The National Times - Iran-Krieg: IWF sagt Dämpfer für deutsche und Weltwirtschaft voraus

Iran-Krieg: IWF sagt Dämpfer für deutsche und Weltwirtschaft voraus


Iran-Krieg: IWF sagt Dämpfer für deutsche und Weltwirtschaft voraus
Iran-Krieg: IWF sagt Dämpfer für deutsche und Weltwirtschaft voraus / Foto: © AFP

Wegen des Iran-Kriegs rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) im laufenden Jahr mit einem Konjunkturdämpfer. Der IWF beziffert das weltweite Wachstum nach Angaben vom Dienstag nur noch auf 3,1 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als im Januar vorhergesagt. Für Deutschland prognostiziert der Währungsfonds sogar nur noch 0,8 Prozent Wachstum, eine Verschlechterung um 0,3 Prozentpunkte.

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Deutschland liegt demnach unter dem Schnitt der Euro-Länder, die um 1,1 Prozent wachsen sollen. Die USA bekommen die Folgen des Iran-Kriegs laut der Prognose vergleichsweise wenig zu spüren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt soll um 2,3 Prozent wachsen, 0,1 Prozentpunkte weniger als bisher angenommen.

"Ohne den Krieg wäre das globale Wachstum nach oben revidiert worden", heißt es in dem Weltwirtschaftsausblick, der während der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank veröffentlicht wurde. Die Korrektur nach unten spiegele "weitgehend die durch den Konflikt verursachten Störungen wider".

Dazu zählen der Energiepreisschock, Kriegsschäden an der Infrastruktur im Nahen Osten und ein Vertrauensverlust an den Weltmärkten, wie IWF-Chefin Kristalina Georgieva bereits am Donnerstag in einer Rede ausgeführt hatte.

Sollte der Krieg wiederaufflammen und sich die Energiekrise ausweiten, könnte die Weltwirtschaft sogar noch deutlich stärker in Mitleidenschaft gezogen werden, warnte der IWF. Ein anhaltender Anstieg der Energiepreise würde das weltweite Wachstum demnach auf 2,5 Prozent drücken. Sollte es zu "größeren Schäden an der Energieinfrastruktur in der Konfliktregion" kommen, wären laut IWF sogar nur 2,0 Prozent Wachstum möglich. Die USA und der Iran hatten gedroht, Kraftwerke und andere Energie-Infrastruktur im Nahen Osten anzugreifen.

Der Krieg heizt zudem die Inflation an: Die Verbraucherpreise dürften laut IWF in diesem Jahr im günstigsten Szenario um 4,4 Prozent im weltweiten Schnitt steigen. Im ungünstigsten Fall wäre demnach sogar eine Rate von mehr als 6,0 Prozent denkbar.

A.Robinson--TNT

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