The National Times - Wissing: Deutschland stimmt Lkw-CO2-Verordnung nun doch zu

Wissing: Deutschland stimmt Lkw-CO2-Verordnung nun doch zu


Wissing: Deutschland stimmt Lkw-CO2-Verordnung nun doch zu
Wissing: Deutschland stimmt Lkw-CO2-Verordnung nun doch zu / Foto: © AFP

Deutschland hat der EU-Verordnung für neue CO2-Grenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge nun doch zugestimmt. Er habe durchsetzen können, dass die Verordnung durch eine Zusatzvereinbarung zur Nutzung von synthetischen Kraftstoffen ergänzt wird, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) am Freitag in Frankfurt. "Damit war es uns möglich, am Ende doch zuzustimmen."

Textgröße ändern:

Die FDP hatte Anfang der Woche Bedenken an den geplanten strengeren Klimazielen für Lkw und Busse angemeldet. Das Gesetz sieht vor, dass schwere Nutzfahrzeuge bis 2040 mindestens 90 Prozent weniger CO2 ausstoßen sollen. Die Bundesregierung konnte sich wegen der FDP-Blockade lange nicht auf eine gemeinsame Position einigen und hätte sich deshalb bei der Abstimmung von Vertretern der EU-Staaten in Brüssel enthalten müssen.

Ohne die Zustimmung Deutschlands kam die nötige Mehrheit für das mit dem EU-Parlament ausgehandelte Gesetz nicht mehr zustande. Die belgische EU-Ratspräsidentschaft hatte die Abstimmung deshalb bereits von Mittwoch auf Freitag verschoben. Noch am Freitag war die Haltung der Bundesregierung lange nicht klar.

Eine Zusatzerklärung zur Verwendung synthetischer Kraftstoffe, sogenannter E-Fuels hatte Wissing schon beim Verbrenner-Aus für Pkw nachträglich ausgehandelt. Auch da hatte die FDP eine bereits ausgehandelte Kompromisslösung nachträglich blockiert.

Der Verkehrsminister verteidigte dieses Vorgehen. Das Ergebnis zeige, dass es keine "Blockade" war, sondern "eine ausgestreckte Hand, um eine Lösung zu finden, die einfach besser ist". "Wir müssen die Interessen unseres Standortes wahren, Deutschland braucht eine starke Fahrzeugindustrie."

A.M.Murray--TNT

Empfohlen

DLRG-Rettungsschwimmer retteten in vergangenem Jahr 1154 Menschen das Leben

DLRG-Rettungsschwimmer haben im vergangenem Jahr 1154 Menschen das Leben gerettet. Mehr als 700 Rettungen erfolgten dabei direkt im Wasser, wie die Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) am Mittwoch zur Vorstellung ihrer Jahresbilanz in Bremen mitteilte. Insgesamt leisteten die ehrenamtlichen Helfer im Jahr 2025 rund 44.000 Menschen Hilfe. Zugleich mahnte DLRG-Präsidentin Ute Vogt mit Blick auf die beginnende Badesaison zur Vorsicht.

Klimawandel und El Niño: Forscher warnen vor extremen Waldbränden

Nach einem Jahresbeginn mit extremen Wetterereignissen haben Forscher vor "besonders heftigen" Waldbränden in den kommenden Monaten gewarnt. Die weltweite Waldbrandsaison habe in diesem Jahr "sehr früh begonnen" und könne so verheerend ausfallen wie noch nie in der jüngeren Geschichte, sagte Theodore Keeping vom Londoner Imperial College am Dienstag. Seine deutsche Kollegin Friederike Otto erklärte, der fortschreitende Klimawandel und seine Folgen seien ein Grund zur Sorge.

Entenküken aus Regenwasserrohr in Dresden gerettet

In Dresden haben Einsatzkräfte der Feuerwehr mehrere Entenküken aus einem Regenwasserrohr gerettet. Die vier Küken saßen am Samstag in etwa einem Meter Tiefe in dem Fallrohr fest, wie die Dresdner Feuerwehr am Sonntag berichtete.

Copernicus: Oberflächentemperaturen der Meere steuern auf neuen Höchstwert zu

Die Oberflächentemperaturen der Meere steuern dem monatlichen Klimabericht des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus zufolge auf einen neuen Höchststand zu. Es sei "nur eine Frage von Tagen", bis der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2024 erreicht werde, sagte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern: