The National Times - Reiche: Neue Stromleitungen sollen wieder oberirdisch gebaut werden

Reiche: Neue Stromleitungen sollen wieder oberirdisch gebaut werden


Reiche: Neue Stromleitungen sollen wieder oberirdisch gebaut werden
Reiche: Neue Stromleitungen sollen wieder oberirdisch gebaut werden / Foto: © AFP/Archiv

Neue große Stromleitungen für den Transport von Strom sollen künftig wieder oberirdisch gebaut werden. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte am Mittwoch an, dass die Regierung neue Stromautobahnen "wieder als Freileitung realisieren" wird. Das bedeute finanzielle Entlastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher, "denn langfristig senken wir damit die Netzentgelte".

Textgröße ändern:

Das ist eine Kehrtwende: Noch 2024 hatte die damalige Ampel-Regierung versichert, dass große Stromleitungen von Norddeutschland nach Süddeutschland unter der Erde verlegt werden sollen. Die Regierung des Bundeslandes Niedersachsen, Transitland für Strom, hatte im Juni mitgeteilt, ein Umstieg auf überirdische Freileitungen sei vom Tisch.

Vor allem die Netzbetreiber, aber auch Teile der Politik hatten schon damals gefordert, dass große Stromleitungen bei neuen Vorhaben nicht mehr unterirdisch gebaut werden sollten - die Kosten sind sehr viel höher.

Der Bau neuer Stromleitungen ist Teil des Bundesbedarfsplangesetzes; das Kabinett beschloss am Mittwoch den Gesetzentwurf zur Änderung dieses Gesetzes. Geplant sind laut Reiche 45 neue Netzausbauvorhaben, darunter drei Verbindungsleitungen zu den Nachbarstaaten Schweiz, Dänemark und Großbritannien.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Aktuelle Stunde zu Linken-Parteitag - Linke bezeichnet Debatte als "lächerlich"

Zu den umstrittenen Äußerungen des neuen Linken-Chefs Luigi Pantisano zur CDU soll noch in dieser Woche eine Aktuelle Stunde im Bundestag stattfinden. Darauf einigten sich Union und SPD, wie Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) am Dienstag sagte. Pantisanos Aussagen seien "inakzeptabel" und seine Entschuldigung dafür "nicht wirklich glaubwürdig". Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek bezeichnete die Debatte als "lächerlich" und zog zugleich eine deutliche Grenze zwischen CDU und AfD.

Spannungen mit Warschau: Selenskyj bleibt offenbar Ukraine-Konferenz in Polen fern

Wegen des Streits mit Warschau um die Weltkriegsvergangenheit bleibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj offenbar einer wichtigen Konferenz in Polen fern. Sie werde die ukrainische Delegation bei der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine im polnischen Danzig anführen, teilte Regierungschefin Julia Swyrydenko am Dienstag in Onlinediensten mit - womit sie praktisch bestätigte, dass Selenskyj nicht daran teilnimmt.

Gewerkschaften sehen Empfehlungen von Rentenkommission teilweise kritisch

Die Gewerkschaften sehen in den Empfehlungen der Rentenkommission für die Reform der Altersvorsorge zwar positive Aspekte, bewerten einige zentrale Punkte aber kritisch. DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnte am Dienstag vor allem vor einer Vermischung kapitalgedeckter Elemente mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rente. Auch die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für Beschäftigte mit mindestens 45 Beitragsjahren lehnt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ab.

Zwei weitere Labour-Abgeordnete bringen sich für Starmer-Nachfolge ins Gespräch

Nach der Rücktrittsankündigung des britischen Premierministers Keir Starmers haben sich neben dem Favoriten Andy Burnham zwei weitere Labour-Abgeordnete für eine mögliche Nachfolge ins Gespräch gebracht. Der ehemalige Staatssekretär für Streitkräfte, Al Carns, erklärte am Dienstag, er wolle zunächst Burnhams "Vision" für das Land hören, bevor er sich auf eine eigene Kandidatur festlege. Britischen Medienberichten zufolge wurde zudem Regierungsminister Darren Jones von mehreren Abgeordneten dazu ermutigt, ebenfalls zu kandidieren.

Textgröße ändern: