The National Times - Forscherin: Ein Drittel weniger Verkehrstote durch Tempo 120

Forscherin: Ein Drittel weniger Verkehrstote durch Tempo 120


Forscherin: Ein Drittel weniger Verkehrstote durch Tempo 120
Forscherin: Ein Drittel weniger Verkehrstote durch Tempo 120 / Foto: © AFP/Archiv

Ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern auf Deutschlands Straßen könnte einer Studie zufolge die Zahl der Verkehrstoten um rund ein Drittel senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Wissenschaftlerin der Ruhr-Universität Bochum laut einer Mitteilung vom Dienstag nach der Auswertung von Daten. Tempo 120 würde die Unfälle mit Schwerverletzten demnach um 26 Prozent senken, die Zahl der Verkehrstoten sogar um 35 Prozent.

Textgröße ändern:

Maike Metz-Peeters vom Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Angewandte Ökonometrie der Universität Bochum stellte für ihre Studie einen Datensatz zusammen, der rund die Hälfte des gesamten Autobahnnetzes umfasst und die Jahre 2017 bis 2019 abdeckt. Berücksichtigt wurden Informationen etwa zu Straßenzustand, Verkehrsaufkommen, Wetter und regionalen Faktoren, die mit Hilfe eines Algorithmus analysiert wurden.

"Vereinfacht ausgedrückt sucht der Algorithmus Straßenabschnitte, die sich in den relevanten Eigenschaften möglichst ähnlich sind und sich nur darin unterscheiden, dass sie ein Tempolimit haben oder nicht", betonte Metz-Peeters. Eine vergleichbare Datenbasis gebe es bisher nicht.

Hochgerechnet auf alle bisher unbeschränkten Abschnitte auf bundesdeutschen Autobahnen würde ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern demnach jährlich Unfälle mit 58 Todesopfern, etwa 904 Schwerverletzten sowie rund 1375 Leichtverletzten verhindern. Die dadurch einzusparenden Unfallkosten belaufen sich der Studie zufolge auf etwa 216 Millionen Euro pro Jahr.

"Allerdings ist schwer vorherzusagen, ob sich die Ergebnisse auf ein generelles Tempolimit im gesamten Autobahnnetz übertragen lassen", räumte die Forscherin ein. Möglich sei, dass sich Fahrgewohnheiten anpassen und die Unfallzahlen noch stärker sinken könnten. Andererseits könnten Tempolimits aber auch ihre Signalwirkung verlieren, weil sie gefährliche Stellen besonders hervorheben, weshalb Unfallzahlen auf bisher beschränkten Abschnitten auch steigen könnten. Diese Fragen blieben demnach aber offen.

S.Cooper--TNT

Empfohlen

Auftakt zum SpaceX-Börsengang: Musk stellt Mars-Mission in Aussicht

Tech-Milliardär Elon Musk hat zum Börsenstart seines Raumfahrtkonzerns SpaceX eine Mars-Mission in Aussicht gestellt. SpaceX wolle Menschen zum Mond bringen, "zum Mars und letztlich darüber hinaus", sagte Musk am Freitag im SpaceX-Hauptquartier in Texas vor jubelnden Mitarbeitern. Sein Ziel sei es, "Star Trek Wirklichkeit werden zu lassen".

KI statt Krake: Fans setzen nun oft auf Tech statt Tier bei WM-Vorhersagen

KI statt Krake: Bei den Vorhersagen für die derzeitige Fußball-Weltmeisterschaft setzen viele Fans statt auf Tier-Orakel auf die Künstliche Intelligenz. Allerdings sind die Prognosen der sogenannten Chatbots unterschiedlich. So sagen ChatGTP des Unternehmens OpenAI und Claude von Anthropic Spanien als Weltmeister voraus, Le Chat der französischen Firma Mistral hingegen tippt auf Frankreich, und die chinesischen Programme Deepseek und Qwen sehen Argentinien als Favoriten.

Internationale Referenzstudie: Entwicklung des Erdklimas immer besorgniserregender

Die Folgen der Erderwärmung werden laut einer Studie immer besorgniserregender. Mehr als 70 Wissenschaftler aus 17 Ländern, darunter Experten des Weltklimarats IPCC, erklärten am Donnerstag, die Erde sei "ein Patient, der immer stärker beunruhigende Symptome zeige". Zusätzlich werde das Klima heute "durch geopolitische Entscheidungen geschwächt oder bedroht", erklärte die französische Klima-Expertin und frühere Leiterin einer IPCC-Arbeitsgruppe, Valérie Masson-Delmotte.

Millionen Kadaver: Chinesische Forscher entdecken größten Wal-Friedhof der Welt

Forscher aus China haben am Grund des Indischen Ozeans den größten Wal-Friedhof der Welt entdeckt. Er sei "erstaunt" gewesen über die vielen Kadaver, die zum Teil Millionen Jahre alt sind, erklärte der Forscher Xiaotong Peng am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Er war 2023 mehrfach mit einem kleinen Tauchboot zur Fundstätte vor der Westküste Australiens hinabgetaucht.

Textgröße ändern: