The National Times - IBU schließt Biathlon-Teams aus Russland und Belarus aus

IBU schließt Biathlon-Teams aus Russland und Belarus aus


IBU schließt Biathlon-Teams aus Russland und Belarus aus
IBU schließt Biathlon-Teams aus Russland und Belarus aus

Die Internationale Biathlon-Union (IBU) hat Russland und Belarus "bis auf Weiteres" von allen internationalen Veranstaltungen ausgeschlossen. Dies beschloss der IBU-Vorstand angesichts des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine vor dem Weltcup im finnischen Kontiolahti, der am Donnerstag mit einer Frauen-Staffel startet. Auf einer regulären Sitzung am 17. März will die IBU darüber hinaus sogar eine Aufhebung der Mitgliedschaft beider Verbände erörtern.

Textgröße ändern:

Russland ist bereits seit 2017 kein vollwertiges IBU-Mitglied mehr. Dies bedeutet, dass in Russland bis 2026 keine Veranstaltungen stattfinden und dass Vertreter des russischen Verbandes RBU keine offiziellen Ämter in der IBU bekleiden dürfen.

Die Maßnahmen seien "notwendig", teilte die IBU am Mittwoch mit, "um sich mit der Ukraine und der Olympischen Gemeinschaft solidarisch zu zeigen". Man wolle damit die Integrität der IBU-Wettkämpfe schützen.

Die Teams aus Russland und Belarus hatten bereits zuvor einen Boykott der anstehenden Weltcups angekündigt. Grund war die ursprüngliche IBU-Entscheidung, russische und weißrussische Athletinnen und Athleten nur noch unter neutraler Flagge starten zu lassen.

Trotz der Aufregung um Russland freue sich das deutsche Biathlon-Team "auf die letzten drei Wochen dieser Saison, wir sind hoch motiviert", sagte der Sportliche Leiter Bernd Eisenbichler vor dem Weltcup in Kontiolahti. Es habe nach Olympia "gut getan, mal ein bisschen durchzuschnaufen, sich vom Jetlag und den kräftezehrenden Bedingungen in Peking zu erholen".

Das elfköpfige DSV-Aufgebot wird von Olympiasiegerin Denise Herrmann angeführt. Auch Franziska Preuß wird erstmals seit Dezember wieder im Weltcup am Start sein. "Der Fokus lag in den letzten Tagen darauf, die Spannung wieder aufzubauen. Ich hoffe, dass die Form weiter zurückkommt", sagte Preuß, die in Peking mit der Staffel Bronze gewann.

Nach Kontiolahti (3. bis 6.3.) stehen noch die Weltcups in Otepää/Estland (10. bis 13.3.) und in Oslo/Norwegen (17. bis 20.3.) auf dem Programm.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Britischer Radprofi Simon Yates beendet Karriere

Der britische Radprofi Simon Yates beendet seine Karriere. Der amtierende Giro-Sieger und Vuelta-Champion von 2018 verkündete seine Entscheidung in einer Stellungnahme am Mittwoch. "Ich habe lange darüber nachgedacht und bin nun zu dem Schluss gekommen, dass es der richtige Zeitpunkt ist, mich aus dem Sport zurückzuziehen", so Yates, der zuletzt für das Top-Team Visma-Lease a Bike tätig war.

NHL-Stars und drei Silberhelden: Kreis beruft Olympia-Kader

Eishockey-Bundestrainer Harold Kreis setzt bei den Olympischen Winterspielen rund um die Stars aus der NHL um Leon Draisaitl auf bewährte Kräfte. Neben den Profis aus der besten Liga der Welt berief Kreis am Mittwoch in Kapitän Moritz Müller, Dominik Kahun und Jonas Müller auch drei Silberhelden von 2018. Das teilte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) am Mittwoch mit.

Zu starker Wind: Frauen-Sprint auf Donnerstag vorgezogen

Franziska Preuß muss beim Heim-Weltcup der Biathleten in Oberhof einen Tag früher als geplant antreten. Wie der Weltverband IBU mitteilte, wird der für Freitagnachmittag angesetzte Sprint der Frauen auf Donnerstagnachmittag (14.15 Uhr) vorgezogen. Grund hierfür sind die für Freitag am Rennsteig vorhergesagten Sturmböen von über 80 Stundenkilometern. Der Sprint der Männer startet am Donnerstag bereits um 11.30 Uhr und damit wegen der Verlegung des Frauen-Rennens knapp drei Stunden früher als angedacht.

Skeleton: Erstes Podium für Grotheer im Olympiawinter

Skeleton-Olympiasieger Christopher Grotheer kommt einen Monat vor den Olympischen Spielen immer besser in Fahrt. Der 33-Jährige raste zum Auftakt des Weltcup-Doppelpacks in St. Moritz auf Rang drei und damit erstmals in dieser Saison auf das Podium. Nach einem enttäuschenden Saisonstart hatte Grotheer schon vor dem Jahreswechsel mit Platz fünf in Sigulda eine aufsteigende Form gezeigt.

Textgröße ändern: