The National Times - "Eine Schande": Michelmann schießt gegen ARD und ZDF

"Eine Schande": Michelmann schießt gegen ARD und ZDF


"Eine Schande": Michelmann schießt gegen ARD und ZDF
"Eine Schande": Michelmann schießt gegen ARD und ZDF / Foto: © IMAGO/SID

DHB-Präsident Andreas Michelmann hat die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF zum Start der Heim-WM der deutschen Handballerinnen heftig kritisiert. "Ehrlich, ich finde das eine Schande", sagte der 66-Jährige der Bild: "Das haben unsere Frauen nicht verdient. Dass die ARD nicht in der Lage ist und man die WM mit dem zweiten Auge auch nicht besser sieht beim ZDF, ist schlicht und ergreifend eine Schande."

Textgröße ändern:

Das Turnier in Deutschland und den Niederlanden wird beim kostenpflichtigen Streamingdienst Sporteurope.TV übertragen. Erst ein mögliches Viertelfinale soll im ZDF gezeigt werden, ein Halbfinale und Finale mit deutscher Beteiligung im Ersten. Michelmann kann das nicht verstehen: "Da wird von ARD und ZDF das Thema Gleichberechtigung gleich wieder ins Gegenteil verkehrt. Die Zuschauer sehen kein Spiel unserer Frauen in der Vorrunde und auch kein Spiel in der Hauptrunde, erst im Viertelfinale wollen die beiden Sender einsteigen."

Michelmann bringt das in Rage. "Das ist einfach schlimm und macht mich richtig sauer", sagte der Präsident des Deutschen Handballbunds (DHB): "Das sollten sie sich mal beim Fußball erlauben, bei den Frauen erst im Viertelfinale mit der Übertragung anzufangen. Ich möchte nicht wissen, was dann los ist."

Michelmann sprach von einer "Monokultur". Die Ausrede, dass ein anderer Sender schneller bei der Rechtevergabe war, lasse er nicht gelten. "ARD und ZDF hätten mit ihrem Rechtevermarkter die WM wirklich preisgünstig haben können, doch sie waren schlicht und ergreifend im Tiefschlaf, als die Rechte vergeben wurden, das macht mich immer noch sauer", sagte Michelmann. Es sei bei der Heim-WM der Frauen "eine einmalige Chance versiebt" worden.

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

Klopp nimmt drei Wechsel vor

Jürgen Klopp nimmt nach seinem ersten Sieg als Bundestrainer drei Veränderungen vor. Lennart Karl, David Raum und Jonathan Burkardt ersetzen gegenüber dem souveränen Erfolg gegen Serbien (2:0) beim Nations-League-Spiel in Griechenland (20.45 Uhr/RTL) Serge Gnabry, Maximilian Mittelstädt und Nick Woltemade.

DFB-Frauen: Kapitänin Gwinn fällt für Länderspiele aus

Kapitänin Giulia Gwinn fällt für die anstehenden Länderspiele der deutschen Fußballerinnen aus. Nach ihrer verletzungsbedingten Auswechslung im Topspiel des FC Bayern bei Eintracht Frankfurt hat die 27-Jährige für die Härtetests gegen Australien und Japan abgesagt, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Sonntagabend mitteilte. Eine Diagnose steht auch laut Verein noch aus.

Golla reagiert auf Wechsel-Diskussion: "Nicht 'nur' Heimweh"

Nach den Diskussionen über eine schnelle Rückkehr zur SG Flensburg-Handewitt hat sich DHB-Kapitän Johannes Golla erstmals öffentlich zu seinem Wechselwunsch zu Wort gemeldet. "Menschen, die mich gut kennen, haben längst gesehen, dass es mittlerweile nicht mehr 'nur' Heimweh ist, sondern meine mentale Gesundheit ernsthaft gefährdet ist", schrieb der 28-Jährige bei Instagram. Er sei sich "im Klaren darüber, dass die Entscheidung für den Vertrag in Melsungen verfrüht war."

Rad-EM: Evenepoel gewinnt Straßenrennen, Herzog auf Rang sieben

Remco Evenepoel hat sich in Abwesenheit von Superstar und Titelverteidiger Tadej Pocacar erstmals zum Straßen-Europameister gekrönt. Bei den Titelkämpfen in Slowenien setzte sich der Belgier im Fotofinish vor dem Italiener Giulio Ciccone durch. Bronze ging an Christian Scaroni (Italien/+0:59), Emil Herzog fuhr überraschend als bester Deutscher auf Platz sieben (+1:16).

Textgröße ändern: