The National Times - Britischer Staatsminister hofft auf Wiedereintritt in die EU "zu Lebzeiten"

Britischer Staatsminister hofft auf Wiedereintritt in die EU "zu Lebzeiten"


Britischer Staatsminister hofft auf Wiedereintritt in die EU "zu Lebzeiten"
Britischer Staatsminister hofft auf Wiedereintritt in die EU "zu Lebzeiten" / Foto: © AFP

Der britische Staatsminister für Handelspolitik, Chris Bryant, will "zu Lebzeiten" noch den Wiedereintritt seines Landes in die Europäische Union erleben. "Aber das machen wir nicht diesen Sommer", sagte der 64-Jährige am Dienstag im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. Er hoffe, dass die Briten "als vollwertige Mitglieder der EU wieder fest im Herzen Europas begrüßt werden".

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"In der Nacht des Brexit-Referendums ist mir das Herz gebrochen", sagte Bryant. Seitdem habe der Austritt aus der EU "der britischen Wirtschaft enorme Probleme bereitet". Das wüssten "alle in der Labour-Partei, ganz sicher in der Regierung", fügte er hinzu.

Bryant warb deshalb für eine Annäherung an die EU - auch wenn das bedeute, dass Großbritannien wieder einige europäische Regeln übernehmen müsse. "Ich bin sehr gerne bereit, den Menschen in Großbritannien zu erklären, dass wir uns an Europa angleichen müssen, wo es nötig ist, um mehr Handel treiben zu können."

Auch in der Verteidigungspolitik will Bryant enger mit der EU zusammenarbeiten. "Unsere Sicherheit, die Sicherheit Großbritanniens, ist europäische Sicherheit, und umgekehrt", sagte er im AFP-Interview. Großbritannien, Frankreich und Deutschland arbeiten in Sicherheitsfragen bereits eng zusammen und beraten etwa im Rahmen der sogenannten Koalition der Willigen über Hilfen für die Ukraine.

Bryant gehört zur Regierung von von Labour-Premierminister Keir Starmer, der nach einem Debakel seiner Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen mit Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen konfrontiert ist. Gesundheitsminister Wes Streeting trat zurück und fordert Starmer nun offen heraus. Bryant erklärte, er wolle Minister bleiben, "wer auch immer das Sagen hat".

2016 hatten der damalige konservative Premier David Cameron und seine Tory-Regierung über den Brexit abstimmen lassen, Labour warb für einen Verbleib in der EU. In einem knappen Referendum setzten sich die Brexit-Befürworter durch. Vier Jahre später trat Großbritannien als erstes und einziges Land aus der Europäischen Union aus. Labour-Premier Starmer treibt seit seinem Amtsantritt einen "Neustart" der Beziehungen voran.

S.Arnold--TNT

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