nicht nachließen und insgesamt fast 18 Millionen Hektar Land vernichteten, sei in diesem Jahr ein "normaleres Muster" zu beobachten, fügte er hinzu.

Trockenheit und hohe Temperaturen hatten für ein mit Blick auf Waldbrände schwieriges Frühjahr gesorgt, insbesondere in den zentralen Provinzen Manitoba und Saskatchewan. Während die Intensität der Brände im Juni abnahm, warnten die Behörden vor erhöhter Brandgefahr in den kommenden zwei Monaten. Insbesondere in der westlichen Provinz British Columbia seien die Bedingungen für Waldbrände günstig, hieß es.

Die indigene Bevölkerung Kanadas ist von den Bränden überproportional stark betroffen. Bislang mussten in diesem Jahr bereits 39.000 Angehörige indigener Gruppen evakuiert werden.

Kanada hat sich in den vergangenen Jahren mindestens doppelt so schnell erwärmt wie der Rest der Welt und ist immer häufiger von extremen Wetterereignissen betroffen. Experten zufolge sorgen die durch den Klimawandel steigenden Temperaturen für weniger Schnee, kürzere und mildere Winter und sommerliche Bedingungen früher im Jahr, was Waldbrände begünstigt.

G.Morris--TNT

Empfohlen

Waldbrände in Frankreich und Spanien zwingen Zehntausende zur Flucht

Die Waldbrände in Frankreich und Spanien haben am Freitag immer größere Gebiete erfasst und Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez wurden im Südwesten Frankreichs seit Mittwoch rund 110.000 Menschen evakuiert, insbesondere in der Region um Bordeaux spitzte sich die Lage dramatisch zu. In Spanien wurden laut Innenministerium alleine im Raum Madrid 63.000 Menschen zur Evakuierung oder zum Verbleib in Gebäuden aufgefordert. Den Behörden zufolge war das Feuer dort "nicht zu löschen".

In Ostsee herumschwimmender Buckelwal nun in Flensburger gesichtet

Ein Buckelwal schwimmt weiterhin vor der deutschen Ostseeküste herum. Nach der Sichtung eines Wales vor einigen Tagen in der Kieler Börde tauchte nun vermutlich dasselbe Tier am Freitagmorgen in der Flensburger Börde auf, wie das Umweltministerium von Schleswig-Holstein in Kiel mitteilte. Der Buckelwal schwamm demnach "zunächst in Richtung Innenstadt, kehrte dann aber um".

Geldmangel in Tierheimen: Tierschutzbund kritisiert Bundesregierung

Angesichts des Geldmangels in vielen Tierheimen hat der Deutsche Tierschutzbund eine fehlende Unterstützung der Bundesregierung angeprangert. "Die Politik muss endlich dafür sorgen, dass Tierheime ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Immer mehr Tiere brauchen Hilfe, gleichzeitig sind die Kosten für Personal, Energie und tierärztliche Versorgung immens gestiegen."

EU-Lebensmittelaufsicht senkt Grenzwert für Ewigkeitschemikalie TFA deutlich ab

Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa hat den Grenzwert für die tägliche Aufnahme der Ewigkeitschemikalie TFA (Trifluoressigsäure) deutlich abgesenkt. Neue Studien hätten ergeben, dass TFA ein für den Stoffwechsel wichtiges Hormon beeinflusst, erklärte die Behörde mit Sitz in Mailand am Mittwoch. TFA gelangt vor allem über den Pestizideinsatz in Grundwasser, Böden und Ackerpflanzen und auf diesem Weg in den menschlichen Körper.

Textgröße ändern: