The National Times - US-Comedian Kimmel verteidigt Scherz über Melania Trump

US-Comedian Kimmel verteidigt Scherz über Melania Trump


US-Comedian Kimmel verteidigt Scherz über Melania Trump
US-Comedian Kimmel verteidigt Scherz über Melania Trump / Foto: © AFP/Archiv

US-Talkshowmoderator Jimmy Kimmel hat die heftige Kritik an seinem Scherz über Melania Trump als "werdende Witwe" entschieden zurückgewiesen. Der in seiner Sendung zwei Tage vor einem mutmaßlichen Anschlagsversuch auf Donald Trump gemachte Witz habe sich "offensichtlich" auf den Altersunterschied zwischen dem US-Präsidenten und seiner Ehefrau bezogen, sagte der Comedian am Montagabend in seiner Show "Jimmy Kimmel Live!". Der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses legte daraufhin am Dienstag nach und beschimpfte Kimmel als "Scheißkerl".

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Bei der umstrittenen Bemerkung über Melania Trump handele es sich um "einen sehr milden Spott über die Tatsache, dass er fast 80 Jahre alt ist - und sie jünger als ich", sagte Kimmel in seiner Show weiter. "Wie man es auch verstehen möchte, es war auf keinen Fall ein Aufruf zu einer Ermordung und das wissen sie", fügte er hinzu. Trump wird im Juni 80 Jahre alt, seine Frau Melania ist 56.

Der 58-jährige Kimmel hatte die Bemerkung am Donnerstag in seiner Sendung gemacht, also zwei Tage vor dem Schusswaffenvorfall am Rande des Korrespondenten-Dinners mit US-Präsident Trump in Washington am Samstagabend. Dabei hatte ein bewaffneter Mann versucht, eine Sicherheitskontrolle zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Ein Gericht warf dem Verdächtigen am Montag versuchten Mord am US-Präsidenten vor.

In seiner Sendung hatte Kimmel am Donnerstag die Rolle des Gastgebers des damals noch bevorstehenden Korrespondenten-Dinners parodiert, bei dem üblicherweise viel gescherzt wird. Dabei wandte er sich an die imaginär im Publikum sitzende Präsidentengattin und sagte, "Mrs. Trump, Sie strahlen wie eine werdende Witwe".

Der US-Präsident forderte daraufhin die Entlassung Kimmels. Wegen seines "verabscheuungswürdigen Aufrufs zur Gewalt" müsse Kimmel "sofort von Disney und ABC gefeuert werden", schrieb Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social.

Wenige Stunden vor ihrem Mann hatte am Montag bereits Melania Trump selbst Kimmel scharf kritisiert. Dessen Worte seien "ätzend und verschlechtern das kranke politische Klima in den USA", schrieb sie im Onlinedienst X.

Kimmel deutete in seiner Sendung am Montagabend eine Einladung von Donald Trump in seine Sendung an, um über "hasserfüllte" Sprache zu diskutieren. Er stimme Melania Trump zu, dass gewalttätige Rhetorik zurückgewiesen werden müsse, sagte er. "Ich glaube, ein Gespräch mit Ihrem Mann wäre eine großartige Gelegenheit, das zurückzudrehen", sagte Kimmel, indem er die First Lady direkt ansprach.

Trumps Kommunikationsdirektor Steven Cheung ging daraufhin am Dienstag verbal in die Offensive: Kimmel sei ein "Scheißkerl", weil er "auf diesem Witz beharrt, anstatt das Richtige zu tun und sich zu entschuldigen", erklärte Cheung im Onlinedienst X.

Auch ein mit dem Weißen Haus in Verbindung stehendes Benutzerkonto im Onlinedienst X mit dem Namen Rapid Response 47 reagierte mit Beschimpfungen gegen den prominenten Late-Night-Moderator: "Jim, du bist nichts als ein erbärmlicher Has-Been, ein echtes Stück Dreck", hieß es darin. "Wir alle wissen, was du damit gemeint hast."

Der prominente Late-Night-Moderator kann bereits auf eine lang andauernde Privatfehde mit Donald Trump zurückblicken. Im September hatte ABC Kimmels Show auf Druck der Trump-Regierung vorübergehend abgesetzt. Zuvor hatte der Moderator Trumps Maga-Bewegung vorgeworfen, sich die Ermordung des ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk politisch zunutze zu machen. Nach heftiger Kritik an der Absetzung vollzog der ABC-Mutterkonzern Disney schließlich eine Kehrtwende und nahm Kimmels Show wieder ins Programm.

G.Morris--TNT

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