The National Times - "Illusion von Demokratie" bei FIA: Mayer beendet Kandidatur

"Illusion von Demokratie" bei FIA: Mayer beendet Kandidatur


"Illusion von Demokratie" bei FIA: Mayer beendet Kandidatur
"Illusion von Demokratie" bei FIA: Mayer beendet Kandidatur / Foto: © SID

Der umstrittene FIA-Boss Mohammed Ben Sulayem wird bei der Präsidentschaftswahl im Dezember wohl konkurrenzlos antreten. Der US-Amerikaner Tim Mayer erklärte am Freitag das Ende seiner Kandidatur und übte dabei harte Kritik am Wahlsystem des Automobil-Weltverbands: Dieses verwehre möglichen Herausforderern von vornherein die Kandidatur.

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"Es ist ganz einfach, es gibt keine Wahl", sagte Mayer in einem ausführlichen Statement: "Es wird keine Abstimmung zwischen Ideen geben, keinen Wettbewerb der Visionen. Es wird nur einen Kandidaten geben, und das ist keine Demokratie - das ist die Illusion von Demokratie."

Für eine gültige Kandidatur muss unter anderem eine Liste der potenziellen Vize-Präsidenten für den Bereich Sport eingereicht werden, die jede der sechs FIA-Regionen repräsentieren und zugleich dem Weltrat angehören müssen. Für den Bereich Südamerika gibt es allerdings nur eine einzige solche Kandidatin: Fabiana Ecclestone, Ehefrau des ehemaligen Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone - und sie ist bereits Mitglied in Ben Sulayems Team.

Dadurch ist es derzeit niemandem möglich, einen Vize-Präsidenten aus Südamerika zu nominieren, was wiederum eine gültige Kandidatur für die FIA-Präsidentschaft unmöglich macht. Die Frist zur Einreichung der Unterlagen endet am 24. Oktober.

"Obwohl die Regeln der Wahl bedeuten, dass es keine Wahl geben wird, geht unsere Kampagne weiter", ließ Mayer wissen: "Sie tritt lediglich in eine neue Phase ein."

Der langjährige Rennkommissar bei FIA-Veranstaltungen hatte im Juli seine Kandidatur verkündet. Der frühere Rallye-Pilot Ben Sulayem, seit 2021 an der Spitze des Weltverbandes, sei "gescheitert", befand Mayer damals. Er beklagte "eine Illusion von Transparenz. Die Entscheidungsfindung wird immer zentralisierter, abweichende Meinungen werden bestraft." Die Macht in der FIA sei auf die Person Ben Sulayem (Vereinigte Arabische Emirate) durch zahlreiche Satzungsänderungen zugeschnitten worden.

Die Präsidentschaftswahl der FIA findet am 12. Dezember in Usbekistans Hauptstadt Taschkent statt. Im September hatte auch Laura Villars (28) ihre Kandidatur angekündigt, diese wurde bislang aber nicht offiziell bestätigt - die Schweizerin beklagte zuletzt bereits die selbe Problematik wie Mayer.

F.Harris--TNT

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