The National Times - Bündnis fordert "Agrarwende jetzt" mit Buchstaben aus Stroh

Bündnis fordert "Agrarwende jetzt" mit Buchstaben aus Stroh


Bündnis fordert "Agrarwende jetzt" mit Buchstaben aus Stroh
Bündnis fordert "Agrarwende jetzt" mit Buchstaben aus Stroh

Das Bündnis "Wir haben es satt!" hat am Samstag in Berlin einen raschen und entschlossenen Umbau der Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft gefordert. Das Bündnis errichtete vor dem Bundestag aus 50 Tonnen Stroh einen 4,5 Meter hohen Schriftzug "Agrarwende jetzt!". Vor dem Landwirtschaftsministerium überreichten Bäuerinnen und Bauern mit Traktoren eine Protestnote an Minister Cem Özdemir (Grüne).

Textgröße ändern:

Dem Bündnis "Wir haben es satt!" gehören rund 60 Organisationen an. Seit 2012 ruft es jährlich zur Grünen Woche in Berlin zur Großdemonstration auf. Die Kundgebung war dieses Jahr wegen der hohen Corona-Infektionszahlen abgesagt worden.

Als Ersatz hatte das Bündnis neben der Installation vor dem Bundestag etwa auch die Video-Aktion "Staffel-Lauch für die Agrarwende" ins Leben gerufen: Menschen in ganz Deutschland reichen eine Lauchstange weiter und fordern dabei den Neustart in der Agrar- und Ernährungspolitik.

Die Sprecherin des Bündnisses, Saskia Richartz, erklärte am Samstag, Minister Özdemir müsse jetzt das Feld für die Agrarwende bestellen. Umweltfreundliche Bewirtschaftung, artgerechte Haltung und Klimaschutz auf Acker und Teller müssten sich für die Landwirte wieder lohnen. Für den Klimaschutz müssten die Tierzahlen reduziert werden.

Özdemir müsse der Agrarindustrie die Stirn bieten, forderte Richartz: "Weder Chemie-, Milch- und Fleischkonzerne noch Bodenspekulanten dürfen in Zukunft die Agrarpolitik bestimmen."

Die Bäuerin Julia Bar-Tal von der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft in Brandenburg erklärte: "Wir brauchen eine Landwirtschaft, in der faire Erzeugerpreise mit artgerechter Tierhaltung und Umwelt- und Klimaschutz einhergehen." Gleichzeitig müssten gesunde Lebensmittel für alle bezahlbar sein.

F.Harris--TNT

Empfohlen

Nach KI-Hackerangriff: Mehr als 30 US-Techfirmen gründen Sicherheitsallianz

Nach dem ersten bekannt gewordenen eigenständigen Hackerangriff Künstlicher Intelligenz (KI) haben mehr als 30 US-Technologieunternehmen eine Sicherheitsallianz gegründet. Dem Bündnis namens Open Secure AI Alliance gehören Konzerne wie IBM, Nvidia, Microsoft und Palantir an, wie es am Montag in einer Erklärung der Unternehmen hieß. Sie setzen zur Lösung des Problems ebenfalls auf KI und warnten die Politik vor einer stärkeren Regulierung.

CSU will mindestens 100.000 Drohnen für Deutschland

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag fordert "eine Drohnenflotte" mit mindestens 100.000 Drohnen in allen Größenklassen für Deutschland. Dies geht aus einem Beschlussentwurf der Sommerklausur der CSU-Landesgruppe im fränkischen Kloster Banz hervor, der der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag. "Wir wollen die Bundeswehr durch technologische Dominanz zur stärksten konventionellen Armee in Europa machen", heißt es in dem Dokument. Dazu gehöre eine Drohnenflotte.

Viele neue Unesco-Welterbestätten: Auch Wohnsiedlung der Moderne in Berlin dabei

Bei ihrer Sitzung im südkoreanischen Busan hat die Unesco zahlreiche Stätten in die Welterbeliste aufgenommen, darunter auch die Waldsiedlung Zehlendorf in Berlin. Der Schritt zeige, wie "visionär diese Wohnkonzepte vor hundert Jahren waren", erklärte die Präsidentin der deutschen Unesco-Kommission, Maria Böhmer, am Sonntag. Aufgenommen wurden auch die D-Day-Landungsstrände in der Normandie, mehrere Festungen im Süden Frankreichs, eine Savanna im Südsudan und ein Tempel in Thailand.

Barmer-Umfrage: Mehrheit gegenüber KI-Einsatz in Medizin aufgeschlossen

Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland ist gegenüber dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin aufgeschlossen. 71 Prozent sehen das positiv, wie aus einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Forsa-Umfrage für die Krankenkasse Barmer hervorgeht. 60 Prozent meinen, KI werde die Patientenversorgung verbessern. Zugleich befürchten mit 61 Prozent fast ebenso viele, dass das Gesundheitswesen dadurch unpersönlicher wird.

Textgröße ändern: