The National Times - Unglücklicher Santos: Kurioser Mainzer Sieg in Frankfurt

Unglücklicher Santos: Kurioser Mainzer Sieg in Frankfurt


Unglücklicher Santos: Kurioser Mainzer Sieg in Frankfurt
Unglücklicher Santos: Kurioser Mainzer Sieg in Frankfurt / Foto: © IMAGO/Fotostand / Racocha/SID

Nach einem völlig missratenen Auftritt von Torhüter Kaua Santos verabschiedet sich Eintracht Frankfurt mit einer handfesten Ergebniskrise in die Winterpause der Fußball-Bundesliga: Zum Jahresabschluss verlor die SGE das Nachbarschaftsduell gegen den FSV Mainz 05 mit 1:3 (0:2). Damit wartet das Team von Trainer Dino Toppmöller seit nunmehr fünf Pflichtspielen auf einen Sieg.

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Santos hatte seiner Mannschaft mit einem Eigentor mit Seltenheitswert einen frühen Rückstand Rückstand beschert (15.), danach war Paul Nebel doppelt für Mainz erfolgreich (27., 58.) - und das, obwohl Nadiem Amiri früh mit Rot vom Platz geflogen war (21.). Die SGE kam nur noch zum 1:3 durch Rasmus Kristensen (75.) - und beendet 2024 nach einer starken zweiten Jahreshälfte dennoch auf Rang drei der Tabelle.

Mainz 05 gelang eine Woche nach dem überraschenden 2:1-Heimsieg gegen Bayern München der nächste Coup gegen ein Topteam der Bundesliga. Von den vergangenen sechs Partien in der Bundesliga haben die Rheinhessen fünf gewonnen – und überwintern dank im Bereich der europäischen Tabellenränge.

Toppmöller hatte vor der Partie das Ziel formuliert, "aus einer sehr guten eine herausragende Hinrunde" zu machen. Die Eintracht verzeichnete rasch einige aussichtsreiche Möglichkeiten, dann wurde es kurios: SGE-Keeper Santos, der kurzfristig den erkrankten Kevin Trapp vertrat, spielte einen Kurzpass auf Ellyes Skhiri, der ihn in Bedrängnis direkt wieder in hohem Bogen Richtung eigenes Tor bugsierte. Von Santos' Unterarm prallte der Ball zunächst an die Latte, erneut an den Arm und schließlich ins Tor - 1:0 für Mainz.

Kurz darauf agierten die Gäste jedoch nur noch zu zehnt, Amiri sah für einen heftigen Tritt auf den Knöchel von Skhiri die Rote Karte (20.). Doch trotz nummerischer und spielerischer Unterlegenheit erhöhten die Rheinhessen kurz darauf: Nebel zog aus 18 Metern ab, Robin Koch fälschte noch unglücklich ab. Die Eintracht blieb bis zur Pause am Drücker, in ihren Offensivaktionen aber glücklos.

Frankfurt kam mit Wut im Bauch aus der Kabine und vergab direkt den nächsten Hochkaräter: Can Uzun traf den Ball aus kurzer Distanz nicht richtig, sodass Robin Zentner im Tor der Mainzer klären konnte (49.). Die 58.000 Fans sahen Einbahnstraßenfußball im Waldstadion - und, passend zu dieser Partie - den nächsten kuriosen Treffer für die Gäste: Nachdem ein Aufbaupass von Kaua Santos zu kurz geraten war, hielt der Brasilianer zunächst gegen Jae-Sung Lee, gegen Nebel war er dann machtlos.

P.Jones--TNT

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