The National Times - Wohnkomplex in Essen muss nach Großbrand wohl abgerissen werden

Wohnkomplex in Essen muss nach Großbrand wohl abgerissen werden


Wohnkomplex in Essen muss nach Großbrand wohl abgerissen werden
Wohnkomplex in Essen muss nach Großbrand wohl abgerissen werden

Nach dem verheerenden Großbrand in einem Wohnkomplex in Essen muss das Gebäude wahrscheinlich abgerissen werden. Eine Modernisierung komme nicht in Frage, sagte Uwe Eichner, Chef der Wohnungsgesellschaft Vivawest, am Dienstag. "Ich persönlich gehe davon aus, dass wir das Gebäude abreißen müssen und dort neu errichten." Zunächst müssten jedoch die statistischen Gutachten abgewartet werden.

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Landesbauministerin Ina Scharrenbach (CDU) machte sich selbst ein Bild von der Unglücksstelle und sagte den Betroffenen Unterstützung zu. "Die Menschen haben nur noch das, was sie in der Nacht angehabt haben", sagte sie. Ziel der Landesregierung sei es nun, zügig neue Wohnungen für die Betroffenen zu besorgen. Auch die Ermittlung der Brandursache stehe im Fokus, da sich in diesem Zusammenhang "natürlich noch Fragen an den Gesetzgeber stellen", sagte Scharrenbach.

Am Tag nach dem Brand schickte die Polizei einen Roboterhund in das Gebäude, der bei der Ermittlung der Brandursache helfen sollte, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Polizisten könnten den ausgebrannten Block nicht betreten, weil Einsturzgefahr bestehe.

Der Roboterhund lief demnach im Erdgeschoss durch die Flure. Dort machte die Maschine vergleichbar mit einer Drohne Bildaufnahmen, anhand derer die Ermittler herausfinden wollen, was den Großbrand verursachte. Das Innenministerium hatte die neue Technologie erst kürzlich vorgestellt.

Die Wohnungsgesellschaft Vivawest zeigte sich bestürzt und stellte den rund hundert ausquartierten Mietern der ausgebrannten Wohnungen Hilfen in Aussicht. "Wir sind tief betroffen und wünschen den verletzten Mietern baldige Genesung", erklärte Vivawest-Chef Eichner. Demnach will das Unternehmen die Hotelkosten der Betroffenen übernehmen und einen Hilfsfonds auflegen.

Bei dem Großbrand in einem Wohnkomplex in der Essener Innenstadt waren in der Nacht zu Montag drei Menschen verletzt worden. Ersten Erkenntnissen zufolge war zunächst ein Feuer auf einem Balkon ausgebrochen, das sich dann angefacht durch Sturmtief "Antonia" über die Fassade ausbreitete. Die Feuerwehr war mit mehr als 150 Kräften vor Ort. Der Einsatz zog sich über rund zwölf Stunden. Die Bewohner des Wohnblocks wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht.

A.Wood--TNT

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